LKW-Verbot für Neckartalradweg gefordert

Haßmersheim. Im Rahmen einer Verkehrsschau vor wenigen Tagen wurde wieder einmal über das Thema Verkehrssicherheit für die Radfahrer auf dem Neckartal-Radweg diskutiert. Nachdem die baden-württembergische Landesregierung durch die Staatssekretärin im Verkehrsministerium MdL Gisela Splett vor kurzem über MdL Peter Hauk mitteilte, dass aufgrund der Kosten ein Beginn des Ausbau des Neckartalradweges zwischen Neckarmühlbach und Haßmersheim nicht absehbar sei, ist die Situation für die Zukunft aus Sicht der Gemeinde Haßmersheim nicht akzeptabel.

Bürgermeister Marcus Dietrich forderte daher die Vertreter des Neckar-Odenwald-Kreises als Straßenverkehrsbehörde und die Vertreter des Straßenbauamtes als Eigentümer der Landesstraße auf, ab kommenden Jahr für die Fahrradsaison ein komplettes LKW-Fahrverbot zwischen Haßmersheim und Neckarmühlbach anzuordnen. „Wenn das Land in absehbarer Zeit, den Radweg nicht bauen will, obwohl die Gemeinde Haßmersheim dafür finanziell in Vorleistung getreten ist, dann kann nur eine solche Maßnahme den dauerhaften Schutz der Radtouristen auf dem Neckartalradweg sichern“, betonte Marcus Dietrich auch vor dem Haßmersheimer Gemeinderat.




Gerade der immer häufiger werdende Schwerlastverkehr, der als Durchgangsverkehr diese Strecke nutzt und nicht aus Haßmersheim kommt oder die Gemeinde zum Ziel hat, macht diesen Streckenabschnitt zum gefährlichsten Teil des Neckartalradweges. Bürgermeister Marcus Dietrich wies dabei darauf hin, dass es bei dieser Maßnahme nicht um egoistische Interessen der Gemeinde geht, sondern um den Schutz der touristischen Radfahrer, die den Neckartalradweg befahren.

Zwar beträgt der Anteil des Schwerlastverkehrs nach Aussage des Ministeriums nur 4 Prozent, aber dies sind immerhin 125 schwere LKW pro Tag. Gleichzeitig fahren pro Jahr ca. 25.000 – 30.000 Touristen die Strecke entlang der Landestraße 588. Da die Straße teilweise nur 6 Meter breit ist, ergibt sich damit ein großes Risiko für die Radfahrer. „Wenn sich das Land als Gastgeber für Touristen aus ganz Deutschland und mittlerweile auch aus dem Ausland betrachtet“, so Bürgermeister Marcus Dietrich, „dann sollte das Land auch für die Sicherheit seiner Gäste sorgen.“



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Der Anteil der Haßmersheimer Einwohner, die diese Strecke befahren, ist äußerst gering. Fast 100 Prozent aller Radfahrer auf dieser Strecke sind Touristen und überörtlichen Radfahrer. Da der Bau des Radweges nun in absehbarer Zeit nicht fortgesetzt wird, ist der Ausschluss des Lkw-Verkehrs kurzfristig die einzige Maßnahme, die zur Sicherheit der Radfahrer beiträgt, auch wenn dies zur Verdrängung des LKW-Verkehrs auf die umliegenden Bundes- und Landesstraßen führt.

Nach der negativen Entscheidung der Landesregierung sind nun der Neckar-Odenwald-Kreis und die Straßenbauverwaltung gefordert, eine positive Entscheidung zur Sicherheit der Radfahrer zu treffen. Ein saisonales LKW-Verbot ist daher unumgänglich.

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