24 Stunden durch den Odenwald gewandert

von Liane Merkle

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Auch Bürgermeister Thomas Ludwig (re.) begrüßte heute früh die Teilnehmer um Herbert Hodel. (Foto: Liane Merkle)

Großeicholzheim. „Was wir in den nächsten 24 Stunden erleben, ist der Drang, über uns hinauszuwachsen, um dabei uns selbst zu finden“, Originalton nicht Konfuzius, sondern Herbert Hodel alias Adventure-Herry nach dem üppigen Frühstück, das Tanja Wolf und ihr Küchenteam gerichtet hatten.

Im Beisein von auch Bürgermeister Thomas Ludwig, Ortsvorsteher Reinhold Rapp, Thomas Kegelmann als 1. Vorsitzenden des SVG sowie der Sponsorenvertreter von Allianz, Intersport MUM, Fit und Fun, Volksbank Mosbach, Distelhäuser Brauerei, Gelita, Spedition Spitzer, AOK Mosbach, Maschinenbau Füwesi und Beulke-Graviertechnik dankte der Organisator des Mega-Events auch den zahlreichen Helfern im Hintergrund um das Logistikteam Torsten Hofmann und Michaela Derfler.


Zum dritten Mal machte sich der Großeicholzheimer Extremsportler zusammen mit seinem Freund Timo Eberle und weiteren 44 „Unbezwingbaren“ mittels einer 24 Stunden-Wanderung auf die „Suche nach Grenzen“. Und ganz sicher haben alle 33 Männer und elf Frauen auf den 105 gewanderten Kilometern und rd. 2.000 Höhenmetern neben tiefen Freundschaften auch ihre Grenzen gefunden. 16 davon fanden sie sogar früher, erlebten aber auch den intensiven Zusammenhalt. Dieser ging gar so weit, dass einer der versierten Wanderer die jüngste Teilnehmerin, die vor Erschöpfung nicht mehr weiter konnte, zeitweise huckepack nahm und die Gruppe tief beeindruckte.

Gabriel Füwesi, Roland Haas, Günther Lamla und Stefan Blankenburg bewältigen die 24-Stunden-Wanderung bereits zum dritten Mal. Doch es war für alle eine spannende Erfahrung, als sie sich am Samstagmorgen nach dem üppigen Frühstück im Sportheim des SVG auf den Weg Richtung Friedenseiche, Heidersbacher See, Limbacher Mühle und dann über die Wanderbahn nach Krumbach, Trienz und schließlich zum Sattelbacher Bahnhof machten, wo die erste von insgesamt sieben Versorgungs- bzw. Raststationen eingerichtet war, und wo die erste von vielen hervorragenden Mahlzeiten des 24 Stunden-Wander-Chefkochs Karl-Heinz Kniehl und des „Fit und Fun“-Teams wartete.

Weiter ging es zur Kohlplatte und dann über die Margarethenschlucht zum Bahnhof Neckargerach und weiter über die Wolfsschlucht hoch zum Katzenbuckel, bevor die Gruppe den wunderschönen Winterhauch Richtung Eberbach und um die Ruine Stolzeneck genoss. Um Mitternacht war es dann so manchem ein wenig mulmig bei der Minneburg, aber das hielt auch einigermaßen wach, bevor Kaffee und Kuchen eine Stunde später in Guttenbach den notwendigen Zucker- und Coffein-Schub brachten. Die letzte Versorgungsstation war dann gegen 4 Uhr am Neckarelzer Messplatz bis der Weg schließlich über die Elztal-Gemeinden und Heidersbach zum Ausgangspunkt und pünktlich nach 24 Stunden ins Großeicholzheimer Sportheim führten.


Einzelne waren so aufgekratzt, dass sie sogar noch ins Ziel joggten, anderen sah man die Erschöpfung und die geschundenen Füße an, doch überdeckt wurde diese Tatsache noch von dem Stolz und der Freude, das „Unglaubliche geschafft zu haben“. Thomas Kegelmann hatte schon beim Start seinen Hut gezogen, vor dem Mut der Teilnehmer. Nun zog er ihn mehrfach vor der Leistung dieser 28 „Unbezwingbaren“, denen er die produktionsfrische Finisher-Medaille überreichen durfte.

Er zog ihn ebenso vor den beiden Führern, die die Strecke mit Umsicht ausgesucht, das Event verantwortungsvoll und mit Weitsicht geplant und dann noch genügend Motivation für ihre Gruppe übrig hatten, als das mentale Tief kam. Lobende Worte fand auch Bürgermeister Ludwig: „Eine ausgeflippte Idee hat sich etabliert und lockt inzwischen nicht nur Menschen aus ganz Deutschland, sondern sogar aus Frankreich und Tschechien an, um die eigenen Grenzen und die landschaftlichen Schönheiten von Odenwald, Bauland und Neckartal kennen zu lernen.“ 

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Die Teilnehmer der 24-Stunden-Wanderung. (Foto: Liane Merkle)

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