Seckachtal weist Windkraftflächen aus

von Liane Merkle

WKA Grosseicholzheim

Windkraftanlagen Großeicholzheim. (Foto: Liane Merkle)

Seckach. Der Gemeindeverwaltungsverband „Seckachtal“, zuständig für Aufstellung und Fortschreibung des Flächennutzungsplanes für die Gebiete der Gemeinde Seckach und der Stadt Adelsheim, spricht sich für eine Fortschreibung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Seckach bezüglich der Ausweisung von Vorrangflächen für Windkraftanlagen aus.

Deutlich wurde dies im Rahmen der jüngsten öffentlichen Sitzung des örtlichen Gemeinderates unter Vorsitz von Bürgermeister Thomas Ludwig und regem Interesse zahlreicher Bürger, wo auch Jürgen Glaser vom ifk-Ingenieurbüro Mosbach die durchgeführte Windkraft-Standortpotenzialuntersuchung für alle Gemarkungen des Gemeindeverwaltungsverbandes „Seckachtal“ vorstellte.

Demnach strebt man diese Vorrangflächen nicht an, um „auf Teufel komm raus“ Windräder aufzustellen, sondern eher im Gegenteil, im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben einen Wildwuchs dieser Anlagen zu verhindern. Grundlage hierfür ist die Tatsache, dass die Landesregierung von Baden-Württemberg sich das Ziel gesetzt hat, bis zum Jahr 2020 mindestens 10 Prozent der Stromerzeugung im Land aus „heimischer“ Windkraft zu bestreiten und hierfür in diesem Zeitraum rd. 1.000 neue Windkraftanlagen entstehen zu lassen. Für die Städte und Gemeinden bedeutet dies, dass sie der Windkraft potentiell Raum zu schaffen haben, wozu eine Fortschreibung des Flächennutzungsplanes notwendig ist.




Doch nach Berücksichtigung aller Auswahlkriterien – so Jürgen Glaser in seinen Ausführungen – werden für die Gemarkung Seckach nur noch zwei Flächen (Spitzenwald Großeicholzheim und sowie Gemarkung Seckach im Übergang zu Schefflenz) zusätzlich interessant sein, im Gegensatz zu Adelsheim, wo noch acht Flächen greifen.

Nachdem der Seckacher Gemeinderat nun die Windkraft-Standortpotentialuntersuchung zur Kenntnis genommen hatte, will man nun unter Berücksichtigung der in den Ortschaftsgremien von Großeicholzheim und Zimmern gefassten Beschlüsse in der kommenden Gemeinderatssitzung am 26. November der Verbandsversammlung eine Ausweisung von möglichen Vorrangflächen vorschlagen.

Aus dem Gremium bemängelte Richard Kolbenschlag, dass die nächste Regierung vielleicht alles wieder auf den Kopf stellen kann. Weiter, dass so viele Windräder stehen, weil man nicht speichern kann und schließlich gerade Baden Württemberg nicht gerade zu den „Windregionen“ des Landes gehört.

Gute Nachrichten gab es in einem weiteren Tagesordnungspunkt für die Inhaber von Holzheizungen oder Holzöfen. Auf Vorschlag der Gemeindeverwaltung wurde beschlossen, die Brennholzpreise für die bevorstehende Einschlagsaison bei den bisherigen Preisen zu belassen. So beträgt der Brennholzpreis für den Wintereinschlag für Brennholz lang (Festmeter) wie bisher 55 Euro und für Sterholz (Raummeter) 60 Euro.

Die Finanzplanung der Forstbetriebsleitung Adelsheim in Person von Betriebsleiter Martin Hochstein und Revierleiter Armin Walzel sieht im Ergebnis für das Forstjahr 2013 einen Überschuss von 30.411 Euro gegenüber dem Vorjahr von 58.666 Euro vor. Dieses positive Ergebnis sei aber nur dadurch zu erreichen, dass die Waldarbeiter, wie in den Vorjahren, zeitweise auch im Bauhof eingesetzt werden, sagte Bürgermeister Ludwig. Der Forstliche Natural- und Finanzplan sieht dabei im Gemeindewald Seckach eine Gesamtnutzung von 5.000 Festmeter im Planungszeitraum 2013 vor. Die Durchforstungsfläche beträgt 86,6 Hektar, der Anbau 0,8 Hektar, die Kultursicherung 4 Hektar und die schwerpunktmäßige Jungbestandspflege, für die auch Förderung beantragt wird, 30 Hektar. Aufgrund der Euro-Krise, so Hochstein, sei der Holzpreis etwas gesunken, was aber noch nicht wirklich Grund zu Pessimismus sei. Weiter erläuterte Armin Walzel, dass man im Zuge eines EnBW-Programms für Amphibien drei Feuchtbiotope angelegt hat.


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Der plötzliche Herztod ist in Deutschland außerhalb von Krankenhäusern die Todesursache Nr. 1 mit über 160.000 Menschen pro Jahr. Die beim Neckar-Odenwald-Kreis eingerichtete Kommunale Gesundheitskonferenz hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, im Kreisgebiet für eine flächendeckende Versorgung mit Automatisierten Externen Defibrillatoren zu sorgen. Konkret wird die Beschaffung eines solchen Gerätes mit 300 Euro gefördert. Hinzu kommt für die Gemeinde Seckach eine Bezuschussung durch die Sparkasse Neckartal-Odenwald in Höhe von 500 Euro, so dass für die Gemeinde noch ein Eigenanteil in Höhe von 600 Euro verbleibt, der aus den „Staatsbesuch“-Schutzeinnahmen bestritten werden soll. Der Gemeinderat beschloss nun eine solche Anschaffung des Gerätes, das in der Zweigstelle Seckach der Sparkasse angebracht werden soll.

Die Gemeinde Seckach gilt als Mitbegründerin der EUROKOMMUNALE-Bewegung, die inzwischen seit sieben Jahren mit großem Erfolg in verschiedenen Ländern und Gemeinden mit unterschiedlichen Themeninhalte stattfindet. Da die Partnerstadt Reichenbach in der Oberlausitz im kommenden Jahr ihr 775-jähriges Stadtjubiläum feiert beschloss man, sich an der dort stattfindenden EUROKOMMUNALE vom 20. bis 23. Juni 2013 zu beteiligen.

Außerdem wurde mitgeteilt, dass die zentrale Gedenkfeier zum Volktrauertag am Sonntag, 18. November auf dem Rathausvorplatz Seckach stattfinden wird. Am 20. November wird im Rathaus eine Infoveranstaltung zum „Ruftaxi“ durchgeführt. Abschließend bedankte sich Familie Galm für die große Hilfe und Solidarität der Gemeinde.

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