Manko überstrahlt Grimm und Schöllig

von Liane Merkle

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Die Künstlerin Jarmila Manko präsentiert ein ungewöhnliches Lichtobjekt. (Foto: Liane Merkle)

Mudau/Hungen. Mudau ist stolz auf seine Künstler, die seit je her der Odenwaldgemeinde auch ihren ganz besonderen kulturellen Rahmen verliehen haben. Natürlich sind vor allem die Namen Grimm und Schöllig hier ein Begriff. Doch deren Glanz lebt in der Glaskünstlerin Jarmila Manko nicht nur weiter, er wird sogar noch überstrahlt.

Jarmila Manko hat sich zunächst mit ihrer Glaskunst der gehobenen Klasse deutschlandweit einen ausgesprochen guten Namen gemacht hat, bevor sich ihre Kreativität auch in andere Kunstbereiche entwickelte. Als jüngstes Auftragsprojekt konnte sie ein ungewöhnliches Lichtobjekt in einem Gewölbekeller zwischen Herrenhaus und Gebäude 2 des umfangreich sanierten „Hof Graß“ bei Hungen in Oberhessen seiner Bestimmung übergeben.


Das Gelände und die Gebäude wurden von der OVAG erworben und aufwändig restauriert. Als wesentlichen Grund dafür nannte Vorstandsvorsitzender Rainer Schwarz: „Hof Graß ist nicht nur ein Juwel mitten in der Natur, sondern auch ein Füllhorn historischer Ereignisse. Geschichte, die durch zahlreiche archäologische Funde sicht- und greifbar wird“, ein guter Grund, dieses UNESO-Welterbe vielfältig zu nutzen. Sehr wichtig ist das dort eingerichtete Limes-Informationszentrum mit Geschichte zum Anfassen.

Rainer Wengorsch als Bürgermeister der Stadt Hungen erwähnte bei der Eröffnung vor allem die Entwicklung von der römischen Wasserversorgung und –nutzung über die Zeitgeschichte der Oberhessischen Versorgungsbetriebe (OVAG). Und genau auf dieses Thema ging Jarmila Manko mit ihrem Lichtobjekt ein, das einen Raum ziert, der für firmeneigene Veranstaltungen genutzt werden soll. Sie erläuterte „Wo Wasser, da Leben“. Diese schlichte Wahrheit hat sie veranlasst, die Gestaltung des Lichtobjekts ebenso prägnant und schlicht wie zeitlos und mit starker Aussagekraft zu halten.

Der Edelstahlsockel spiegelt gleichermaßen das edle Fundament wie die Fläche des Grundwassers wider. Zwei Edelstahlrohre dienen einerseits als Halterung der gestalteten Glasscheiben und gleichzeitig als symbolische Darstellung der Wasserleitungen von den Förderpumpen. Aus diesen Leitungen fließt das Wasser mit blauem und blauviolettem Licht. Die Glasscheibe mit den stilisierten Grashalmen ist auf der Vorderseite mit Glasfarben bemalt, auf der Rückseite tief sandgestrahlt. „Die vertikale Gestaltung symbolisiert das Wachstum, das Keimen der Wiesen.“ Und die dargestellte Naturverbundenheit nimmt auch der Auftraggeber in seiner Region für sich in Anspruch.


Wer sich für weitere Informationen und/oder kreative Gespräche interessiert, ist herzlich eingeladen, am kommenden Sonntag, 05. August – wie an jedem ersten Sonntag im Monat – in das Mudauer Atelier der Künstlerin in der Industriestraße zu kommen. Von 11 bis 16 Uhr bietet die ebenso gastfreundliche wie vielseitige Künstlerin in ihrer Begegnungsstätte wieder die Plattform für besondere Begegnungen, um über ihre nationalen und internationalen Arbeiten zu informieren oder Workshops anzuregen und vor allem um kreative Menschen zusammen zu bringen.

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Beleuchtet kommt das Objekt erst richtig zur Geltung. (Foto: Liane Merkle)

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