„Junior Program“ zum gemeinsam Lernen

Deutsche und internationale Studierende an der DHBW Mosbach

500 Incomings Schwungrad

Am Schwungrad der DHBW Mosbach kommen alle Incomings und ihre Buddys zusammen.   (Foto: pm)

Mosbach. (pm) Spitzenreiter beim aktuellen Junior Program of Business Administration der DHBW Mosbach in diesem Herbst sind die Exchange Students aus Singapur. Zehn der insgesamt 28 ausländischen Gäste studieren an der Nanyang Polytechnic Universität Singapur. Fünf kommen von der Oregon State University in den USA, weitere fünf Studierende stammen aus Frankreich, je zwei aus der Slowakei und Süd-Korea, jeweils einer aus Russland, Mexiko, Kolumbien und Finnland. Bis Mitte Dezember werden sie an der DHBW Mosbach ihre betriebswirtschaftlichen Studien vertiefen und vor allem den kulturellen Austausch pflegen.

Unterstützt werden sie dabei von ihren deutschen Buddys, die ebenfalls am Junior Program teilnehmen und sich ihrerseits mit den internationalen Anforderungen der Wirtschaftsunternehmen vertraut machen. Gerade die Weltmarktführer und international agierenden kleinen und mittelständischen Unternehmen in Baden-Württemberg brauchen Fachkräfte, die gerne unterwegs sind und sich auf dem internationalen Parkett sicher bewegen können.  Dr. Thomas D. Queisser vom Akademischen Auslandsamt am Campus Mosbach, ist begeistert: „Als Studiengangsleiter finde ich es höchst beeindruckend, dass sich 42 Studierende aus unterschiedlichen Kulturen treffen, um als gutes Team – und das bereits nach wenigen Wochen – zusammen zu arbeiten.“




Paul Davis aus Reading nahe London lehrt als Gastdozent an der DHBW Mosbach und ist ebenfalls positiv überrascht, wie gut sich diese „super Klasse“ zusammen gefunden hat.  Als Unternehmer in Großbritannien setzt er in seiner Vorlesung genau die Akzente, „die im  Business wichtig“ sind: „Die soft und hard skills stehen in einer engen Beziehung zueinander. Das theoretische Know-how ist natürlich selbstverständlich, aber im internationalen Business muss man praktisch immer flexibel sein und auf seine Geschäftspartner eingehen können. Dafür ist es zumindest vorteilhaft, die Besonderheiten und Umgangsformen anderer Kulturen unbedingt zu kennen“, sagt er.

Welche Unterschiede die Studierenden in Deutschland und woanders auf der Welt wahrnehmen, haben die Studierenden auf Flipcharts gesammelt: So sind in Deutschland die Geschäfte sonntags geschlossen, und wenn sie geöffnet sind, wird dort noch oft mit Bargeld bezahlt. Hunde dürfen (fast) überall hin mitgenommen werden. Deutsche essen mit Besteck, warten am Fußgängerüberweg auf grün, und, das ist offensichtlich besonders significant: Deutsche sind pünktlich, „Time is everything“.

Dank des Junior Programs an der DHBW Mosbach muss man für dieses Aufeinandertreffen der Kulturen zunächst  nicht unbedingt ins Ausland gehen. Die deutschen Teilnehmer des Programms studieren im 3. oder 4. Semester in den BWL-Studiengängen Handel oder Industrie weiterhin am Campus Mosbach zusammen mit den Incomings der Partnerhochschulen der DHBW Mosbach. Weltweit mit Partnerhochschulen vernetzt, werden regelmäßig im Frühjahr und Herbst  exchange students empfangen. Die Vorlesungen finden komplett in englischer Sprache statt. Mit Rat und Hilfe bei Verständigungsschwierigkeiten und Alltagsproblemen, etwa notwendigen Arztbesuchen, stehen sie als Buddys den „Neuen“ zur Seite und sind so nicht nur in Business English, sondern auch im alltäglichen Small Talk gefordert.  

Noch sind die Incomings etwas schüchtern, wenn sie auf Deutsch angesprochen werden. Sie lächeln freundlich und  auch ein bisschen hilflos, sagen lieber „Ja“ als „Nein“ und merken, wie schwierig es ist, sich in einer fremden Sprache zu unterhalten. In der Mensa sitzen sie noch gerne zusammen am großen Tisch. Gegessen wird das, was der Buddy auch nimmt. Erst ‘mal probieren…

Binnen drei Monaten sieht das ganz anders aus: Sie werden reden wie ein Wasserfall und längst ein bisschen deutsche Kultur angenommen haben. Partys, Essen, gemeinsame Action stehen schnell hoch im Kurs. Das wird auch von der DHBW Mosbach gefördert. Begonnen hat die Begrüßungswoche  mit einem Cross Cultural Training, in dem jeder seine Heimat vorstellen konnte, einer Stadtführung und natürlich der offiziellen Begrüßung durch den Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Mosbach, Michael Jann. Ein Besuch im Klettergarten klappte auch schon ohne Worte und stärkte das Vertrauen zueinander, weitere Exkursionen werden folgen. Highlight wird diesmal eine Fahrt nach Hamburg sein. Informationen zum Junior Program finden sie hier: http://www.dhbw-mosbach.de/studienangebote/junior-program.html

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