Miltenberg verleiht fünf Ehrenpreise

Miltenberg vergibt fuenf Ehrungen

Insgesamt fünf Ehrenpreise des Landkreises wurden während des Neujahrsempfangs verliehen. Im Bild (von links): Landrat Roland Schwing, Eckart Dreher, Marlene Meesmann, Franz Pilzweger, Wilhelm Otto Keller, Willi Hubert und stellvertretende Landrätin Claudia Kappes. (Foto: pm)

Miltenberg. (pm) Es ist gute Tradition, dass beim Neujahrsempfang des Landkreises Miltenberg auch verdiente Bürgerinnen und Bürger geehrt werden: In diesem Jahr wurden Eckert Dreher, Willi Hubert, Wilhelm Otto Keller, Marlene Meesmann und Franz Pilzweger mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet.

Dieser Preis, der laut Landrat Roland Schwing 1994 erstmals gestiftet wurde, darf an höchstens fünf Personen pro Jahr verliehen werden – an Bürgerinnen und Bürger, die sich über das Normalmaß hinaus mindestens 25 Jahre lang in Vereinen, Organisationen oder sonstigen Gemeinschaften mit kulturellen, sportlichen, sozialen, kirchlichen oder anderen gemeinnützigen Zielen engagiert haben. Als Zeichen des Dankes und der Anerkennung erhalten die Preisträger eine Bronze-Skulptur.

Eckart Dreher (Sulzbach) ist ein Urgestein des Radfahrvereins Adler 1921 Soden – jenes Vereins, der zusammen mit dem Radfahrverein Obernau die Hallen-Kunstrad-Weltmeisterschaft in Aschaffenburg erfolgreich organisiert hat. Er war von 1975 bis 1990 Trainer und Übungsleiter und trainierte unter anderem das erfolgreiche Kunstrad-Duo Armin Jurisch und Markus Dreher, das viele Titel auf Deutschland- und Europa-Ebene sowie bei Weltmeisterschaften gewann. Dreher war zudem stellvertretender Vereinsvorsitzender von 1985 bis 1990 und von 1990 bis 2007 Vorsitzender, seit 2007 ist er Ehrenvorsitzender und immer noch Berater des Vereins. Er besitzt bereits das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten und die Verdienstnadel des BLSV in Gold mit Urkunde.




Willi Hubert (Elsenfeld-Eichelsbach) ist vor allem im Jugendsport aktiv. Seit 1973 ist er Übungsleiter beim FC Eichelsbach, wo er unter anderem 18 Jahre lang Jugendleiter und Vorstandsmitglied war und bei zahlreichen Bau- und Sanierungsprojekten aktiv war. Seit 2005 ist er Ehrenmitglied des Vereins. Hubert ist seit 1982 Mitglied im Vorstand der Sportjugend und seit 1996 deren Vorsitzender. Er vertritt die Sportjugend nicht nur bei vielen Veranstaltungen, sondern organisiert zudem Lehrgänge und Freizeiten und kümmert sich intensiv um den internationalen Jugendaustausch mit Weißrussland und Japan. Willi Hubert ist darüber hinaus Mitbegründer und Organisator des Engelberglaufs und des Barbarossalaufs. Von 1982 bis 1988 war er Vorstandsmitglied im Kreisjugendring, seit 1982 ist er Delegierter der Vollversammlung und Vertreter der Sportjugend bei Verbandsleitertreffen. Insgesamt blickt er auf 34 Jahre Übungsleiter und Jugendleiter Sport sowie 16 Jahre Vorsitzender der Sportjugend Miltenberg zurück.

Wilhelm Otto Keller (Miltenberg) ist das „lebende Geschichtsbuch“ der Stadt Miltenberg und des Landkreises. Das Jubiläumsjahr 775 Jahre Stadt Miltenberg war für ihn die Krönung seines beruflichen Werdegangs. Keller war von 1978 bis 1996 Vorsitzender der Frankenbundgruppe Miltenberg; seit 1996 ist er deren stellvertretender Vorsitzender. Von 1978 bis 1988 war er Vorsitzender des Förderkreises „Historisches Miltenberg“ sowie vier Jahre dessen Schriftführer. Von 1975 bis 1978 und seit 1992 ist er Mitglied des Kuratoriums des Förderkreises „Verein der Freunde des Museums der Stadt Miltenberg“. Seit 1983 ist er Mitglied des  Kuratoriums „Verein der Freunde des Museums der Stadt Miltenberg“.  Von 1980 bis 1983 war er Schatzmeister sowie von 1983 bis 2001 Vorsitzender der Bezirksarbeitsgemeinschaft der unterfränkischen Volkshochschulen, darüber hinaus von 1983 bis 1996 Vorsitzender des Vereins „Freunde und Förderer der Staatlichen Berufsschule Miltenberg“ und von 1996 bis 2002 dessen stellvertretender Vorsitzender. Auch im Dienst des Landkreises Miltenberg ist Keller seit über 30 Jahren als Kreisarchivar tätig.

Marlene Meesmann (Bürgstadt) ist äußerst aktiv als Übungsleiterin mit der Zusatzqualifikation „Gesundheitssport“ und „Herzsport“; tätig ist sie bei den Turnvereinen Kleinheubach, Trennfurt und Miltenberg. Seit 1966 arbeitet sie bereits als Übungsleiterin, seit 1968 ist sie Vorstandsmitglied im Turnverein Miltenberg als Schriftführerin und Schatzmeisterin. Seit 1969 ist sie zudem Prüferin für das Sportabzeichen, seit 2002 Übungsleiterin für Herz- und Gesundheitssport. Marlene Meesmann, die auch selbst sportlich aktiv ist und an Sportabzeichen-Prüfungen aktiv ist, hat bereits 37 deutsche und 36 bayerische Leistungsabzeichen in Gold erreicht.

Franz Pilzweger (Großwallstadt) hat das gemeindliche Leben in Großwallstadt vielseitig und aktiv unterstützt. Er wurde Mitglied im Bund Deutscher Katholischer Jugend, war von 1946 bis 1971 Mitglied der Feuerwehr, von 1946 bis 1956 Mitglied im Kirchenchor. Seit 1947 ist er Mitglied im Männergesangverein Großwallstadt, im TV Großwallstadt und im Heimat- und Geschichtsverein Großwallstadt, dessen Vorsitzender er von 1966 bis 1982 war. Im Fußballsportverein Großwallstadt war er von 1968 bis 1972 Vorsitzender. Seine Leidenschaft für die Musik lebte Pilzweger bei der Original Bayerischen Trachtenkapelle „Die Obernburger“ aus, mit der er ganze Festzelte zum Toben brachte. Seit 1978 ist er Mitglied im Präsidium des  Musikverbands Untermain, in dem er von 1989 bis 1990 Vizepräsident und von 1990 bis 2012 Präsident war und zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde. Zudem war Pilzweger Mitglied im Bund Deutscher Blasmusikverbände und im Bayerischen Blasmusikverband als Vizepräsident tätig. Vor allem die Jugendarbeit lag ihm stets am Herzen, unter anderem mit der Gründung einer eigenständigen Bläserjugend und der Bildung der Jugendblasorchesters des Musikverbandes Untermain. Jüngst begleitete und initiierte Pilzweger die Entstehung der neuen Landkreishymne „Der Jubiläumsmarsch Landkreis Miltenberg“, die von Franz Watz komponiert wurde.

Gemeinsam mit der stellvertretenden Landrätin Claudia Kappes überreichte Landrat Roland Schwing anschließend die Ehrenpreise und Urkunden an die Geehrten und dankte den Ausgezeichneten für ihren Einsatz, der ohne die Unterstützung ihrer Ehepartner nicht möglich gewesen wäre.

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