Update: Eberbacher Stadtrat und Ehefrau erschossen

Doppelmord an Dr. Harald Grote und Dr. Dorothee Thaler

Harald Grote

Der 65-jährige Kommunalpolitiker Harald Grote und seine Ehefrau Dorothee Thaler wurden heute erschossen in ihrem Wohnhaus aufgefunden. (Foto: Hofherr/Archiv) 

Eberbach. Zwei Leichen, die nach ersten Erkenntnissen einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sind, wurden heute Vormittag in einem Wohnhaus in der Dr.-Schumacher-Straße in Eberbach aufgefunden.




Update: Wie wir inzwischen erfahren haben, wurde die Polizei von einer Anwohnerin informiert, die eine offene Wohnungstür wahrgenommen hatte. Laut einer Meldung des SWR Kurpfalzradio weisen beide Opfer Schussverletzungen auf, die dem 65-jährigen Dr. Harald Grote – Lehrer am Hohenstaufen-Gymnasium (HSG) sowie Stadtrat und dessen 56 Jahre alter Ehefrau  Dorothee Thaler von einem unbekannten Dritten beigebracht wurden. Hinweise auf gemeinsame Selbsttötung gibt es laut Polizei nicht. Das zweijährige Enkelkind, das in der Wohnung aufgefunden wurde, befindet sich zur Behandlung im Krankenhaus. Das Ehepaar war wohl schon einige Zeit nicht mehr am Leben, was auch der überquellende Briefkasten vermuten lässt.

Inzwischen ist in Eberbach eine Sonderkommission mit den Ermittlungen betraut. Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten, sich schnellstens bei der Polizei Eberbach unter Tel. 06271 9210-0 zu melden.

Die ursprünglich für Sonntag vorgesehene Amtseinführung des neu gewählten Bürgermeister Peter Reichert wurde im Hinblick auf das Kapitalverbrechen abgesagt. Statt des Neujahrsempfangs soll die Veranstaltung „Momente der Trauer“ ermöglichen.

(Clip: www.pr-video.de)

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11 Kommentare

  1. Mein aufrichtiges Beileid an die Hinterbliebenen. Ich wünsche allen, dass die Täter schnell gefunden werden, damit die idiotischen Gerüchte, die für eine weitere Traumatisierung sorgen können, schnell im Keim erstickt werden. Auch dem kleinen Enkelkind drücke ich die Daumen, dass es ohne Schaden aus dem Geschehen hervorgeht.

    Steffen.

  2. Bei uns im Neckartal eine solch brutale Tat. Es wird Zeit, daß es härtere Strafen gibt. Die liberale Straftäter-Gesellschaft, die stets Verständnis für Mörder, Kinderschänder, Schläger aufbringt, über deren schwere Kindheit salbadert, sollte mal dran denken, welche schwere Situation Opfer von Straftaten aushalten müssen. Da bleibt nur die härteste aller möglichen Strafen. Auge um Auge.

    Mein Mitgefühl gilt der Familie.

    LG Elfie

  3. schockiert und voll tiefer trauer nehmen wir abschied von einem engagierten pädagogen und politiker. als biologielehrer hing er nicht nur am lehrplan, sondern brachte seinen schülern auch die natur als ganzes nahe. siehe nur der garten in der au.

    Goodbye herr grote, goodbye frau taler

  4. Der Facebook-Button ist hier sehr gut gelöst. Danke, dass nicht „GEFÄLLT MIR“ drauf steht, sondern „EMPFEHLEN“. Gerade bei so unschönen News können sich andere Medien hier ein Beispiel nehmen.

    hk

    • Hallo hk

      Auch „Empfehlen“ ist nicht gut gelöst, denn empfehlen steht lt. Duden auch für „animieren, anpreisen, anraten, anregen, ans Herz legen, befürworten, nahelegen, nennen, raten, rühmen, vorschlagen, weiterempfehlen, werben, zuraten, zureden“ und vieles mehr.

      Was wollen Sie durch ein solches Anklicken also erreichen? Einen anderen labilen Menschen vielleicht auch zu einer solchen brutalen und verabscheuenswürdigen Tat „anregen“? Solche Taten auch noch „weiterempfehlen?“ Doch sicher nicht.

      Bei einem Artikel über Mitmenschlichkeit hingegen würde sich ein „anregen“ oder „ans Herz legen“ gleiches zu tun sicherlich oftmals mehr als anbieten.

      Das Ganze ist zu komplex, also müßte ein neutralerer Begriff her, vielleicht einfach nur „weiterleiten“, „weitersenden“, „senden“ oder „übertragen“ denn in erster Linie will man den Artikel ja nur unkommentiert jemandem zur Kenntnis geben. Der Grund dafür sei erst einmal dahingestellt.

      Herbert / hos

      • Man empfiehlt ja auch den Artikel. Ich glaube, dass die Leser_innen das schon differenziert wahrnehmen und wissen, dass sie Worte nicht Taten empfehlen.

        Mit freundlichen Grüßen
        Jürgen Hofherr

  5. In tiefer Trauer nehme ich Abschied von Harald Grote und seiner Frau. Währen meiner Zeit am Hohenstaufen Gymnasium habe ich Harald Grote als engagierten Pädagogen und vor allem als liebenswerten Kollegen kennengelernt. Ich bin tief schockiert über sein gewaltsames Ende und das seiner Frau.
    Mein Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen.

  6. Lieber Harald

    ich habe mit Entsetzen über den schrecklichen Mord gelesen. Ich bin sehr dankbar über Deine Freundschaft, die wir in Heidelberg während des Studiums zusammen hatten. Ich habe die Freundschaft mit Dir sehr geschätzt. Wir haben auch öfters uns gegenseitig besucht. Wir waren zwei mal in der Exkursion „Neusiedler See“ und ich habe auch noch die Bilder, die ich damals gemacht hatte. Außerdem warst Du als gern gesehener Gast bei meiner Hochzeit. Ich hoffe, dass Deine Kinder mit Gottes Hilfe weiter den Weg finden werden.

    Vielen Dank für Deine Freundschaft – Du wirst immer in meiner Erinnerung bleiben.

    take care

    Wendelin

  7. Siegfried Grote, Brudes von Dr. Harald Grote

    Tote sollte man eigentlich ruhen lassen. Heute, ein halbes Jahr nach dem Doppelmord, bekam ich jedoch von einem anonymen Schreiber einen Brief, in dem an meinem Bruder kein gutes Haar gelassen wird – ja er wird extrem negativ in verletzender Weise dargestellt. Gerade für diese feigen „Heckenschützen“ hatte mein Bruder stets nur Verachtung. Da kann ich nur sagen: Schämen Sie sich! Wenn Sie Schlammschlachten lieben, haben Sie im Wattenmeer beste Gelegenheit – und man erkennt Sie dann nicht mehr, so wie Sie es doch offenbar mögen.
    Wer seine Meinung sagen will, sollte dies mit offenen Karten tun. Alles andere ist mehr als jämmerlich!

    Mit besten Grüßen an meine Freunde in Eberbach

    Siegfried Grote

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