Kandidaten entwickeln Visionen für Aglasterhausen

NZ im Gespraech

Wer zieht ins Rathaus von Aglasterhausen ein? NOKZEIT stellte Simone Heitz (oben li.), Wolfgang Kipp (unten li.), Jens Martinek (unten 2.v.li.), Sabine Schweiger (oben 2.v.re.) und Peter Wojcik (oben re.) die gleichen Fragen; ein Kontakt zu Rüdiger Widmann war leider nicht möglich. Was sie antworteten, wofür sie stehen, welche Perspektiven sie für Aglasterhausen entwickeln, können unsere Leser_innen die ganze Woche über hier verfolgen. (Foto: Wikipedia/pm/Montage: Hofherr)

Aglasterhausen. Am 03. Februar 2013 wählen die Menschen in Aglasterhausen, Breitenbronn, Daudenzell und Michelbach ein neues Gemeindeoberhaupt, da Erich Dambach nach 32 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand tritt. Insgesamt haben sich sechs Frauen und Männer um die Nachfolge beworben, denen NOKZEIT im Vorfeld verschiedenen Fragen gestellt hat (NZ berichtete). Lediglich Rüdiger Widmann aus Waiblingen konnte aufgrund fehlender Kontaktdaten nicht befragt werden. Von Wolfgang Kipp aus Mosbach haben wir inzwischen zwar Antworten erhalten, diese passen aber nicht zu unseren Fragen.

Nachdem die Kandidat_innen gestern ihre Position zum Demographischen Wandel präsentierten, geht es heute um Visionen für die Zukunft der Gemeinde.




Welche Vision haben Sie für die Aglasterhausen und die einzelnen Ortsteile? Wo soll die Ihre Gemeinde im Jahr 2021 stehen?


Rüdiger Widmann: keine Kontaktaufnahme möglich.


Peter Wojcik: Was mir persönlich am Herzen liegt, ist es zu schaffen, dass „meine Vision, unsere Vision“ wird.

Ich sehe positiv in die Zukunft und lass mich nicht von negativen Schlagzeilen beeinflussen. Wenn auch die daraus resultierende Vorsicht und Umsichtigkeit, nicht von der Hand zu weisen ist. Natürlich möchte ich meine Pläne verwirklicht wissen und werde alles daran setzten Aglasterhausen „lebenswerter zu machen“.

Wichtig ist mir, dass man nach acht Jahren Amtszeit positive Veränderungen wahrnimmt und nicht stagniert ist. Eine Bürgernahe Verwaltung vorhanden ist und der direkt Kontakt mit dem Bürger, den Vereinen und Gewerbebetrieben immer im Zentrum meines Amtes stand.


Simone Heitz: Visionen kann ich mir für Zeiträume von 20 Jahren und mehr vorstellen, 8 Jahre sind fast zu kurz für einen visionären Ausblick, der für mich nur eine nachhaltige Gemeinde sein kann.

Ich wünsche mir eine Gemeinde, die alles in ihrer Macht stehende dafür tut, dass die Klimaschutzziele einhalten werden und in der keine Säule der Nachhaltigkeit im Vergleich zu den anderen Säulen vernachlässigt oder bevorzugt wird. Wir brauchen Ökonomie, Ökologie und soziale Gerechtigkeit. Meine Gemeinde in 2021 ist eine Gemeinde in der die Bürgergesellschaft gelebt wird. Wir haben im florierenden Handel und Gewerbe viele attraktive Arbeitsplätze, die ärztliche Versorgung ist gut, Einkaufsmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden, das kulturelle Angebot stimmt und wird gut angenommen. Schule und Kindergärten sind auf pädagogisch modernstem Stand und gut ausgestattet. Kinder, Jugendliche, Familien,  Senioren haben das auf sie zugeschnittene Angebot. Es stehen ausreichend Flächen zur Wohnbebauung zur Verfügung. Ich setze auf verstärkt auf Innenentwicklung, die Belebung der Baugebiete der 60er, 70er und 80er Jahre und Ortskernsanierungen mit Hilfe geeigneter Förderprogramme. In Aglasterhausen sind die Gemeindefinanzen solide und ermöglichen den Erhalt und die Modernisierung der gemeindlichen Infrastruktur. Alle vier Ortsteile haben sich weiterentwickelt und leben ihre Vielfalt in aktiven Vereinen und in der Dorfgemeinschaft. Man lebt gerne in gesunder Umwelt, kann Wald und Feld genießen in artenreicher Kulturlandschaft und Leben in einer Umgebung in der Andere Urlaub machen.

Aglasterhausen, Breitenbronn, Daudenzell und Michelbach sind Dörfer in denen sich Alt und Jung wohlfühlen, gegenseitig respektieren und sich für einander einsetzen.


Wolfgang Kipp: Aglasterhausen muss zukunftsfähig bleiben. Wir brauchen genügend Kinderkrippenplätze, damit beide Elternteile ganztags arbeiten können. Wenn wir uns als kinderfreundliche Gemeinde einen Namen machen, sollte es auch möglich sein, Gewerbebetriebe hier anzusiedeln.  Auf den demografischen Wandel zu reagieren und sich auch auf die alternde Bevölkerung einstellen: das ist die größte Herausforderung für die nächsten Jahre.


Jens Martinek: Da ich nicht in Aglasterhausen lebe habe ich auch keine Visionen speziell für Aglasterhausen. Generell erhoffe ich eine mir eine Welt in der die Menschen frei von Bevormundung leben können.


Sabine Schweiger: Die Gemeinde Aglasterhausen ist auch 2021 als Mittelpunktsgemeinde mit einem attraktiven Vereinsleben und positivem Kaufkraftzufluss im kleinen Odenwald ein Anziehungspunkt. Eine attraktive Außendarstellung hat die Aufmerksamkeit der Menschen aus der Region erhöht – man kennt Aglasterhausen, schätzt es – und wohnt gerne dort.

Die Ortsteile präsentieren sich 2021  in ihrem jeweiligen Charakter lebendig und lebenswert – für jung und alt!


Die Kandidat_innen sofern bekannt im Internet (in alphabetischer Reihenfolge der Nachnamen):

www.simoneheitz4aglasterhausen.de (Simone Heitz)

www.nein-idee.de (Jens Martinek)

www.sabine-schweiger.de (Sabine Schwieger)

www.peter-wojcik.de (Peter Wojcik) 

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