Reservisten besuchten Bundeshauptstadt

Berlin-Seminar mit internationaler Beteiligung – Gäste aus Frankreich und Slowenien

500 Reservisten besuchten die Bundeshauptstadt

Einblicke in die Hintergründe und aktuellen Tagesthemen der Sicherheitspolitik konnten die Teilnehmer des diesjährigen Berlin-Seminars erleben. Unter der Regie von OTL d.R. Gerd Teßmer war eine breite Palette von Historie, Politik und Verteidigungskonzeptioin geboten. Ein besonderer Höhepunkt war dabei der Empfasng im Bundesministerium der Verteidigung bei Staatssekretär Thomas Kossendey (Foto: pm).

Neckar-Odenwald-Kreis/Berlin. (rt) Zu einem sicherheitspolitischen Seminar mit internationaler Beteiligung weilten die Reservisten der Kreisgruppe Rhein-Neckar-Odenwald für eine Woche in Berlin. Vorbereitet und geleitet hatte das Seminar Oberstleutnant d.R. Gerd Teßmer. Von den französische Reservisten aus Haguenau, zu denen seit 12 Jahre Jahren Verbindungen bestehen, nahmen ebenso Kameraden teil wie aus dem slowenischen Krsko, zu denen die RK Obrigheim seit über zehn Jahren enge  Kontakte pflegen. Untergebracht war die Kreisgruppe in der Julius-Leber-Kaserne.




Gemäß den Richtlinien für sicherheitspolitische Seminare war das Tagungsprogramm in einen verteidigungspolitischen, einen historischen und einen parlamentarischen Teil aufgeteilt und auch die besonderen Sehenswürdigkeiten von Berlin und Potsdam kamen nicht zu kurz. Im Bundesministerium der Verteidigung hatte sich Staatssekretär Thomas Kossendey als Gesprächspartner zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus befassten sich zwei Workshops mit der Reservistenkonzeption und in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand mit dem militärischen Widerstand im 3. Reich.

Natürlich gehörte auch ein Besuch der Gedenkstätte für alle verstorbenen Bundeswehrangehörigen zum Tagungsprogramm. In Gatow statteten die Odenwald-Reservisten dem Luftwaffenmuseum einen ganztägigen Besuch ab. Hier wird die gesamte Geschichte der Entwicklung der militärischen Fliegerei von den Anfängen bis heute dokumentiert, wobei für viele der Teil der Ausrüstung, Bewaffnung und der Flugzeuge der NVA neu waren.

Besuche im Deutschen Bundestag und im Berliner Abgeordnetenhaus und ein Besuch in der Landesvertretung Baden-Württemberg befassten sich mit parlamentarischen Themen. Besonders beeindruckte der Berliner Landtag, wo die Vizepräsidentin Anja Schillhaneck die Gruppe persönlich empfing und über landespolitische Fragen diskutierte. In der Landesvertretung ging es zunächst um das 60-jährige Bestehen von Baden-Württemberg. Diesen Part übernahm Gerd Teßmer selbst. Anschließend ging es um die Aufgaben einer Landesvertretung im Berliner Politik-Alltag.

Während der Stadtrundfahrt konnte am Brandenburger Tor, im Schloss Charlottenburg, am Gendarmenmarkt und Unter den Linden die Kenntnis über bekannte und noch nicht bekannte historische Ereignisse direkt vor Ort erlebt werden.  Besonders eindrucksvoll wurde dann auch der „Tag von Potsdam“ mit dem Besuch des Parks und des Schlosses von Sanssouci, der Alexandrowka, dem holländischen Viertel und dem Cecilienhof, der Stätte des „Potsdamer Abkommens“.

Über die Geschichte des geteilten Berlins ging es am Checkpoint Charlie, an der Mauer in der Neukirchner Straße und im „Tränenpalast“. Gerade hier zeigte sich während der ausgezeichneten Führung, wie ausgeklügelt der Überwachungsstaat DDR seine eigenen Bürger und Besucher aus dem Western im Griff und im Blick hatte.


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Auch die Kameradschaft und das gegenseitige Verständnis kam bei den gemeinsamen Aussprachen und Abendveranstaltungen nicht zu kurz, kamen doch die Teilnehmer aus allen Reservistenkameradschaften der Kreisgruppe von Mannheim über Obrigheim bis Hardheim. Als am Ende Oberst d.R. Roland Ziegler und  Kreisvorsitzender Oberstleutnant d.R. Wilfried Meissner die verschiedenen Inhalte noch einmal Revue passieren ließ und Gerd Teßmer für die vielseitige Gestaltung des Seminars dankten, wurde deutlich, dass man innerhalb kürzester Zeit einen optimalen Überblick über Politik und Zeitgeschichte rund um die Bundeshauptstadt hatte erleben dürfen.

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