XXL-Schlosskonzert mit Wettergott im Bunde

von Liane Merkle

XXL Schlosskonzert Bestuhlung

Mit Mut zum Risiko hatten die Organisatoren allen Unkenrufen zum Trotz im Freien vor dem Schloss in Großeicholzheim bestuhlt, wo das Publikum ein grandioses XXL-Konzert erlebten. (Foto: Liane Merkle)

Großeicholzheim. Bei so viel Spitzenmusik hatte sogar der Wettergott ein Einsehen und schickte pünktlich zu Beginn des ersten XXL-Schlosskonzerts Großeicholzheim jede Menge Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke und damit jede Menge Publikum, darunter Gerd Münch, Präsident des Blasmusikverbandes Odenwald-Bauland, in den reizenden Schlosspark. Hinzu kamen Weitsicht und Mut der Verantwortlichen, ohne den geringsten Zweifel im Freien zu bestuhlen, und ein knackiges Eineinhalbstunden-Konzert ohne langatmiges Gerede zu präsentieren.


Musikgenuss ohne Einschränkung: Vielschichtig, auf höchstem Niveau, für jeden Geschmack und jedes Alter, eben XXL. Und dafür hatten sich die Musikvereine Schefflenz und Seckach, beide überaus geübt in konzertanter Blasmusik, unter ihren Dirigenten Bernd und Martin Heß zu einem grandiosen Orchester zusammengeschlossen.

Musikalisch eröffnet wurde der Abend nach der Begrüßung durch Hermann Schmitt als 1. Vorsitzenden der Seckacher Musikanten mit dem beliebten Florentiner Marsch, bevor man mit Moderator und Zugbegleiter Martin Heß sowie Jacob de Haan und seiner instrumentalen Dampflok gemeinsam mit dem Publikum durch Oregon fuhr und schließlich bei „Miss Saigon“ landete. Nach so viel trauriger Romantik war Action angesagt, und zwar mittels der Filmmusik aus „Fluch der Karibik“, die vor jedem der vier Teile mit einem Zusammenschnitt des jeweiligen Films angekündigt wurde.

Säbelklirren, Geisterketten, gruseliges Gelächter, romantische Zwischenspiele und Kampf bis aufs Blut begleiteten das gespannte Publikum durch die wilden Meere der Piraten. Natürlich entschied sich der Dirigent in der geforderten Zugabe für einen Ausschnitt aus diesem Programmpart.


Den traditionellen Schlusspunkt setzte das Orchester mit dem „Badnerlied“, dem Orchester und Publikum stehend und singend Referenz erwiesen. In seinen abschließenden Dankesworten hob Hermann Schmitt die hervorragende Arbeit der Dirigenten und seinen großen Respekt vor der Leistung der Musiker und Musikerinnen hervor mit einem Dank für unvergleichlich gute Zusammenarbeit der beiden Vereine, die man beim XXL-Kirchenkonzert in der Seckacher Pfarrkirche St. Sebastian am Sonntag, 22. Juli ab 18 Uhr noch einmal erleben kann.

XXL Schlosskonzert Badnerlied

Beim Badnerlied wurden die Zuhörer dann sogar zu Akteuren und setzten gemeinsam mit den Musiker den Schlusspunkt. (Foto: Liane Merkle)

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