Gleichstellungsbeauftragte soll gestärkt werden

Parteiübergreifender Antrag für eine ganze Stelle und öffentliche Behandlung

Mosbach. (dz) Alle neun im Kreistag vertretenen Frauen haben sich jetzt zusammengetan und über Parteigrenzen hinweg und um der Sache willen einen Antrag im Kreistag eingebracht. Damit wollen die Vertreterinnen von CDU, Freien Wählern, Grünen und der SPD die neu zu besetzende Position des/der Gleichstellungsbeauftragten stärken.

Trotz der durch das Grundgesetz garantierten Gleichberechtigung, zeigen sich auch noch im Jahr 2012 Strukturen und Vorurteile auf, die Frauen benachteiligen – dies verstärkt durch die Schuldenkrise. Trotz gleicher Qualifikation werden sie im Durchschnitt um fast 20 Prozent schlechter bezahlt als ihre männlichen Kollegen. Im politischen und öffentlichen Leben sind sie trotz ihres Einsatzes für die Allgemeinheit unterrepräsentiert. Dürftige knapp 20 Prozent beträgt der weibliche Anteil im Kreistag des Neckar-Odenwald-Kreises. Trotz der unermüdlichen und erfolgreichen Arbeit der bisherigen Gleichstellungsbeauftragten Adelheid Knoll gibt es auch hier noch sehr viel zu tun.




Wegen der Fülle der anstehenden Aufgaben fordern die Kreisrätinnen, dass die bisherige halbe Stelle auf eine ganze aufgestockt wird. Wie bisher auch sollen sich die Aktivitäten und Projekte auf das „Innenleben“ des Landratsamtes richten, aber gleich wichtig ist die Öffentlichkeit als Zielgruppe im Landkreis. Deswegen möchten die neun Volksvertreterinnen an dem Text der Stellenausschreibung beteiligt werden, damit sie von Beginn an ihre Vorstellungen einbringen können; ebenso soll die Position in den gängigen Presseorganen ausgeschrieben werden, und die Bewerber/in soll in öffentlicher Sitzung gewählt werden.

Die Forderung nach frühzeitiger Einbindung der Kreisrätinnen wurde bereits in der öffentlichen Kreistagssitzung am 18. 7. 2012 vorgetragen. Der Antrag „Neubesetzung der Stelle der Gleichstellungsbeauftragten im Neckar-Odenwald-Kreis“ ist im Einzelnen auf den Webseiten einiger Fraktionen nachzulesen. Unterschrieben haben ihn Dr. Gabriele Berger-Seeliger, Christine Denz, Annemarie Frey, Eva-Maria Grimm, Simone Heitz, Heide Lochmann, Gabi Metzger, Dorothee Roos, Dr. Dorothee Schlegel.

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