Seckach nimmt „neue“ Bahnhofstraße in Angriff

von Liane Merkle

Spatenstich Seckach Bahnhof

Der Spatenstich löst Investitionen von 2,2 Mio. Euro aus. (Foto: Liane Merkle) 

Seckach. Mit Schwung und zielorientiertem Handeln nimmt sich die Gemeinde Seckach weiter „ihrem“ gesamten Bahnhofsgelände an. Mit dem Spatenstich zur Umgestaltung der Bahnhofstraße mit P+R-Plätzen und dem angrenzenden Gewerbegebiet wird sich in nächster Zeit das äußere Erscheinungsbild des Seckacher Eingangsbereiches von Zimmern kommend augenscheinlich verändern. Ziel von Bürgermeister Thomas Ludwig, Gemeinderat und Verantwortlichen in Verwaltung und Planung ist dabei, diesen Bahnhofsbereich optisch enger in das Ortsbild einzubinden und eine harmonische Funktionalität herzustellen.


So konnte Bürgermeister Ludwig im Rahmen des großen Bahnhoffestes am vergangenen Wochenende (NZ berichtete mit Fotogalerie) auch zum Spatenstich für die Umgestaltung der Bahnhofsstraße zahlreiche interessierte Bürger und am künftigen Bau beteiligte Firmenvertreter begrüßen. Ein besonderer Willkommensgruß galt dabei dem Vorsitzenden der Regionalleitung der DB Region Rhein-Neckar Andreas Schilling, Markus Kempf als Vertreter der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg, Orts- und Gemeinderäten, den Vertretern des Büros IFK-Ingenieure aus Mosbach Gerhard Leiblein und Jürgen Glaser und von der Baufirma HF-Bau aus Balsbach Horst und Thomas Flicker.

Fährt man heute mit dem Auto von Zimmern kommend nach Seckach hinein, habe man auf dem ersten Teilstück bis zum Bahnhof nicht unbedingt den Eindruck, dass man sich bereits im Ort selbst befindet, sagte Bürgermeister Thomas Ludwig. „Darüber hinaus gibt das Güterhallenareal in seiner heutigen Präsentation sowie die weiteren verlassenen Bahnliegenschaften eine denkbar schlechte, weil triste Visitenkarte für unsere Gemeinde ab und dies sowohl für die Bevölkerung als auch für die Bahnreisenden“.


Dies soll sich nun ändern in Form einer Infobucht nach dem unteren Kurvenbereich, durch eine ordentliche Anbindung der Straße „Im Brügel“ samt Furt über die Bahnhofstraße mit Neuanlage des Bahnhofsvorplatzes und durch eine Verschmälerung der Bahnhofstraße samt Anlage von Längsparkplätzen. Weiter soll ein talseitig bis zur Industriestraße durchlaufender Gehweg sowohl optisch als auch funktional eine Verbesserung bewirken. Durch den Abbruch der alten Güterhalle entstehen 43 neue P+R-Plätze mit einer Elektro-Tankstelle. Die restliche Freifläche werde zu Gewerbeflächen erschlossen und die beiden Zufahrten zum Güterhallenareal werden umgebaut bzw. verlegt.

Für die gesamte Maßnahme rechnet man mit einem Kostenaufwand in Höhe von über 2,2 Mio. Euro. Nach Abzug einer Förderung aus Stadtsanierung und Gemeindeausgleichsstock verbleibt für die Gemeinde ein zu finanzierender Eigenanteil von 880.000 Euro.


„Der Spatenstich zur Umgestaltung der Bahnhofstraße soll nicht nur der Startschuss für diese Maßnahme sein, sondern auch die Botschaft aussenden, dass die Gemeinde Seckach fest dazu entschlossen ist, dem südlichen Ortseingang von Seckach neues Leben einzuhauchen“, betonte der Bürgermeister. Über die Inhalte der gesamten Baumaßnahme informierte anschließend Jürgen Glaser als Vertreter des Planungs- und Ingenieurbüros IFK-Ingenieure, der auch allen an den bisherigen Planungen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit dankte.

Als weitere Baumaßnahmen nannte er im Untergrund die Neuordnung der Wasserversorgung sowie der Entwässerung. Anlehnend an die Ausführungen von Bürgermeister Thomas Ludwig betonte er: „Die Impulse sind gesetzt, um aus dem Bahnhofsareal wieder eine echte Drehscheibe zu machen – nicht nur für den Verkehr, sondern auch für die Aspekte Wohnen, Arbeiten und Begegnen“. Hierzu passte auch die gesangliche Umrahmung des Spatenstichs durch den örtlichen Gesangverein unter Leitung von Christa Parstorfer.

 

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