Kreis soll „Neue-Odenwald-Kraft“ werden

Kreistagsfraktion zufriedenen mit Halbjahresbilanz

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) Rad- und Wanderwege im Neckar-Odenwald-Kreis entlang an Sonne-, Wind-, Wasser- und Biomassekraftwerken kleiner und großer Art , die jüngst erfolgte Gründung des Landschaftserhaltungsverbandes (LEV), die wesentlich verbesserte Unterbringung der Asylbewerber in Hardheim und das regionale Energiekonzept  – diese Themen standen im Mittelpunkt der jüngsten Fraktionssitzung der Grünen Kreis-Damen. Zu allen Punkten hatte die Fraktion -bis auf das Energiekonzept – erfolgreich Anträge gestellt. Sie zeigte sich bei ihrer Halbjahresbilanz zufrieden mit der Zustimmung innerhalb des Kreistages und mit der Arbeit der Verwaltung.

Fraktionsvorsitzende Simone Heitz:  „Wir erwarten durch den LEV endlich eine Stärkung des Naturschutzes, für die wir uns schon so lange einsetzen.“ Jedoch müsse der LEV als Verein unabhängig bleiben und mit seinerpersonellen Besetzung dürfe keine Schwächung des Personalbestandes der Landkreisverwaltung einhergehen.


Prinzipiell würde die Kreistagsfraktion eine dezentrale Unterbringung der Asylbewerber in verschiedenen Orten vorziehen, erklärte sich jetzt jedoch einverstanden mit der gefundenen Lösung. In Hardheim könnten die Familien und die besonders schutzbedürftigen Personen in Folge des beschlossenen Anbaus demnächst endlich in abgeschlossenen Wohnungen leben. Die Unterbringung der Alleinstehenden entzerre sich. Auch begrüßte die Fraktion die dringend notwendige Renovierung der Unterkunft. „Der Wermutstropfen ist aber der fehlende passable ÖPNV-Anschluss“, ergänzte Kreisrätin Gabi Metzger. Jedoch bedeute die Ansiedlung für das von der Bundeswehrschließung gebeutelte Hardheim eine finanzielle Stärkung. So steht der Gemeinde im kommunalen Finanzausgleich durch das Land pro Kopf jährlich fast 1.000 Euro zu.

Mit Spannung erwartet das grüne Quartett, welche Ergebnisse ihr schon vor Jahren eingereichter Radwege-Antrag bringt. „Wir schlagen damit mehrere Fliegen mit einer Klappe“, erläuterte Kreisrätin  Dorothee Roos. Attraktive Ziele stärken den Rad-Tourismus, der mehr und mehr zu einem gewichtigen Wirtschaftsfaktor werde. Rad- und Wanderwegewege in Kombination mit Erneuerbare-Energien-Anlagen seien noch fast ein Alleinstellungsmerkmal. In Kooperation mit ihrer Dachorganisation DEHOGA könne die hiesige Gastronomie profitieren. Man sei sicher, dass – bei entsprechender Werbung – ein solches Angebot genauso gut angenommen werde wie der Neckarsteig.


Die Rad- und Wanderwege sind Bestandteil des im Jahr 2005 von Christine Denz entwickelten „Regionalen Energiekonzeptes für Klimaschutz, Wertschöpfung und Arbeitsplätze“, an dem sich die energie- und wirtschaftspolitische Arbeit der Fraktion orientiert und das alle Bestandteile der Energiewende im Neckar-Odenwald-Kreis enthält. „Wir alle müssen schneller und mehr tun bei Energieeinsparung, Effizienz und den erneuerbaren Energien und auch wirtschaftlich weitsichtig handeln“, forderte Kreisrätin Denz. Das helfe bei der regionalen Wertschöpfung und innovativen Arbeitsplätzen.

Die regional unterschiedlichen Auswirkungen der Erderwärmung seien in Baden-Württemberg in besonderem Maße abzulesen; so sei die Durchschnittstemperatur  seit 1990 um 0,7 Grad gestiegen, in Baden-Württemberg bereits um 1,1 Grad. Die Bevölkerung im Landkreis ziehe bei der Energiewende mit, neue Strukturen wie z. B. die EAN seien geschaffen worden; alles dieses müsse verstärkt genutzt und ausgebaut werden. Was vorher visionär war, könne Realität werden, nämlich die Umbenennung von NOK in „Neue-Odenwald-Kraft“. 

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