Grüne wählen Bundestagskandidaten 2013

Hardheim. (zeg) Hans Detlef Ott aus Aglasterhausen zieht als Kandidaten für Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis 276 Odenwald-Tauber in den Bundestagswahlkampf 2013. Dies beschlossen die Teilnehmer bei ihrer Nominierungsversammlung am Freitag nach geheimer Wahl in Hardheim.

Nach Bestimmung der Versammlungsleiterin Christine Denz und Feststellung der Beschlussfähigkeit und weiteren Rahmenbedingungen, folgte die Kandidatenvorstellung von Hans Detlef Ott als einzigem Bewerber. Dieser ist in Wertheim geboren. 43 Jahre alt, ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt mit seiner Familie in Aglasterhausen. Er ist Dipl. Sozialpädagoge mit dem durch die Kinder bedingten reduzierten Arbeitsumfang. Sein Studium absolvierte er in Heidelberg, Stuttgart und Montpellier und ist sei 1998 bei der Landkreisverwaltung angestellt. Sein aktuelles Arbeitsfeld ist die psychosoziale Betreuung von Menschen in akuten und chronischen Krisensituationen. Zuvor tätig war er beruflich u.a. in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, als Jugendreferent im Landkreis sowie in der Jugendberufshilfe.  Nach dem Krieg in Bosnien wirkte er erwerbstätig als Projektleiter und war danach ehrenamtlich in humanitärer Hilfe im Bereich beruflicher Ausbildung und Friedensarbeit aktiv.




Sein „Grünliches und Grünes Engagement“ umfasste laut Otts eigenen Aussagen, internationale Jugendarbeit, Naturschutz, Klägergemeinschaft AKW Obrigheim abschalten. Dieser Weg führte ihn zu den Grünen, für die er auf der Alternativen Liste jüngster Stadtrat von Mosbach wurde, bis ein langer Auslandsaufenthalt die Aufgabe des Mandats erforderte. 1995 wurde er Parteimitlied und organisierte als Geschäftsführer des Kreisverbands Neckar-Odenwald-Kreis  den Wahlkampf. Seit 2012 gehört er als Beisitzer dem Vorstand an und ist Initiator des Arbeitskreises Wirtschaft im Kreisverband Neckar Odenwald.

In seinem politischen Glaubensbekenntnis stellte Ott die Gründe für seine Kandidatur vor. Er betonte die Notwendigkeit der Bürger, sich bei der Wahl an gebotener Stelle zu beteiligen und bedauerte, dass  rund ein Drittel der Wahlberechtigten gefrustet der Wahl fernbleibe. Andererseits sah er in der Wahl die Möglichkeit für die Wähler,  zwischen all den Übeln das Geringste zu wählen. Er sprach den Bürgern das Recht zu, von den Berufspolitikern viel zu erwarten, warnte aber davor, von ihnen alles zu verlangen. Weil viele Menschen und Initiativen dies kapierten, engagierten sie sich selbst, so Ott, und sah darin einen wesentlichen Grund zur Entstehung der Grünen.

Ziele der Grünen sind gemäß Darstellung von Ott verändern, verbessern, weiterentwickeln. Er bezweifelte, dass ohne die Grünen ein Atomausstieg beschlossen worden wäre. Ott vergaß nicht den enormen Zeitaufwand im politischen Engagement zu erwähnen und die Tätigkeitsfelder aufzuzählen, die u.a. auch Gedanken um die Konversion militärischer Gelände ebenso beinhalte, wie die drohende Abschiebung von Schutzsuchenden Menulu aus der Asylunterkunft in Hardheim.


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Als Ziel der Bundestagswahl 2013 nannte Hans-Detlef Ott die Regierungsbeteiligung der Grünen und nannte dafür vielfältige Gründe. Er sprach von der Notwendigkeit des Rückenwindes von oben und zählte  dazu die Bemühungen in der Energie-  Familien- und Europapolitik, Mindestlohn, Besteuerung Vermögender, Integration , doppelte Staatsbürgerschaft u.a.m. Er kritisierte, dass die Regierung der Lebensrealität um 30 Jahre hinterherhinkt, während andererseits die Zeit wegrenne. Zu sprechen kam Ott auf die unverzichtbare Nachhaltigkeit im Leben und Wirtschaften und nannte das Ziel, die Deutungshoheit über Bundespolitik in Taubertal und Odenwald nicht den „Schwarzen“ zu überlassen sondern Grüne Standpunkte in die Gesellschaft zu tragen und offensiv zu vertreten.

Nach umfassender Aussprache wurde Hans Detlef Ott in geheimer Wahl  zum Kandidaten von Bündnis 90/Die Grünen bei der nächsten Bundestagswahl vorgestellt. Anschließend besprachen die Teilnehmer das weitere Vorgehen für den Wahlkampf.

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4 Kommentare

  1. wenn man im odenwald solche kandidaten aufstellt, muss man sich um die cdu hier noch lange nicht sorgen. habt ihr denn keinen geeigneten gefunden?

    • @ „prinz“: um die cdu müßte man sich schon sorgen machen, wenn sie nur anhänger hätte, deren kritkfähigkeit sich in solchen rülpsern erschöpft. selbsternannter adel hat halt kein benehmen

    • das sehe ich aber ganz anders, die cdu hatte unlängst sogar nur einen durch und durch korrupten ministerpräsidenten aufzubieten. aus Ihrer ecke sollten also besser keine steine geworfen werden. und der hiesige hauk ist bekanntermaßen kein fettnäpfchenverächter. daß die personaldecke der union im land so dünn ist, daß er es bis zum frakionschef brachte, spricht bände. der überforderte strobl fiel bisher auch nur als polemiker ohne eigene ideen auf.

      was haben Sie denn auszusetzen an ott?

  2. Dass die Grünen kein Interesse am Ländlichen Raum haben sieht man ja schon daran, wie erbärmlich ihr Star aus dem NOK, Ott, daran gescheitert ist überhaupt einen Platz auf der Grünen-Landesliste für die Bundestagswahl zu bekommen….

    PS: Dass er in seiner Bewerbungerede einmal mehr den Ländlichen Raum aufs stärkste diffamiert hat spricht ohnehin Bände….nur weiter so….

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