Freiwilligentag: Eine ganze Region packt an

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Freiwillige in der Kita in Katzental. (Foto: MRN)

Metropolregion. (pm) „wir schaffen was“ – das Motto des Freiwilligentages haben heute wieder mehrere tausend Menschen wörtlich genommen und in knapp 260 Projekten in der ganzen Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) tatkräftig mit angepackt. Zwischen Wörth im Süden und Groß-Rohrheim im Norden sowie Birkenhördt im Westen und Schefflenz im Osten gingen nach ersten Schätzungen etwa 5.800 Helfer ans Werk, um in gemeinsamen Aktionen lang gehegte Herzenswünsche von gemeinnützigen Einrichtungen zu erfüllen. In über 50 Städten und Gemeinden erhielten zum Beispiel Kindergärten einen neuen Anstrich, wurden Schulhöfe begrünt, Streuobstwiesen und Naturschutzgebiete gepflegt, Parks von Unkraut befreit, Benefiz-Flohmärkte veranstaltet, Ausflüge mit Behinderten unternommen oder Vorlesenachmittage in Seniorenheimen veranstaltet.

„Gemeinsam Gutes tun – das ist die Idee des Freiwilligentages. Bemerkenswert und großartig finde ich, mit wie viel Elan und Freude die vielen Helfer ans Werk gegangen sind. Und ich hoffe sehr, dass gerade die Ehrenamts-Neulinge Lust bekommen haben, auch über diesen Tag hinaus dauerhaft mit anzupacken“, so Albrecht Horn-bach, Vorstandsvorsitzender des Vereins Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar (ZMRN) und der Hornbach Holding AG.

Helferstärkstes Projekt in Ludwigshafen

Den offiziellen Startschuss für die regionale Ehrenamtsaktion gab Hornbach am Morgen gemeinsam mit den beiden ZMRN-Vorstandsmitgliedern Dr. Eva Lohse (Oberbürgermeisterin der Stadt Ludwigshafen am Rhein) und Margret Suckale (Vorstandsmitglied der BASF SE) an der Berufsbildenden Schule Technik 1 in Ludwigshafen. Beim helferstärksten Projekt des Tages gingen fast 500 Freiwillige ans Werk, darunter allein 130 Auszubildende der BASF. In einem gemeinsamen Kraftakt wurden etwa die sanitären Anlagen des Bildungszentrums auf Vordermann gebracht und die Akustik in den Unterrichtsräumen und Sporthallen verbessert. „Jeder kann mitmachen und damit zum guten Miteinander in der Metropolregion Rhein-Neckar beitragen. Ich bin begeistert, was auf die Beine ge-stellt werden kann, wenn alle mit anpacken. Mein Dank gilt den vielen Helfern am heutigen Tag, aber auch denjenigen, die sich das ganze Jahr über engagieren und die vielen Projekte ins Leben gerufen haben“, so Suckale.

Über 5.300 Anmeldungen im Vorfeld

Bis Freitagabend hatten sich über www.wir-schaffen-was.de sowie direkt bei den Projektanbietern mehr als 5.300 Helfer für den Freiwil-ligentag angemeldet. Die endgültige Teilnehmerzahl wird in den kommenden Tagen feststehen, wenn alle Projektanbieter Rückmeldung gegeben haben. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt bestätigt sich die Erfahrung aus den Jahren 2008 und 2010, als sich viele Menschen auch ganz spontan dazu entschlossen hatten, im blauen „wir schaffen was“-T-Shirt tatkräftig mit anzupacken.




Für jeden etwas dabei

Beste Gelegenheit dazu boten knapp 260 Projekte. Größter Beliebtheit erfreuten sich bei der dritten Auflage des Freiwilligentages wie-der Streichaktionen. Der Pinsel wurde beispielsweise im Vogelpark Lampertheim, in der AWOlino Kindertagesstätte Worms oder in der Neustadter Kinderkrippe „Rasselbande“ geschwungen, wo das Team auf die Hilfe von IHK-Präsident Dr. Gerhard Vogel zählen konnte. Handwerkliches Geschick war etwa beim Bau eines Grill-platzes an der Gräfenauschule in Ludwigshafen gefragt. Dort legte sich ein Team der IHK Pfalz um Präsident Willi Kuhn mächtig ins Zeug. Mit großem Gerät und vielen Helfern ging der Jugendrat Bürstadt bei der Gestaltung des neuen „Dirt Parks“ ans Werk. Engagement für die Natur zeigte eine Gruppe von Helfern zum Beispiel in Landau, wo eine Streuobstwiese und das dort beheimatete Insektenhotel gepflegt wurden. Bei gleich mehreren Projekten mit von der Partie war wieder der Verein „Anpfiff ins Leben“, etwa in Viernheim, wo ein Bahnwaggon zu einem Treffpunkt für Jugendliche umgestaltet wurde. In Mannheim verlegte eine Helferin ihre Geburtstagsfeier auf das Museumsschiff und wienerte gemeinsam mit den Festgästen den Maschinenraum. Der Schwarzwaldverein Heidelberg nahm sich mit Hacke und Schaufel des „Unteren Guckkastenwegs“ an. Die Flure des Ludwigshafener Südwest-Stadions erstrahlen unter anderem durch den Einsatz des Organisationskomitees des Internationalen Deutschen Turnfests in neuem Glanz. Das Team zeigte sich beeindruckt vom Engagement der vielen motivierten Helfer und würde sich freuen, beim Turnfest vom 18. bis 25. Mai 2013 ebenso tatkräftig von Freiwilligen unterstützt zu werden.

Wieder viele Unternehmensteams mit dabei

Neben Einzelpersonen, Familien und Freundeskreisen waren auch diesmal wieder zahlreiche Firmenteams beim Freiwilligentag mit am Start. Mitarbeiter des Software-Konzerns SAP engagierten sich zum Beispiel in acht Projekten. Im Tierpark Walldorf oder beim Drogen-verein Mannheim stellten sie ihre handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis. Die SAP-Sinfoniker musizierten im Seniorenzentrum Pfaffengrund in Heidelberg. Ebenfalls in Heidelberg profitierte das naturwissenschaftliche Bildungszentrum ExploHeidelberg vom Fach-wissen der IT-Experten, die die Entwicklung der neuen Internetprä-senz übernahmen. Mit von der Partie beim Freiwilligentag waren unter anderen auch Mitarbeiter der Bombardier Transportation GmbH, Dr. Hass Mediengruppe, Fuchs Petrolub, Heidelberger Druckmaschinen, HeidelbergCement, Hornbach, Oelenheinz und Frey, Klinikum Ludwigshafen, Realtech, Rheinpfalz, Sparkasse Heidelberg oder Sparkasse Rhein-Neckar-Nord.

Bürgerpreis wirft Schatten voraus

Der Freiwilligentag war die erste von zwei Aktionen, mit denen sich die MRN an der bundesweiten Woche des bürgerschaftlichen Engagements beteiligt. Den festlichen Abschluss bildet am 25. September die Verleihung des mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Bürgerpreises im Mannheimer Rosengarten. Dort wird dann auch eine Ausstellung mit Fotos vom Freiwilligentag zu sehen sein.

Zum Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar

Der Freiwilligentag ist neben der Ausschreibung und Verleihung des Bürgerpreises die zweite Aktion, mit der sich die Metropolregion Rhein-Neckar an der bundesweiten Woche des bürgerschaftlichen Engagements beteiligt. Beide Aktionen haben zum Ziel, das bürgerschaftliche Engagement in der Region zu stärken. Bei den Freiwilligentagen 2008 und 2010 engagierten sich insgesamt über 11.000 Menschen in etwa 500 Projekten.

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