Gedankenaustausch zur Gemeindeentwicklung

von Liane Merkle

Seckach. „Eine Partnerschaft, die mit Leben erfüllt ist und auf einem großen Gemeinschaftsgeist basiert“. So die Kernaussage von Reichenbachs Bürgermeister Andreas Böer und Thomas Ludwig aus Seckach anlässlich der 25. offiziellen Begegnung (wir berichteten) in Seckach.

Im Rahmen eines informativen Rahmenprogramms mit der Pflege von Freundschaften traf man sich auch im großen Sitzungssaal des Seckacher Rathauses zu einem Informations- und Gedankenaustausch über die Gemeindeentwicklung unter dem Thema „Aktuelles aus Seckach“. Dabei zeigten sich zahlreiche deckungsgleiche Themen beider Gemeinden aufgrund der ländlichen Struktur und der erst kürzlich erfolgten Hochwasserkatastrophe in Reichenbach/Oberlausitz.

Bürgermeister Thomas Ludwig betonte in seinem Vortrag, dass im Zeitraum von 2001 (4.424) bis 2011 (4.283) die Einwohnerzahl von Seckach um 3,19 Prozent zurückgegangen sei. Weiter resümierte er die Stadtsanierung „Ortsmitte Seckach II“, die Umgestaltung des gesamten Bahnhofgeländes und natürlich die Neuordnung der Wasserversorgung in der Gesamtgemeinde. Da beide Partnergemeinden mit Hochwasserproblemen behaftet waren und sind, wurde auch auf die Überarbeitung der Schutzkonzeption wegen höherer Bemessungsniederschläge eingegangen, die man in Seckach in den Jahren 2007 bis 2010 realisiert hat.




Weitere Themen waren der Ausbau der Breitbandversorgung, das Feuerwehrwesen mit immensen Investitionen über die Jahre hinweg und die Herausforderungen im Bereich der Kinderbetreuung, sowie die Veränderungen in der allgemeinen Schullandschaft. Auf reges Interesse stieß die Vorstellung der Aktivitäten der Lokalen Agenda im Rahmen ehrenamtlichem Engagement, die Hallenbadkonzeption und vor allem das geplante Nahwärmekonzept im Ortsteil Großeicholzheim mit Biogasanlage, Blockheizkraftwerk und der Gründung der damit verbundenen Genossenschaft.

Ehe man sich zum gemütlichen Abschluss in der Tenne des Großeicholzheimer Wasserschlosses traf, wurde ein ökumenischer Gottesdienst in der evangelischen Kirche St. Laurentius mit Pfarrer Ingolf Stromberger und Diakon Josef Depta gefeiert.

Bezugnehmend auf die Städtepartnerschaft wurde die Predigt unter den Paulus-Leitspruch gestellt: ,,Lasst uns nicht nur im Geist leben, sondern lasst uns im Geist wandeln“. Eine Partnerschaft habe ihren Wert nicht dadurch, dass sie auf dem Papier steht oder regelmäßig Jubiläen gefeiert werden, sondern darin, dass sie gelebt wird. Die nächste Eurokommunale findet 2013 in Reichenbach zusammen mit der dortigen 775-Jahr-Feier statt.

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