Mehr Komasäufer im Neckar-Odenwald-Kreis

Logodak

2011 landeten 69 Jugendliche nach Alkoholmissbrauch in Klinik – DAK-Gesundheit setzt Kampagne „bunt statt blau“ in Mosbach  fort

Mosbach. (pm) Trinken bis der Arzt kommt: Bundesweit bleibt das Rauschtrinken bei Schülern ein Problem. Im Neckar-Odenwald-Kreis ist die Zahl jugendlicher Komasäufer gestiegen. Im Jahr 2011 kamen nach Informationen der DAK-Gesundheit 69 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Laut offizieller Landesstatistik nahm die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2010 um 40,8 Prozent zu.

„Die aktuelle Entwicklung ist ein Warnsignal. Wir hoffen, dass wir langfristig einen positiven Trend erreichen können“, sagt Ludger Geier von der DAK-Gesundheit Mosbach „In den vergangenen zehn Jahren haben die alkoholbedingten Klinik-Einlieferungen in unserer Region um 76,9 Prozent zugenommen.“ Auch auf Landesebene gab es in diesem Zeitraum einen deutlichen Anstieg. In der jungen Altersgruppe zwischen zehn und 15 Jahren landeten 2011 zum Beispiel 1193 Kinder und Jugendliche im Krankenhaus. Die Zahl der betroffenen Mädchen war mit 550 niedriger als bei den Jungen mit 643 Fällen.




Um ein Zeichen gegen den aktuellen Anstieg beim Rauschtrinken im Neckar-Odenwald-Kreis zu setzen, startet die Krankenkasse DAK-Gesundheit erneut ihre Präventionskampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“. Bundesweit wurden mehr als 11.000 Schulen angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen, davon 37 Schulen im Neckar-Odenwald-Kreis.

Schirmherrin ist die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans. Im Neckar-Odenwald-Kreis unterstützen Landrat Dr. Achim Brötel und Kriminaldirektor Martin Simon von der Polizeidirektion Mosbach die Aktion. Auch die erfolgreiche Band „Luxuslärm“ beteiligt sich an der Kampagne. Seit 2010 bekannten beim DAK-Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ mehr als 35.000 Schüler Farbe gegen das Komasaufen. „Jugendliche sind im Kampf gegen Alkoholmissbrauch die glaubwürdigsten Botschafter“, so Ludger Geier. „Wir hoffen, dass viele Schulen das Thema auf den Stundenplan setzen.“

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