„Echt Odenwald“ – Lizenzverträge unterzeichnet

Echt Odenwald

Landrat Dietrich Kübler überreicht die Urkunde der Regionalmarke „Echt Odenwald“ an Liane Heist für die Odenwälder Rodensteinknacker vom Crumbacher Bauernlädchen. Links im Bild: Elsbeth Kniß (Odenwaldkreis, Abteilung Ländlicher Raum, Veterinärwesen und Verbraucherschutz). (Foto: pm)

Odenwald. (pm) „Echte Odenwälder Produkte haben ein Gesicht und eine Marke“ – unter diesem Motto steht das Qualitäts- und Herkunftssiegel der Regionalmarke „Echt Odenwald“. In Zeiten von Lebensmittelskandalen gewinnen regionale Produkte aus der Nachbarschaft wieder mehr an Bedeutung. Zu wissen, wo die Lebensmittel herkommen und unter welchen Bedingungen sie erzeugt wurden, wird für viele Verbraucher immer wichtiger.

Aber wie kann man sicher sein, dass die Produkte wirklich aus der Region stammen und die Qualität stimmt? Orientierung gibt hier seit einiger Zeit die Regionalmarke „Echt Odenwald“. Produkte, die dieses Qualitäts- und Herkunftssiegel tragen, müssen aus dem Odenwald stammen. Die Initiative ist kreis- und länderübergreifend: Die natürlichen geographischen Grenzen der Mittelgebirgsregion geben den Rahmen vor. Neben der Odenwälder Herkunft müssen die Produkte der Regionalmarke „Echt Odenwald“ natürlich auch eine gute Qualität aufweisen. So sind geprüfte und anerkannte Qualitätsgütesiegel wie „Gutes aus Hessen“, „Landmarkt“ oder „Bio-Siegel“ die Grundlage zum Erwerb der Regionalmarke. Ein Qualitätssauschuss, zusammengesetzt aus Verbrauchervertretern und Fachleuten der Region, entscheidet über die Aufnahme der einzelnen Produkte.




Die Regionalmarke Echt Odenwald befindet sich derzeit noch in der Aufbauphase. Mit der Unterzeichnung der ersten Lizenzverträge und der Ausgabe der Urkunden wurde nun ein weiterer wichtiger Schritt getan: Insgesamt 14 Lizenzverträge wurden am Donnerstag, den 24.01.2013 in der Molkerei Hüttenthal unterzeichnet und den Teilnehmern von Landrat Dietrich Kübler überreicht. Folgende Produkte dürfen sich nun ganz offiziell mit dem Gütesiegel „Echt Odenwald“ schmücken: Odenwälder Bio-Weidemilch vom Bauernhof Zimmermann, Lachsforelle vom Forellenhof Lenz, Weidelamm der Schäfereien Keller und Wüstenhagen/Pollmann, Angusfleisch vom Angushof, Apfelsaft der Kelterei Pfeiffer, Kochkäse der Hofkäserei Schloßberg, Frühstückskäse der Molkerei Hüttenthal, Rindfleisch von der Gelbviehzucht „Weiße Hube“, Goldparmäne vom Bauernhof Keil, Karamell Eis vom Hardthof, Rodensteinknacker vom Crumbacher Bauernlädchen, Schweinefleisch von mehreren Odenwälder Züchtern und das berühmte Gäulchen vom letzten Odenwälder Gäulschesmacher.

Stärkung nachhaltiger, regionaler Wirtschaftskreisläufe

Was haben die Erzeuger von der Teilnahme? Je breiter die Produktpalette ist, desto attraktiver wird die Regionalmarke „Echt Odenwald“ für den Verbraucher und desto höher ist der Werbeeffekt für den Einzelnen. Die ausgezeichneten Produkte und damit auch der Erzeuger werden durch die Odenwald Tourismus GmbH überregional im Internet, in Broschüren und auf Messen beworben. Die Produkte werden durch das Tragen des Gütesiegels aufgewertet und geben den Verbrauchern die Sicherheit ein gutes, regionales Erzeugnis zu kaufen. Die Verbraucher erkennen die hohe Wertigkeit der Produkte und sind bereit dafür mehr zu bezahlen. Das gesamte Image der Ausflugs- und Urlaubsregion Odenwald wird durch die authentischen Einkaufs- und Geschmackserlebnisse gestärkt. Stephanie Herbener (Marketing, Odenwald Tourismus GmbH) erinnert daran: „Wer verreist möchte eine Region mit allen Sinnen erfahren. Das geht uns allen so. Der Odenwald ist eine Region, in der viele Produkte noch nach guter handwerklicher Art hergestellt werden. Dies müssen wir vermehrt bewerben. Eine starke Regionalmarke zeigt die Vielfalt und Qualität unserer regionalen Erzeugnisse und erhöht die Attraktivität des gesamten Odenwaldes“.


Im nächsten Schritt ist die Vernetzung der Regionalmarke „Echt Odenwald“ mit der Gastronomie geplant. Gastronomiebetriebe sollen dafür gewonnen werden, mehr Lebensmittel aus dem Odenwald zu kaufen und Produkte der Regionalmarke zu verwenden. Von den Mitgliedern des Odenwald-Gasthaus e.V. wird dies seit Jahren erfolgreich praktiziert. Auch Metzgereibetriebe und Bäcker sollen verstärkt mit einbezogen werden. Damit entstehen nachhaltige, regionale Wirtschaftskreisläufe.

Mitmacher gesucht!

Von den Familienbetrieben erfordert es Mut sich auf Regionalität umzustellen und so konnten sich die Pioniere heute über die ersten Auszeichnungen freuen. Weitere Mitmacher sind herzlich willkommen! Alle interessierten Odenwälder Erzeuger von Lebensmitteln und handwerklichen Produkten, die ihre Rohstoffe aus dem Odenwald beziehen, melden sich bei der Odenwald Tourismus GmbH, Stephanie Herbener, Tel. 06061-9659714, herbener@odenwald.de

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2 Kommentare

  1. Odenwaldsiegel irreführend. Schade, aber mit Verbraucherschutz hat dies wenig zu tun. Auch ist unklar was die Verbraucher auf den Tisch bekommen. So ist es z.B. möglich, dass der Frühstückskäse ausgezeichent wird, die entgsprechende Molkerei aber gerade nicht garantieren kann dass die Kühe auch nicht gentechnik veränderte Futtermittel verfüttert bekamen. Sie erwecken im obigen Text den Eindruck dass „Echt Odenwald“ mit z.B. Qualitätsgütesiegel wie „Gutes aus Hessen“, „Landmarkt“ oder „Bio-Siegel“ vergleichbar sind. Das Problem sind die Zusatzkriterien die auch zulassen gentechnikveränderte Futtermittel für Kühe zu verfüttern.

    • „echt odenwald“ ist nur ein regional-siegel, das schließt nicht aus, dass dort auch schrott produziert wird. regional ist nicht automatisch bio, fair, genfrei oder artgerecht usw. sollte eigentlich klar sein.

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