MdL Hauk besucht Realschule Obrigheim

Bildungspolitik im Fokus

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MdL Peter Hauk (Mitte) mit seinen Gesprächspartnern. (Foto: pm)

Obrigheim. (pm)  „Herzlichen Dank für Ihre Zeit und das aufschlussreiche Gespräch“, war das Fazit des Neckar-Odenwälder Abgeordneten und Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion, Peter Hauk MdL, am Ende eines Besuchs an der Realschule Obrigheim. Zuvor hatte man sich intensiv über die aktuelle Bildungspolitik ausgetauscht. Am Gespräch beteiligt waren Rektor Michael Lagler, Konrektor Oliver Class, Obrigheims Bürgermeister Roland Lauer, Aglasterhausens Bürgermeister Erich Dambach sowie CDU-Gemeinderat Ingo Link.

„Wie macht sich der Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung in Ihrer Schule bemerkbar?“, wollte Hauk anfangs wissen. Die mache sich durchaus bemerkbar, antwortete Rektor Lagler und ergänzte: „Wir haben jetzt eine weitaus heterogenere Zusammensetzung in der fünften Klasse, da auch einige Schüler vermutlich ohne Realschulempfehlung an der Schule angemeldet wurden.“ Das stelle die Lehrerschaft pädagogisch vor neue Herausforderungen, da das Leistungsspektrum sehr viel breiter geworden wäre. Rektor Lagler bedauerte, dass diese Entwicklung seitens der Landesregierung „ohne eine vorherige Konzeption und gründliche Vorbereitung vorschnell angestoßen wurde“. So verhalte es sich ebenso bei der Genehmigung von Gemeinschaftsschulen, ohne dass eine regionale Schulentwicklungsplanung vorhanden wäre. „Diese Planung haben wir von Beginn an von der Landesregierung eingefordert und wurden dabei immer wieder auf spätere Termine vertröstet. Inzwischen werden einfach Fakten geschaffen“, merkte Hauk an. Bürgermeister Lauer bemängelte die nicht vorhandene Planungssicherheit für die Kommunen. Gemeinschaftsschulen würden von der Landesregierung derzeit klar gegenüber anderen Schularten bevorzugt.




Die Realschule Obrigheim erfreue sich nach wie vor einer hohen Nachfrage, was sich auch dadurch zeige, dass 85 Prozent der Schülerschaft nicht aus Obrigheim kämen. Dass dieser gute Ruf auch im Kleinen Odenwald Bestand hat, bestätigte der Aglasterhäuser Bürgermeister Dambach, der auch die gute und enge Zusammenarbeit beider Kommunen im Schulbereich herausstellte. „Ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung für oder gegen ein Schule ist, dass die Schulen gut ausgestattet sind, und wir den Schülerinnen und Schülern über gute Räumlichkeiten gute Bedingungen bieten“, ergänzte Link. „Ihre Schule genießt einen hervorragenden Ruf, gerade weil Sie sich über die Jahre mit ihrem starken technischen Profil ein Alleinstellungsmerkmal erarbeitet haben“, lobte Hauk die Arbeit der Schule. Die Kooperation mit der Wirtschaft und dem Handwerk funktioniere zudem sehr gut, was den Schülerinnen und Schülern einen späteren Berufseinstieg erleichtere.

Auch die Ganztagesbetreuung kam zur Sprache. „Hauptsächlich möchten wir mit unserem Ganztagsangebot eine Vielzahl an Angeboten schaffen, in denen jede Schülerin und jeder Schüler für sich sinnvolle Inhalte findet“, betonte Konrektor Class. 300 von den ca. 800 Schülern hätten sich für das freiwillige Ganztagesangebot angemeldet. Für dieses Angebot erwartet die Schule einen Solidarbeitrag von den Eltern in Höhe von 5 Euro pro Monat, um die Personalkosten abdecken zu können.

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