Solidarität für Schlecker-Frauen gefragt

MdL Charlotte Schneidewind-Hartnagel spendet für Schlecker-Frauen

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Das Bild zeigt Charlotte Schneidewind-Hartnagel MdL bei der Schlecker-Demonstration im Mai diesen Jahres. (Foto: pm)

(pm) Mehr als 25.000 Frauen haben durch die größte Insolvenz in der deutschen Geschichte ihren Arbeitsplatz verloren. Alle Verhandlungen, Kündigungsschutzklagen und Vermittlungsversuche sind ins Leere gelaufen. Der Weg in die Arbeitslosigkeit war für die meisten Frauen unvermeidlich. Es gibt nur selten neue Arbeitsplätze für die Verliererinnen der Insolvenz und Umschulungen werden nur wenig vergeben. „Es ist schnelle und unbürokratische Hilfe gefragt, denn in der Regel trifft es Frauen, die bisher einen notwendigen Teil des Familieneinkommens beigesteuert haben oder als Alleinerziehende nun ohne Einkünfte dastehen“, so Schneidewind-Hartnagel. 

Die grüne Abgeordnete spendet daher ihre Diätenerhöhung an den Solidaritätsfond für die Schlecker-Frauen. In Anbetracht der Haushaltslage, so MdL Charlotte Schneidewind-Hartnagel (Bündnis 90/Grüne), hätten die Abgeordneten auch eine Nullrunde verkraftet, bemerkt die sie. Nun verbindet die Frauenpolitikerin aus Eberbach mit ihrer Spende die Hoffnung, dass es ihr viele gleichtun.




Die Gewerkschaft ver.di hat in Zusammenarbeit mit der Paul-Schobel-Caritas-Stiftung „Arbeit und Solidarität“ den bundesweiten Stiftungsfonds „Schlecker-Frauen“ eingerichtet und greift mit den eingehenden Geldern in Not geratenen betroffenen Mitarbeiterinnen unter die Arme. Durch den Einsatz der Gewerkschaft konnte erreicht werden, dass diese Einmalzahlung nicht auf den Hartz IV-Satz angerechnet wird.

Jede in Not geratene Schlecker-Mitarbeiterin kann sich an den Stiftungsfonds wenden. Dort werden ihre Anfragen von einem Vergabegremium beschieden. 

Weitere Spenden an: Paul-Schobel-Caritas-Stiftung „Arbeit und Solidarität“
Kennwort „Schlecker-Frauen“.
Spendenkonto 6402003
BLZ 750 903 00 bei der Liga Bank

Infos im Internet
www.caritasstiftung-dicvrs.de/projekt01/de/stiftungen/armut/stiftung_arbeit_und_solidaritaet/index.html

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3 Kommentare

  1. wir brauchen keine almosen oder sonderhilfen für ehemalige schleckermitarbeiter, sondern eine menschenwürdige versorgung aller arbeitsloser. diese herausstellung einzelner ist ein fehler.

  2. Das ist ja nun doch ein wahres Politikergeheuchel. Hätte man die Transfergesellschaft gegründet, wären die Frauen nicht auf Almosen angewiesen. Daß die FDP nicht mit machen wollte, hätte eine rotgrüne Regierung nicht hindern dürfen.

    Stefan Stecel

    • Eine Transfergesellschaft macht nichts anderes als die Arbeitsämter. Sind diese zu schlecht? Dann müssen sie verbessert werden, damit alle Arbeitslosen profitieren. Sind sie nicht zu schlecht? Dann braucht es keine Extrawurst namens Transfergesellschaft.

      Außerdem kann eine solche nicht effektiv arbeiten, wenn wie hier die Betroffenen über ganz Deutschland verteilt sind. Sie hätte nicht mehr bedeutet, als eine verlängerte bessere finanzielle Versorgung. Die bekommen aber andere Entlassene auch nicht.

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