Für „Berufsbild Elektromobilität“ in der Region

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm)  Das Reden über Elektromobilität ist „in“, und sie stellt gewiss eine Riesen- Chance für Innovationen im Verkehrswesen und für Strategien zur Begrenzung der Erderwärmung dar. Der Verkehrssektor schlägt bei den CO2-Emissionen mit knapp 20% zu Buche. Aber wie sieht es mit den Voraussetzungen in der gängigen Praxis aus? Derzeit gibt es kein Berufsbild „Elektromobilität“. Mechatronikern fehlt elektronisches und elektrotechnisches Wissen, Elektrikern fehlen spezielle Kenntnisse im Fahrzeugbau und in der Mechanik.

Um dieses zumindest im Landkreis und in der Region zu ändern, hat die Grüne Kreistagsfraktion um ihre Vorsitzende  Simone Heitz die Aus- und Weiterbildung fest im Blick und einen Antrag an die Landkreisverwaltung gestellt, überschrieben mit: „Elektromobilität – Wirtschaftsstandort Neckar-Odenwald stärken“. Es soll zusammen mit der Kreishandwerkerschaft ein Ausbildungszweig „Elektromobilität“ angeboten werden; dieses so weit wie möglich in den Berufsschulen und ebenso über die Duale Hochschule.

Darüber hinausgehend soll die Wirtschaftsförderung des Landkreises übergreifend das Potential für den absehbaren Wachstumsmarkt ermitteln und Strategien für die Förderung und Umsetzung entwickeln. Dazu passe hervorragend das kürzlich in Mannheim vorgestellte Energiekonzept der Metropolregion Rhein-Neckar, so die energiepolitische Fachfrau Christine Denz. Laut dem Leitbild wolle die Metropolregion unter anderem innovative Konzepte zum Mobilitätsmanagement unterstützen ebenso wie das Cluster „Elektromobilität Süd-West“ mit einem Standbein in Mannheim, das üppig mit Landes- und Bundesmitteln ausgestattet sei.




Die grün-rote Landesregierung wolle Baden-Württemberg als Leitmarkt für E-Mobilität etablieren und nachhaltige Mobilität auf zwei, vier und vielen Rädern konsequent umsetzen. Die Chancen, mit dabei zu sein, solle der Landkreis ergreifen. Der ländliche Raum habe andere Mobilitätserfordernisse als die Ballungsräume und müsse eigene Konzepte einbringen und umsetzen. „Wir können damit als innovativer Landkreis gerade für junge Familien attraktiv sein“, fügte Dorothee Roos hinzu

Vorbereitend führte das Damen-Quartett ein sommerliches Fachgespräch bei der Firma Elektro-Hübner in Seckach, begleitet von MdL Andreas Schwarz, dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und Vorsitzenden des Arbeitskreises Verkehr und Infrastruktur im Landtag. Mit Gabi Metzger waren sich alle einig, dass Elektromobilität ökologisch nur mit regenerativ erzeugtem Strom Sinn mache. Der NOK sei seit langem Spitzenreiter bei den Erneuerbaren. Dies bedeute gleichzeitig dezentrale Verfügbarkeit; damit hätten viele Haushalte einen direkten Zugang, ideal für die Elektromobilität, da die Auto- und Elektroroller-Batterie auch als Speicher dienen könne.

Aufgrund der zu beobachtenden  Fortschritte bei der Speichertechnologie sei in den kommenden Jahren dann mit bezahlbaren Batterien zu rechnen. Notwendig außer den privaten „Ich-fahre-mit-meinem-Dachstrom“-Projekten seien auch neue vernetzte Strukturen zum Auftanken nötig wie z. B. mietbare Solar-Carports an Park&Ride-Plätzen oder Tankstellen zum Batterie-Auswechseln. 

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: