Stationäre Schmerztherapie findet große Nachfrage

Weitere Verzahnung von ambulanter und stationärer Behandlung

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Mit dem Facharzt für Neurochirurgie Dr. med. Andreas Potschka steht den Patienten der Neckar-Odenwald-Kliniken ein erfahrener Schmerztherapeut zur Verfügung. (Foto: pm)

Mosbach. (pm) Seit Okt. 2011 gibt es für Schmerzpatienten im Krankenhaus Mosbach die Möglichkeit einer stationären Therapie. Diesem jungen Angebot kommt nach Worten von Klinikgeschäftsführer Duda eine große Patientennachfrage zu. Die oft mehrtägige Behandlung von Schmerzpatienten im Krankenhaus wird vom Facharzt für Neurochirurgie und Schmerztherapeut Dr. med. Andreas Potschka vorgenommen, soweit erforderlich, unter Zuziehung von ärztlichen Kollegen anderer Disziplinen.

Der in Mosbach mit einer eigenen Praxis niedergelassene Facharzt betreut die im Krankenhaus eingerichtete Abteilung für stationäre Schmerztherapie im Rahmen eines sogenannten Konsiliarvertrages: Wirtschaftlich unabhängig von den Neckar-Odenwald-Kliniken, nutzt er am Standort Mosbach sechs Betten und sorgt so für eine weitere Verzahnung von ambulanter und stationärer Behandlung. Ein großer Vorteil für die Patienten, da der behandelnde Arzt ihre Krankengeschichte bereits kennt. Dr. Potschka ist seit mehr als 20 Jahren auf die Therapie von Schmerzerkrankungen spezialisiert.

Zur Behandlung kommen vor allem Patienten mit Rückenschmerzen – egal ob bereits ein Wirbelsäuleneingriff stattgefunden hat oder nicht – , aber auch Patienten, bei denen Hüfte, Schulter, Knie, Nerven, Kopf und Gesicht andauernde und heftige Schmerzen verursachen. In der Krankheitsstatistik verzeichnen Schmerzerkrankungen einen permanenten Anstieg. Im Gegensatz zur ambulanten Situation können bei einer stationären Behandlung unter ständiger ärztlicher Überwachung unterschiedliche Dauertherapien und hoch dosierte Medikamente eingesetzt werden. Womit sich sehr hohe Schmerzintensitäten häufig reduzieren lassen. Dr. Potschka: „Wir behandeln vor allem diejenigen Schmerzpatienten stationär, die sich auf einer Intensitätsskala von 0 bis 10 oberhalb der Ziffer 7 einordnen. Dabei wird angestrebt, die Intensität der Schmerzen während des Klinikaufenthaltes um mindestens 50 Prozent zu verringern. Dann bestehen gute Aussichten diesen Therapieerfolg durch ambulante Folgebehandlungen zu stabilisieren.“




Zu den therapeutischen Maßnahmen, die stationär besser durchzuführen sind als ambulant, gehört auch die Umstellung einer Medikation. Sie kann stationär wesentlich besser kontrolliert und risikominimiert vollzogen werden. Auch verschiedene physiotherapeutische Schmerzbehandlungen erweisen sich unter stationären Bedingungen als wirkungsvoller. 

Voraussichtlich im Sommer 2013 wird die Stationäre Schmerztherapie am Krankenhaus Mosbach um psychotherapeutische Behandlungsangebote erweitert. Gesprächstherapien können dann von den Klinikpatienten bei Bedarf ohne die langen Wartezeiten, die für Psychotherapien allgemein üblich sind, in Anspruch genommen werden. Dieses neue Angebot, das Psychologen und Psychosomatiker in die Schmerzbehandlung am Krankenhaus Mosbach einbringen, entspricht dem gestiegenen Bedarf an psychologisch ausgerichteten Hilfsangeboten: Insbesondere bei Rückschmerzen spielen gemäß fachärztlicher Erfahrung in vielen Fällen auch psychische Ursachen eine große Rolle. Oberstes Ziel ist die Reduktion der Schmerzwahrnehmung um die Lebensqualität für den Patienten wiederherzustellen und damit eine „drohende“ Operation im Erfolgsfall zu verschieben bzw. auch ganz vermeiden zu können. Andernfalls untermauert ein unzureichendes Ansprechen des Patienten auf die Schmerztherapie die Entscheidung für einen geplanten Eingriff. Eine intensive Kooperation zwischen der stationären Schmerztherapie in Mosbach und der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie Buchen ist für Dr. Potschka deshalb selbstverständlich. Dadurch werden unnötige Operationen vermieden und notwendige bzw. sinnvolle Eingriffe qualitativ besser abgeklärt. „Wir erweitern unser Klinik-Spektrum und schließen eine Versorgungslücke in der Region“, so Duda. 

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