310 Jahre Klingendes Mudau

von Liane Merkle

(Foto: Liane Merkle)

Mudau. Wenn Mudau feiert, dann aber richtig. Entsprechend kredenzten die Jubilare Mudau. Gesangverein „Frohsinn 1842“ und Musikverein „Harmonie 1872“ ihr Festprogramm „310 Jahre klingendes Mudau“ in nahezu 310, wenn auch gefühlten nur rd. 120 Minuten.

Kurzweilig, abwechslungsreich und weit entfernt vom greisen Alter erlebten die Geburtstagsgäste in der voll besetzten herbstlich geschmückten Odenwaldhalle einen Abend, der die Odenwälder Mentalität widerspiegelte, die sich der Stärke der Gemeinsamkeit bewusst ist. Vereinssprecher Peter Schlär brachte es in seinem Glückwunschgrußwort auf den Punkt: „Es ist ein Superabend, den unsere beiden musikalischen Spitzenvereine da auf die Beine gestellt haben, vor allem, weil sie auch andere Vereine mit ins Boot genommen haben.“

Auf seine Anregung bestätigte eine lautstarke Rakete aus dem Publikum die Laudatien des Abends. Bürgermeister Dr. Rippberger und Ortsvorsteher Schork brachten in ihren Gratulationsworten den Stolz auf die beiden verlässlichen musikalischen Größen zum Ausdruck, die sie für unverzichtbar und außerdem ausgezeichnete Werbeträger und Aushängeschilder für die Gemeinde halten. Das 1. Vorsitzende-Team Wolfgang Radauscher (Gesangverein) und Norbert Banschbach (Musikverein) begrüßte neben den bereits Genannten eine große Riege an Ehrengästen, darunter auch die Ehrenmitglieder der Jubilare und freute sich über die gute Resonanz seitens der Bevölkerung und über die gelungenen Beiträge einiger befreundeter Vereine.


 


Die Moderation des Abends lag in den bewährten Händen von Uwe Lenz und seiner charmanten Co-Moderatorin Katharina Schwing, die die Vereine auch vorstellten.

So präsentierte sich die TSG Reisenbach/Mudau unter Leitung von Anette von Wedel mit überwältigendem, akrobatischem Schauturnen, der junge Chor „Euphoria“ überzeugte unter Stabführung von Ralf Breunig mit internationalem Liedgut und der Projektchor der Grund- und Hauptschule Mudau riss das Publikum mit beim „Schrei’n, hoch lebe der Gesangverein, buh, buh,buh, der Musikverein dazu“. Das Kolpingtheater mit Regisseur Manfred Dambach brachte mit dem „Schorsch und seinem Hausdrachen“ (Gerald Hemberger und Michaela Kistner, Reinhard Münch und Mario Gaibler) das Publikum zum Brüllen vor Lachen. Und KaGeMuWa-Tanzmariechen Melissa Schell stellte als charmanter Wirbelwind unter Beweis, was sie bei Trainerin Maria Bangert gelernt hat.

Doch neben diesen ganz besonderen „externen“ Unterhaltungsbonbons zeigten die Jubelvereine selbst ihr Können und sie stellten ihre vielfältige Arbeit vor. Zum Auftakt des Abends marschierte der komplette Gesangverein- natürlich singend – zu den Klängen des Musikvereinsund der Melodie „Das Wandern ist des Müllers Lust“ ein und die beiden zauberten ein wirklich beeindruckendes musikalisches Gebilde auf und vor die Bühne.

Die Würdigung der Ehrenmitglieder und ihrer geduldigen Ehefrauen Walter und Beate Volk, Ernst und Karola Deimel, Josef und Laura Fleischer, Edgar und Herta Späth, Ehrenvorsitzender Reinhard und Gisela Münch, Roland und Ingrid Grimm, Ehrendirigent Gerhard und Renate Münch sowie ganz besonders Susanne Everth-Schulz als tragende Säulen des Musikvereins mit Präsenten durch Norbert Banschbach wurde unterstrichen durch das imposante „Silva Negra“ der Trachtenkapelle unter musikalischer Leitung von Ralph Müller.

Doch die Arbeit des Musikvereins „Harmonie 1872“ umfasst bedeutend mehr als das professionelle Repertoire der Stammkapelle. Dies zeigte sich überzeugend in den Auftritten der musikalischen Früherziehung, die sich unter ehrenamtlicher Leitung von Karin Schnorr und in Kooperation von Schule und Verein großer Resonanz erfreut. Des Weiteren überzeugten die „Zöglinge“ und die „Jugendkapelle“ unter Leitung von Julia Herkert, das Saxophon Ensemble mit Dirigent Ralph Müller und schließlich bewies die „Kapelle der Ehemaligen“ mit unglaublichen 443 Jahren Musik im Blut unter Roland Grimm, dass sie noch lange nicht zum „alten Eisen“ gehört und eigentlich noch hin und wieder mit von der Partie sein könnte, so der Wunschgedanke von Norbert Banschbach. Der Gesangverein „Frohsinn 1842“ präsentierte sich unter Stabführung von Dirigent Gerhard Bönig stimmgewaltig und international und führte sein Publikum von Dalmatien mit „Kad Si bila mala, mare“ über Amerika mit seinem „Danny Boy“ nach Deutschland, wo „Ich ging emol spaziere“ schließlich mit dem temperamentvollen „Folikula“ nach Italien.

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Diesen besonderen musikalischen Rahmen nutzte Wolfgang Radauscher, um auch die Ehrenmitglieder des Gesangvereins Ehrenvorsitzender Gerhard Kistner, Ehrenchorleiter Bernold Ballweg, Bernhard Müller, Erich Zimmermann, Willi Müller, Kurt Müller, Bernhard Schäfer, Gerhard Engelhard, Erwin Müller, Werner Matt und Andreas Müller mit einem Weinpräsent für besondere Leistungen auszuzeichnen. Die kurzweiligen 310 Jahre klingendes Mudau endeten mit dem traditionellen „Badnerlied“ und nicht enden wollenden Ovationen des begeisterten Publikums.

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