MdL Peter Hauk besucht Hardheim

Konversion muss weiterhin diskutiert werden

Der Fraktionsvorsitzende und Neckar-Odenwälder Landtagsabgeordnete Peter Hauk MdL besuchte am Montag, 15. Oktober, die Gemeinde Hardheim, um sich nach den aktuellen Entwicklungen in der von der Konversion in besonderem Maße betroffenen Gemeinde zu erkundigen. Im Oktober des vergangenen Jahres war die Carl-Schurz-Kaserne als einer der vier Standorte benannt worden, die im Zuge der Bundeswehrstrukturreform komplett geschlossen werden. „Jetzt ist es wichtig, dass wir das Thema der Konversion weiter oben halten und mit Nachdruck bearbeiten“, sagte Hauk. CDU-Gemeinderatsfraktionsvorsitzender Dr. Ingo Großkinsky, CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Markus Weniger sowie weitere Vertreter der Gemeinde nahmen ebenfalls an dem Gespräch teil

Bürgermeister Heribert Fouquet konkretisierte die Situation und die damit verbundenen aktuellen Herausforderungen für die Gemeinde. Die Schließung der Kaserne bedeute den Verlust von 570 Dienstposten und 70 zivilen Stellen in der Kaserne sowie nochmals 70 zivilen Stellen im Materiallager. Schon in den vergangenen acht Jahren habe Hardheim insgesamt 500 Einwohner weniger verzeichnen müssen, beklagte Fouquet den nun weiter zu erwartenden Einwohnerrückgang. Man erwarte sich deshalb auch tatkräftige Unterstützung vom Land.




Die vom Land nun in Auftrag gegebene Prognos-Studie zur Folgenabschätzung der Konversion habe schlicht das Munitionslager in Altheim vergessen zu berücksichtigen, kritisierte Fouquet. Allerdings wäre diese Tatsache nach Aussage der Verantwortlichen nicht weiter für das Ergebnis der Studie relevant. Ebenso sei der Konversionsraum zu groß bemessen. „Wir haben deshalb die Konversionsproblematik auf Gemeindeverwaltungsverbandsebene verankert, um so auch vor Ort handlungsfähig sein zu können“, berichtete Fouquet.

„Eigentlich sollten die betroffenen Konversionskommunen jetzt in den Landesförderprogrammen stärker berücksichtigt werden. Nur so können sie die großen Aufgaben meistern. Denn jetzt müssen die infrastrukturellen Bedingungen für den Übergang gelegt werden“, betonte Hauk. Für „wenig hilfreich und sachkundig“ hielt Hauk die Einschätzung einer grünen Landtagsabgeordneten, der Landeszuschuss für die Erweiterung des Verbandsindustrieparks (VIP) sei bereits eine Konversionsmaßnahme für Hardheim gewesen. „Das ist Augenwischerei. Die Fördermaßnahme ist bereits weit vor der Verkündung zur Schließung der Carl-Schurz-Kaserne genehmigt worden und löst nicht alleine die Folgen der Konversion. Vielmehr müssen wir jetzt alle gemeinsam an einem Strang ziehen, um für Hardheim und die Region das bestmögliche Ergebnis zu erreichen.“

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