CDA Mosbach besorgt über Wochenendarbeit

Jeder vierte arbeitet samstags, jeder achte sonntags:

Mosbach. (pm) Die CDA im Kreis Mosbach macht sich Sorgen über die wachsende Flexibilisierung in der Arbeitswelt. „Laut neuer Zahlen des Statistischen Bundesamts nimmt die Wochenendarbeit ebenso zu wie die Arbeitszeit generell. Jeder vierte arbeitet samstags, jeder achte sonntags. Die Politik muss mehr tun, um die Beschäftigten vor Überlastung zu schützen“, findet der Vorsitzende Trudpert Kammerer.

Nach dem Bericht „Qualität der Arbeit 2012“ arbeitete 2011 jeder zehnte Beschäftigte nachts, jeder vierte am Abend. 24 Prozent waren am Samstag beruflich tätig, 13 Prozent sogar sonntags. Deshalb fordert die CDA einen besseren Schutz des arbeitsfreien Sonntags: „Das ist der Tag der Ruhe, des Gottesdienstes und der Familie. Er darf nicht zum Werktag werden“, meint Trudpert Kammerer Kritisch sieht die CDA die Debatten um längere Ladenöffnungszeiten und verkaufsoffene Sonn- und Feiertage: „Menschen brauchen Zeit für Erholung. Das gilt auch für Verkäuferinnen und Verkäufer“.




Nach Angaben des Statistischen Bundesamts nimmt die Anzahl derjenigen zu, die „überlang“ arbeiten. Während in Deutschland vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer 2011 im Schnitt 40,7 Wochenstunden leisteten, gaben 7,5 Prozent von ihnen an, gewöhnlich länger als 48 Stunden pro Woche zu arbeiten. Bei Selbständigen waren es sogar fast 70 Prozent. „Für beide Gruppen gilt: Es ist gut, fleißig zu sein, aber schlecht, Raubbau an der Gesundheit zu treiben“, so Trudpert Kammerer.

Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) ist der Sozialflügel der CDU. Ihre Mitglieder kümmern sich vor allem um sozialpolitische Themen wie Arbeitsmarktpolitik und soziale Sicherung.

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