Verkaufstheke an der ZGB eingeweiht

Verkaufstheke ZGB eingeweiht

(Foto: LRA)

Buchen. (lra) „Jungfräulich“ war der neue Unterrichts- und Verkaufsraum mit moderner und zweckmäßiger Theke in der Zentralgewerbeschule Buchen nicht mehr. Im Gegenteil: Bei den Prüfungen der letzten Wochen hat die Einrichtung schon gute Dienste geleistet und damit ihre Notwendigkeit mehrfach unter Beweis gestellt. Eine offizielle Einweihung sollte aber dann doch noch erfolgen; immerhin war die komplette Um- und Neugestaltung des Verkaufsraums nach über 30 Jahren – die alte, schon damals gebrauchte Einrichtung war1981 von Herbert Münkel eingebaut worden und war längst nicht mehr zeitgemäß – ein zeitlicher, logistischer und nicht zuletzt auch finanzieller Kraftakt.


Der scheidende Schulleiter Wolfgang Seifert hatte Geld im Haushalt angespart, die Lehrkräfte aus der Abteilung II bzw. der Fachabteilung Nahrung planten, besichtigten moderne Metzgereien und Bäckereien, verhandelten mit Anbietern und organisierten mit den Hausmeistern den Einbau. Den Zuschlag hatte die Firma Schneider Ladenbau, Neckarzimmern bekommen. Nach rund acht Monaten, so Heiko Ihrig, der Leiter der entsprechenden Abteilung, waren die Arbeiten beendet.

Christof Kieser, Leiter der Fachabteilung Nahrung, erläuterte die einzelnen Funktionen der Theke, die dem veränderten Verbraucherverhalten und den Verzehrgewohnheiten Rechnung trägt und neben dem klassischen Warenangebot in Metzgereien und Bäckereien auch alle Möglichkeiten für die Zubereitung und das Angebot von kleinen Gerichten, Salaten oder auch Kaffeespezialitäten bietet. Schülerinnen und Schüler der entsprechenden Ausbildungsberufe können fachpraktische und theoretische Inhalte sehr gut verknüpfen und Berufssituationen erleben und lernen, was hier wichtig ist – von der Warenkalkulation bis zur Preisgestaltung, von der Gestaltung von Werbeträgern bis zur Präsentation der Ware, von der Zubereitung von Gerichten bis zur Beachtung von Hygiene- und Arbeitssicherheitsregeln.

Verkaufsgespräche können per Video aufgenommen und analysiert werden. „Mit dieser großen Bandbreite an Möglichkeiten ist ein kleiner Traum für uns in Erfüllung gegangen“, erklärte Kieser, der die Neugestaltung des Verkaufsraums auch als „wichtigen Schritt in Richtung Sicherung des Schulstandortes“ deutete: „Damit sind wir gerüstet für die Zukunft, in der wir unsere jungen Leute unter anderem durch die Möglichkeit, qualifizierte Ausbildungen zu machen, hier halten wollen.“


Landrat Dr. Achim Brötel knüpfte in seinem Grußwort an: „So einen Premium-Verkaufsraum gibt es weder in Heidelberg noch in Sinsheim oder Mannheim, wo ebenfalls Bäcker bzw. Metzger ausgebildet werden.“ Als Träger des beruflichen Schulwesens, so der Landrat, sei der Landkreis Partner der Betriebe in der dualen Ausbildung: „Diese Aufgabe nehmen wir nicht nur gern wahr, wir nehmen sie auch ernst. Und wir reagieren in immer kürzeren Intervallen auf Veränderungen in der beruflichen Wirklichkeit, um eine wirklich zukunftsorientierte Berufsausbildung zu ermöglichen.“ Dr. Brötel dankte allen Beteiligten für ihr großes Engagement und übergab das Wort an den Obermeister der Bäckerinnung und Kreishandwerksmeister Friedbert Englert. Der appellierte an seine zahlreichen anwesenden Kolleginnen und Kollegen aus dem Bäckerei- und Metzgereihandwerk: „Strengen wir uns in unseren Ausbildungsbetrieben an, dass dieser Unterrichts- und Verkaufsraum von vielen engagierten Schülerinnen und Schülern genutzt wird.“

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