Polizei verhaftet „Automarder“

Neckarsulm/Bad Friedrichshall. Eine Serie von Autoaufbrüchen im nördlichen Landkreis Heilbronn scheint zumindest teilweise vor der Aufklärung zu stehen. Ein 30-Jähriger wurde festgenommen und inzwischen bereits dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ auf Antrag der Heilbronner Staatsanwaltschaft Haftbefehl. Der in Bad Friedrichshall wohnhafte Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Rund 100 PKW-Aufbrüche wurden vor allem im Bereich Neckarsulm und Bad Friedrichshall seit April bei der Polizei angezeigt. Aufgrund derselben oder ähnlichen Vorgehensweise wurde bald davon ausgegangen, dass es sich bei den meisten Taten um den oder die gleichen Täter handeln könnte. Den mit der Aufklärung der Serie beauftragten Beamten der Ermittlungsgruppe Eigentum der Kriminalpolizei Heilbronn und des Polizeipostens Bad Friedrichshall fiel auf, dass ein bestimmter junger Mann mehrfach in Tatortnähe von Fahndungsstreifen kontrolliert worden war und hierbei Auffälligkeiten festgestellt wurden.




Im Zuge der weiteren Ermittlungen verdichtete sich der Tatverdacht gegen ihn. Bei einer Wohnungsdurchsuchung fanden die Ermittler umfangreiche Beweismittel. Kurz nach seiner Festnahme gab der Tatverdächtige zu, etwa „20 bis 30 PKW“ aufgebrochen zu haben. Die Ermittler schließen allerdings aufgrund der gleichen Vorgehensweise nicht aus, dass er für mindestens die doppelte Anzahl an Fällen in Frage kommen könnte.

Die betroffenen Fahrzeuge waren aufgebrochen worden, aus dem Innern wurden in der Regel Handtaschen und Geldbörsen entwendet. In einigen Fällen, so der dringende Verdacht, hat der Festgenommene mit den in den Geldbeuteln befindlichen EC-Karten Geld abgehoben.

Der 30-jährige „Automarder“ ist einschlägig polizeibekannt. Im Jahr 2011 wurde er bereits zu einer Freiheitsstrafe verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Derzeit gehen die Staatsanwaltschaft und die Polizei davon aus, dass er die Taten allein begangen hat.

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