Reisenbachs Altbürgermeister feiert 80.

Erich Rechner

Erich Rechner. (Foto: Liane Merkle) 

Reisenbach. (lm) An seiner Herzklappenoperation vor vier Jahren hatte er lange zu knappern und konnte sich zunächst nur mit einem Rollator bewegen. Mit viel Energie und ständigem Arbeiten an sich selbst schaffte er es wieder bis zum Schlepperfahren, Holz holen und mit dem Schneeschieber zu arbeiten.

Die Rede ist von Altbürgermeister und ehemaligem Ortsvorsteher Erich Rechner, der am heutigen Samstag seinen 80. Geburtstag im Kreise seiner Familie, Verwandtschaft, zahlreichen Freunden und vor allem mit seinen 9 Enkeln feiert. Noch immer verfolgt er die Entwicklung „seiner“ Gemeinde mit großem Interesse, ist aber heute vor allem leidenschaftlicher Opa. Über Jahrzehnte hinweg hat Erich Rechner die Geschicke von Reisenbach entscheidend mitgeprägt und sich so große Verdienste um das Gemeinwohl erarbeitet und auch verdient. Dass er dabei stets das Wohl der Bürger im Auge hatte und auch immer versuchte, das Beste für die Gemeinde zu erreichen spiegelte sich dadurch wieder, dass er bei seinen Wiederwahlen sowohl als Bürgermeister als auch als Ortsvorsteher auf eindeutige Vertrauensbeweise stolz sein konnte.

Erich Rechner wurde am 2. Februar 1933 als zweites von insgesamt sieben Kindern der Eheleute Alois und Anna Rechner in Reisenbach geboren. Seine Eltern besaßen eine Landwirtschaft mit angeschlossenem Holzhandel. Nach dem Besuch der örtlichen Volksschule und der Landwirtschaftsschule in Eberbach von 1949 bis 1951 half der heutige Jubilar im elterlichen Betrieb mit. 1958 heiratete er seine Frau Hilde und aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor. 1960 übernahm er mit seiner Frau den elterlichen Betrieb und baute ihn kontinuierlich weiter aus. Erich Rechner spezialisierte sich im Bereich des Holzrückens und wie so viele seiner Landwirtskollegen hat auch er die Viehhaltung vor einigen Jahren aufgegeben und die meisten Äcker und Wiesen verpachtet.




Die kommunalpolitische Laufbahn von Erich Rechner begann im Jahre 1966 als er, ohne dass er sich für dieses Amt beworben hatte, zum Bürgermeister der damals selbständigen und 330 Einwohner zählenden Gemeinde Reisenbach gewählt wurde. Nach der Gemeindereform 1974 vertrat er künftig als Ortsvorsteher die Interessen der Reisenbacher. Zusätzlich gehörte Erich Rechner in der ersten Wahlperiode der neuen Gesamtgemeinde Mudau von 1976 bis 1980 dem Gemeinderat an und war von 1970 bis 1975 Vorsitzender der Mudbachgruppe. Viel Zeit und Energie hatte er in dieser Zeit in die Weiterentwicklung der Gemeinde investiert und so konnte der Feldwegeausbau vorangetrieben werden und in Eigenleistung wurden der Sportplatz und die Friedhofskapelle errichtet. Das größte Projekt war allerdings der Ausbau der Reisenbacher Ortsdurchfahrt, womit für die Bevölkerung ein langgehegter Wunsch in Erfüllung ging. Zuvor wurden die Wasser-, Abwasser- und Oberflächenwasseranlagen durch die Gemeinde errichtet. Seine maßgebliche Beteiligung und unermüdliche Präsenz und Hilfe vor Ort hatten wesentlich zum guten Gelingen der Projekte beigetragen.

Heute ist er stolz auf den gelungenen Ausbau der Ortsdurchfahrt und die reizvolle Gestaltung des Dorfplatzes, durch die der Ort eine wesentliche Aufwertung erfuhr und deren Fertigstellung im Juni 1999 mit einem großen Dorffest gefeiert wurde. Ein weiteres wichtiges Vorhaben für die Weiterentwicklung des Ortes brachte der heutige Jubilar mit der Erschließung eines Baugebietes auf den Weg. Auch dieser Plan konnte in den Neunziger Jahren mit der Erschließung des Baugebietes Reisenbach Ost realisiert werden.

Über 40 Jahre lang versah er zudem mit seinen eigenen Gerätschaften den örtlichen Winterdienst, war Jahrzehnte lang Mitglied im Aufsichtsrat der Volksbank Franken und zuvor viele Jahre im Vorstand der örtlichen Raiffeisengenossenschaft und die örtlichen Vereine hatten in Erich Rechner einen guten Freund und Fürsprecher. So war er Mitglied im TV Reisenbach, in der TSG Reisenbach/Mudau, im gemischten Chor, in der Feuerwehr und in weiteren Vereinen und Gruppierungen. Nach 38 Jahren in der Kommunalpolitik hatte sich Erich Rechner 2004 davon zurückgezogen und auch die Ämter als Aufsichtsrat der Volksbank sowie als Jagdvorstand, als letzte bindende Verpflichtung, nach ca. 30 Jahren im Jahre 2007 abgegeben.

 Die Redaktion schließt sich den sicherlich zahlreichen Glückwünschen zum 80. Geburtstag gerne an. 

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de



Artikel empfehlen: