Katholisches Pfarrheim in Seckach wird saniert

von Liane Merkle

500 Pfarrheim Seckach

Nach dreijähriger Planungszeit gibt es nun ein tragfähiges Konzept für die Sanierung des Pfarrheims. (Foto: Birgit Schäfer)

Seckach. „Gut Ding will Weile haben“, wer kennt ihn nicht, diesen guten Ratschlag unserer Vorfahren. Aber nach guten drei Jahren der Planungszeit für ein praktikableres und notwendigerweise auch saniertes Pfarrheim ist der Pfarrgemeinderat von Seckach mit Matthias Nasellu und Barbara Schmitt an der Spitze der Meinung, dass genug „Weile“ war und der Planung mit immer wieder „Für und Wider“ sowie einem fast unendlichen Schriftverkehr mit Freiburg“ nun endlich Taten folgen sollten. Allerdings im Einverständnis und unter Einbindung der Gemeindeglieder, die man aus diesem Grund zur Pfarrversammlung in die Pfarrkirche „St. Sebastian“ eingeladen hatte.

Der überaus gute Besuch mit durchweg positiven Reaktionen zeigte den Verantwortlichen, dass dieser Weg der richtige war. Architekt Hanno Roters vom erzbischöflichen Bauamt Heidelberg und Matthias Nasellu erläuterten die Planungen und deren Grundlagen ausführlich anhand einer Power-Point-Präsentation. Und sie machten deutlich: „Wenn wir den Verfall der Gebäude vermeiden wollen, müssen wir sanieren“.




Es habe lange gedauert bis man ein tragfähiges, also finanzierbares Konzept erstellt hatte, von dem man hoffe, dass es auch von den Gemeindegliedern getragen werden könne. Dabei will man im Zuge er dringend erforderlichen Sanierungsarbeiten (Dach, Sanitärbereich und Sakristei) die Räumlichkeiten um einen Gemeindesaal erweitern. Zu oft hatte es bei Festen, Vorträgen, pastoralen Veranstaltungen oder einfach als Ort der Begegnung in der Pfarrgemeinde daran gemangelt.

Selbstverständlich habe man bei der Konzeption die angeschlossene Kirche und das Pfarrhaus mit einbezogen und inzwischen ein finanzielles Level erreicht, das vom Haushalt unter Berücksichtigung der Zuschüsse und Fördermittel weitgehend getragen werden kann. Im Detail plant man einen ebenerdigen, also behindertengerechten Anbau im hinteren Bereich an die jetzige Sakristei, der Platz für ca. 80 Personen bietet, wobei die Baustruktur der Kirche weitgehend erhalten bleibt. Dieser Gemeindesaal soll mit einer praktikablen Küche und Licht durchflutet ausgestattet sein.

Die jetzige Sakristei wird nach dem Vorschlag der PGR dem Eingangsbereich zugeordnet und einen klaren Blick auf den freundlichen Gemeindesaal freigeben. Der obere Gruppenraum wird demnach zur neuen Sakristei umgebaut, der Sanitärbereich komplett saniert und aus dem Flachdach ein flach geneigtes Blechdach mit vielen Oberlichtern. Der bestehende untere Bereich wird – wie gehabt – über das Treppenhaus, aber auch durch einen eigenen Zugang erreichbar sein.

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„Wir wollen das Rad nicht neu erfinden“, meinte Hanno Roters und lobte die qualitativ hochwertige Ausführung des jetzigen Pfarrheims. Er bestätigte, dass Material und Außenkontur des Gebäudes eben aufgrund ihrer hohen Qualität weitgehend erhalten bleiben sollen. Die Zustimmung der anwesenden Gemeindeglieder war zweifelsfrei. Nun erhofft man sich die baldige Baugenehmigung vom erzbischöflichen Bauamt, damit die Bauarbeiten im kommenden Frühjahr beginnen können.

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