Kreislaufkollaps verhindert Spitzenresultat

Bad Säckingen/Waldbrunn. Aussichtsreich im Rennen liegend, wurde der Waldbrunner Mountainbiker Alessandro Sepp bei den Deutschen Meisterschaften in Bad Säckingen überraschend gestoppt. Ein Kreislaufkollaps mit Schüttelfrost und der daraus resultierende Sturz verhinderte ein Spitzenergebnis beim Kräftemessen der nationalen MTB-Elite.

Auf einem 3,6 Kilometer langen Rundkurs, der insgesamt 144 Höhenmeter aufwies wurde den Athleten alles an Konzentration, Koordination, Mut und Ausdauer abverlangt. Aber gerade diese Faktoren sind es, die die Faszination des Mountainbikesports ausmachen, und so traf sich am vergangenen Wochenende alles was in der Szene Rang und Namen hat zu den Meisterschaften im Cross-Country-Wettbewerb.


Der Rundkurs war so gestaltet, dass er der Strecke, die in wenigen Wochen bei den Olympischen Spielen in London gefahren werden muss, sehr nahe kam. Damit wollte man vonseiten der Veranstalter den Olympioniken beste Vorbereitungsvoraussetzungen bieten.

So durfte auch Alessandro Sepp vom Team Wheeler-iXs aus Waldbrunn den Olympia-Kurs testen. Um dies unter Anleitung von Trainer Klaus Ketterer ausgiebig zu nutzen, war man bereits am Donnerstag angereist. Nur so war es machbar, sich auf dem technisch höchstschwierigen Kurs den letzten Schliff zu holen.

Am Renntag hatten die Biker mit extremer Schwüle zu kämpfen. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass der Himmel zwei Stunden vor dem Startschuss seine Schleusen öffnete und ein heftiges Unwetter mit Starkregen die Strecke in eine wahre Schlammwüste verwandelte.


Einem pünktlichen Start stand bei dem bestens organisierten Rennen aber nichts im Wege und so gingen um 10:30 Uhr 72 Fahrer der Klasse „U19 Junioren Lizenz“  in ein Rennen, dessen Ende nur 52 Fahrer „erleben“ sollten, 20 Nachwuchssportler mussten aufgrund der Schwierigkeiten vorzeitig vom Rad.

Der Odenwälder Alessandro Sepp erwischte aus der vierten Startreihe einen perfekten Start, sodass es sich sofort auf dem 13. Rang einreihte. In der Folgezeit machte sich das Training der Vortage und die genaue Streckenkenntnis bezahlt, hielt er sich doch trotz langsam fahrender Konkurrenten, die kaum überholt werde konnten, in der Nähe der Top Ten. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr hielt trotz Regen und Schlamm auch das Material durch und versah hervorragend seinen Dienst.

Die Strecke, auf der sich Steigungen und Abfahrten abwechselten und zahlreiche Sprünge ebenso wie steile Felsabfahrten bewältigt werden mussten, bot den Zuschauern alles, was den MTB-Sport interessant und spannend macht. Ein Terrain, das den Stärken des Waldbrunner Bikers vollkommen entsprach, sodass man zu Beginn der letzten Runde mit einem Spitzenergebnis rechnen durfte.

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Doch wie gewonnen, so zerronnen, kam doch vom Teamchef kurz nach der Glocke zur letzten Runde die Meldung, dass der Winterhauchbiker taumelnd zu Boden gegangen sei. Geschockte Betreuer erhielten von den schnell reagierenden Sanitätskräften eine erste Diagnose. Demnach war ein Kreislaufkollaps mit Schüttelfrost ursächlich für den Ausfall. Ein EKG und die ärztliche Untersuchung brachten dann eine gewisse Erleichterung, ging es dem jungen Biker doch schon wieder besser.

So endete eine tolle Veranstaltung trotz guter Form ohne das verdiente Ergebnis. In den nächsten Tagen will sich Alessandro Sepp von Strapazen und Schock erholen, um dann ohne spezielle Vorbereitung das Etappenrennen „Trans Schwarzwald“ in Angriff zu nehmen.

 Bei den Elitebikern holten sich Sabine Spitz und Manuel Fumic die Meisterschaftstrikots. In der Klasse „U 19 Junioren Lizenz“ feierte Lukas Baum  den Meistertitel.

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Weite Sprünge machten das MTB-Rennen für die Zuschauer an der Strecke zu einem Riesenspektakel. Die Schwierigkeiten mit Steigungen und Abfahrten sowie das schwüle Wetter machten die jungen Biker so zu schaffen, dass er am Ende mit einem Kreislaufkollaps vom Rad musste. (Foto: Alfons Benz)

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