Sabine Schweiger siegt in Aglasterhausen

Nur acht Wähler sagen NEIN – 85 Prozent wählen weiblich
Sabine Schweiger

Künftig wird Sabine Schweiger im Rathaus Aglasterhausen die Amtsgeschäfte führen. (Foto: pm)

Eine historische Bürgermeisterwahl erlebte heute Aglasterhausen. Als erste Gemeinde im Neckar-Odenwald-Kreis wählten die Bürger der vier Ortsteile Breitenbronn, Daudenzell, Michelbach und Aglasterhausen eine Frau auf den Chefinnensessel im Rathaus. Nach langem, fairem Wahlkampf, der in der öffentlichen Kandidatenvorstellung in der Turn- und Festhalle seinen Höhepunkt hatte, aber auch beim Kandidaten-Check (NZ berichtete) auf NOKZEIT  intensiv verfolgt und diskutiert wurden, entschieden sich die knapp 3.800 Wahlberechtigte heute im ersten Wahlgang für Sabine Schweiger aus Neckargemünd. Die 48-jährige Volkswirtin erhielt 53,85 Prozent.

Schweiger tritt damit die Nachfolge von Erich Dambach an, der nach 32 Amtsjahren in den wohnverdienten Ruhestand tritt.  Die Wahlbeteiligung lag bei 62,83 Prozent (2.365 Wähler).




Das Ergebnis im Detail:

  • Schweiger, Sabine Hedwig 1.267 Stimmen 53,85 Prozent
  • Heitz, Simone 730 Stimmen 31,02 Prozent
  • Wojcik, Peter Michael 329 Stimmen 13,98 Prozent
  • Widmann, Rüdiger Roger 10 Stimmen 0,42 Prozent
  • Martinek, Jens 8 Stimmen 0,34 Prozent
  • Kipp, Wolfgang 4 Stimmen 0,17 Prozent
  • Zusammengefasste Bewerber 5 Stimmen 0,21 Prozent

Die Wahlergebnisse nach Bezirken (Quelle Gemeindeverwaltung):

http://www.NOKZEIT.DE/wp-content/uploads/2013/02/ergebnis.slk_.pdf

Die Frauenpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, MdL Charlotte Schneidewind-Hartnagel, gratuliert der ersten Bürgermeisterin im Neckar-Odenwald-Kreis. (Foto: M. Hofherr)

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17 Kommentare

  1. Das ist lustig. Zunächst versucht Frau Schneidewind-Dingsbumbs alles um Frau Schweiger zu verhindern und nachdem diese leider doch gewonnen hat, taucht sie da locker im Jogger auf (so sieht es zumindest aus) und lässt ein Bild mit der Handykamera machen (so ist zumindest die Qualität). Das Gesicht der guten Frau Schweiger spricht Bände….

    • Das Foto wurde in der Tat per Handy geknipst. Hat aber den Vorteil, dass wir so schnell berichten können.

      Viele Grüße
      Jürgen Hofherr

    • Schon klar,dass es dem rechten Lager befremdlich erscheint,wenn die grüne Abgeordenete fair ist und der Siegerin gratuliert.

  2. Also lieber Herr Hofherr, wäre da nicht ein Foto mit dem Altbürgermeister, mit den anderen Kandidaten oder dem Landrat angebrachter, als das mit einer ungerufenen MdL aus dem Nachbarwahlkreis??? Ohne Foto war wohl ein Bericht auch nicht möglich? Ist eben reiner Qualitätsjournalismus und die Kontakte stimmen ja auch….Machen sie doch ein grünes Logo über die Seite, dann weiß zumindest jeder woran er ist….sie sind doch auch für Verbraucherschutz jeder Art, oder?

    Lieber Ferdi, da haben sie vollkommen recht. Fairness ist man von ihrem Lager wirklich nicht gewohnt…das zeigt auch schon die diffamierend gemeinte Äußerung „rechtes Lager“ gegenüber jemanden, der seit 15 Jahren SPD-Mitglied ist…. Danke für diese Offenbarung….

    • Frau Schneidewind-Hartnagel ist Frauenpolitische Sprecherin ihrer Fraktion im Landtag und Betreuungsabgeordnete des Neckar-Odenwald-Kreises. Da sie sich massiv für Frauen in Führungspositionen und in der Kommunalpolitik einsetzt, und Frau Schweiger die erste BMin im Neckar-Odenwald-Kreis ist, macht dieses Foto mehr Sinn, als ein Landrat oder ein scheidender Bürgermeister. Was würde ein Bild mit Dr. Brötel bedeuten? Lasse mich gerne überzeugen.

      Viele Grüße
      Jürgen Hofherr

    • Ach so … schon wieder der gleiche verbitterte Genosse, der es nicht ertragen kann, daß seine Partei nur Juniorpartner unter Grün wurde. Da ärgert er sich schwarz und schlüpft sogar lieber der CDU-Frau in den …

      • Hallo Ferdi,

        die Wahl ist rum! Die Bürger haben eindeutig entschieden!
        Akzeptiert doch bitte das Votum!

  3. Was lehrt uns auch dieses Bürgermeisterwahlergebnis:
    Nur wer in der Kunst der hohlen und nichtssagenden Verbreitung von Worthülsen bewandert ist, hat die Chance auf den Posten eines BM.
    Eine fleißige, tatkräftige und mit einer eigenen Meinung versehenen Frau, wie Simone Heitz, hat gegen solche Leute keine wirkliche Chance.
    Traurig!

    • @R.Rosenfeld

      Ich weiß, dass Sie Grüner sind, damit habe ich kein Problem!
      Ich weiß auch das Sie kein Bürger der Gemeinde Aglasterhausen sind! Sie kommen aus der Nachbargemeinde!

      Sie kennen Fr. Heitz weil Sie Grüne ist, nur würde ich mir als nicht Ortskundiger etwas zurückhalten!

      Wieso können Sie über die anderen ernstzunehmenden Kandidaten Schweiger und Wojcik so urteilen! Haben sich der ein oder andere Kandidat vielleicht doch in Schönbrunn-Schwanheim verirrt?
      Man sieht jetzt mal wieder, wie parteipolitisch wichtig diese Wahl über Gemeinde- und Kreisgrenzen für die Grünen war!
      Es wollten 68,98 Prozent der Wähler nicht, dass Fr.Heitz das BGM-Mandat erhält. Dies muss man respektieren!
      Die Bürgerinnen und Bürger sind nicht dumm, wies Sie es hier betiteln! !

      • Ganz unabhängig von dieser Wahl gesprochen: die Behauptung, es gäbe keine dummen Menschen, halte ich für gewagt.

      • Was der Herr Seppl so alles weiß, oder auch nicht.

        Seppl weiß nicht, dass ich auf 15 Jahre CDU-Mitgliedschaft zurückblicke (0 Tage bei den Grünen).
        Seppl weiß nicht, dass ich durchaus in der Lage bin mein Dorf zu verlassen und mich sogar über die Kreisgrenze wage.
        Seppl weiß nicht, dass ich die Mosbacher Ausgabe der RNZ im Abo habe und auch lesen kann, bin sogar in der Lage die HP’s von Kandidaten zu ergoogeln.
        Seppl weiß nicht dass ich alle Klimamessen in Aglasterhausen besucht habe und dort zwangsläufig auf Frau Heitz traf. Von dort habe ich sie in bester Erinnerung.
        Seppl weiß nicht, dass ich 18 Jahre lang dienstlich mit Aglasterhausen zu tun hatte.
        Seppl weiß nicht, dass ich mit meinen fast 70 Jahren schon viele Wahlen und sehr viele Bürgermeisterwahlen beobachtet habe.
        Seppl weiß nicht, dass ich z.Zt. gegen die unsägliche Windmühlenpolitik der Grünen hier im kleinen Odenwald kämpfe und das mit Klarnamen und nicht mit Seppl.

        Es ging mir nicht nur um dieses Wahlergebnis, sondern AUCH um dieses Ergebnis.
        Ich bin auf alle Worthülsenkünstler in der Politik nicht gut zu sprechen.
        Diese KünstlerInnen gibt es auch innerhalb der Grünen, deshalb sitzt Frau Schneidewind-Hartnagel heute in Stuttgart im Landtag und nicht Frau Heitz. Auch Grüne Wähler haben einen Hang zu nichtssagenden Politikern.

        ICH HABE NIEMANDEN ALS DUMM BETITELT!

  4. Bei der Kandidatenvorstellung wurde Frau Schweiger gefragt, ob sie im Falle des Wahlsieges nach Aglasterhausen ziehen wird. Sie antwortete klar und deutlich, dass sie mit ihrer Familie selbstverständlich nach Aglasterhausen zieht. Im RNZ-Interview sagt sie nun – nach der Wahl – sie werde eine Wohnung in Aglasterhausen nehmen aber weiterhin ihren ersten Wohnsitz in Neckargemünd behalten. So verarscht man die Leute! Ich denke, da werden sich die Wähler noch wundern, was jetzt oder später dann alles anders ausgelegt und dargestellt wird, wie vor der Wahl gesagt!

    Vom Admin verschoben.

  5. Was ist der Unterschied zwischen Marketing und Realität?
    Frau Schweiger verkündete bei der Vorstellung in Aglasterhausen, sie wird nach Aglasterhausen ziehen. Leider habe ich vergessen zu fragen, ob Aglasterhausen der Lebensmittelpunkt wird. Die Antwort hat sie heute auf der Webseite der RNZ gegeben:
    Zitat:
    Um in Aglasterhausen präsent zu sein, werde sie dort eine Wohnung mieten, der Hauptwohnsitz der verheirateten Mutter zweier Kinder wird aber die Stadt am Neckar bleiben.“
    Zitat Ende.
    Da fällt mir ganz schnell die Redewendung: „An den Taten sollst du sie messen, nicht an den Worten?“
    Zur Klarstellung:
    Ich wohne in Aglasterhausen und bin kein Mitglied irgendeiner Partei.

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