Buchen diskutiert Maßnahmen gegen Tauben

Fahrradboxen am Bahnhofsareal –  Überflutungsschutz für das Feuerwehrgerätehaus

Stadttauben

100 Stadttauben sorgen in Buchen für massive Verunreinigungen. Der technische Ausschuss diskutierte auf seiner jüngsten Sitzung mögliche Gegenmaßnahmen. (Foto: AlterVista/Wikipedia/cc-by-sa

Buchen. (pm) Die Taubenproblematik in der Kernstadt war ein zentrales Themen in der Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt in der vergangenen Woche. In der Innenstadt umfasst die Taubenpopulation in Spitzenzeiten rund 100 Tiere – diese hinterlassen entsprechend viel Kot was zu starken Verunreinigung und Schäden führt. Der aggressive Kot beschädigt die Gebäudefassaden und es können durch den von dem von den Tauben hinterlassenen Kot Krankheiten übertragen werden.

„An die Stadt Buchen werden immer wieder Forderungen herangetragen, Maßnahmen zu ergreifen, um den Bestand zu reduzieren“, informierten Bürgermeister Roland Burger und Beigeordneter Dr. Hauck im Rahmen der Sitzung. Als natürlicher Feind sei der Wanderfalke anzusehen, dessen Anforderungen an Nistmöglichkeiten seien ortsnah jedoch nur schwer realisierbar. „Die Reduzierung des unkontrollierten Nahrungsangebots ist eine Voraussetzung um eine Bestandsverringerung zu erreichen“, lautete der Appell an die Bevölkerung. Es gelte zu sensibilisieren, dass keine Essensreste unbeachtet weggeworfen werden. Auf den öffentlichen Plätzen gelte ohnehin ein Fütterungsverbot, was viele Passanten jedoch nicht wissen. Weitere mögliche Maßnahmen sei die Reduzierung der Nist- und Schlafplätze. Vergrämungsmaßnahmen beispielsweise in Form von Metallstacheln und Netzen führen jedoch nur am jeweiligen Objekt zum Erfolg.




Als eine weitere Maßnahme zur Verringerung der Taubenpopulation wurde die Unterhaltung von Taubenhäusern diskutiert. Die Errichtung und Unterhaltung ist jedoch mit hohen Kosten und einem enormen Unterhaltungsaufwand verbunden. Diesen stehen zudem negative Erfahrungen aus der Praxis anderer Städte gegenüber. Das Gremium vertrat die einhellige Meinung, von Taubenhäusern abzusehen. Die Stadt Buchen führt die Vergrämungsmaßnahmen an den städtischen Objekten nach Bedarf weiter und eine regelmäßige Reinigung von Taubenkot soll vorgenommen werden. Des Weiteren soll die  Öffentlichkeit sensibilisiert werden, damit Füttern unterlassen wird und so vielleicht eine Eindämmung erreicht werden kann.

Entlang der „Walldürner Straße“ befinden sich oberhalb der Einmündung „Einhardstraße“ neben Lindenbäumen und Zierkirschen auch 15 Schwarzkieferbäume. Durch die verstärkte Zapfenbildung dieser Schwarzkiefern, gab es in der Vergangenheit verstärkt Probleme. Unter anderem kam es beim Mähen bereits zu einigen Schäden an vorbeifahrenden Autos. Die Versicherung erteilte nun erhebliche Auflagen, die mit sehr hohem Aufwand und hohen Kosten verbunden sind. Um künftige Schäden zu vermeiden und die Verkehrssicherungspflicht zu erfüllen werden daher die 15 Kiefernbäume in den Wintermonaten  gefällt und durch eine Neupflanzung von Laubbäumen im Rahmen der alljährlichen Pflanzaktion „Buchener pflanzen Bäume für ihre Neugeborenen“ im Herbst 2013 ersetzt.

Die Fahrradinfrastruktur in Buchen wird aufgewertet. Am Bahnhofsareal wird, so der Beschluss des Ausschusses, eine hochwertige Fahrradabstellanlage bereitgestellt. Die Abstellanlagen berücksichtigen, dass immer mehr höherwertige Fahrräder bzw. E-Bikes genutzt werden und dadurch ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis vorhanden ist. Zusätzlich soll es für E-bikes eine Akkulademöglichkeit an der Abstellanlage geben. Es werden acht Fahrradboxen aufgestellt, wovon zwei mit einer Akku-Auflademöglichkeit ausgestattet werden.



Flirten, Chatten & Freunde treffen

Starkniederschläge führten in der Vergangenheit des Öfteren zu Überschwemmungen der Kellerräume des Feuerwehrgerätehauses. Es wurden zwischenzeitlich verschiedene Maßnahmen zur Prävention wie zum Beispiel Hochwasserbarrieren an den Türen verwirklicht, doch dies löste nur einen Teil des Problems. Deshalb soll nun eine Entflechtung der Abwasser- und Regenwasserströme vorgenommen werden. Künftig soll der Überflutungsschutz durch Rückstauklappen erreicht werden. Das während der Verschlusszeit zurückgehaltene Niederschlagswasser der Hofflächen muss deshalb zwischengespeichert und durch Pumpen gehoben werden. Dafür sind detaillierte Planungen erforderlich, mit denen die Verwaltung beauftragt wurde.

Elektroarbeiten zur Erneuerung der Leuchten der Turnhalle Hettingen mit elektronischen Vorschaltgeräten und die Einrichtung eines Lichtmanagementsystems wurde an die Firma Hübner aus Seckach zum Angebotspreis von 33.147,09 Euro vergeben. 

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2 Kommentare

  1. Wie wenig sind 100 Stadttauben! Der Kot schädigt Gebäudefassaden in der Regel nicht, denn er ist basisch. viel gefährlicher ist dre Saure Regen, vor welchem der Taubenkot sogar schützend wirkt. Tauben nisten seit Jahrtausenden in Städten, die alten Kulturschätze haben es überlebt – bis der Autoverkehr mit seinem Säureangriff zu massiven Schäden führte.

    Besser als Fütterungsverbote, die nur zur Verelendung der Tiere führt – und dazu, dass sich diese dann dort konzentrieren, wo esnoch ein wenig Nahrung gibt, sind Verbote des Brieftaubensports. Fast alle Stadttaubensind Nachkommen von Brief- oder Haustauben. Sie nehmen dann ihre naturgestalt wieder an. Stadttauben können auch nicht einfach wegfliegen, denn sie sind Felsentauben und somit auf die Stadt als Lebensraum angewiesen.

    Sowohl das ehmalige Gesundheitsamt, als auch später das Amt für gesundheitlichen Verbraucherschutz und das Amt für Risikobewertung haben bestätigt, dass Stadttauben nicht gefährlicher sind ale zier- oder Singvögel. Diese „Gefahr“ wird von Schädlingsbekämpfern und interessierten Gruppen regelmäßig übertrieben. Es ist den angefragten Gesundheitsämtern kein einziger Fall einer nachweislich durch Tauben übertragenen Krankheit bei Menschen bekannt. Bakterien sind überall in der Natur und auf jeder Türklinke im wesentlich gefährlicheren Ausmaß zu finden.

    Auch Tauben sind Mitgeschöpfe. Es ist nicht einzusehen, dass diese zunächst durch Brieftaubenzüchter ausgesetzt und nachher in den Städten verfolgt oder bewusst verhungern gelassen werden!

  2. taubenkot in der stadt kann schädigen (ph-wert steigt bei zersetzung) und die gesundheit gefährden. wollen sie womöglich auch noch kakerlaken in küchen und borkenkäfer im wald schützen?

    schweine werden gegessen, fliegen klatschen an die scheibe und schädlinge werden bekämpft. wachen sie auf aus ihrem traum!

    züchter setzen die tauben aus? dann beschweren sie sich bei denen. ich finde das ungeheuerlich, wenn es stimmt.

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