Vandalismus in einer Leichenhalle geklärt

Fünf jugendlichen Tatverdächtigen in Osterburken festgenommen – Umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, Teilgeständnisse abgelegt, Bande verübte weitere Taten

Steinsfurt / Osterburken. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden eine Leichenhalle, sowie die Sporthalle einer Schule, von Vandalen heimgesucht. Die Täter verwüsteten große Teile der Einrichtungen und machten auch vor sakralen Gegenständen keinen Halt. Der Sachschaden beträgt mehrere tausend Euro.

Am Dienstagmorgen wurden fünf Tatverdächtige, vier Jungen und ein Mädchen, in Osterburken von der Polizei festgenommen. Die Jugendlichen stammen allesamt aus Sinsheim und sind bereits einschlägig polizeilich bekannt. Bei ihnen wurde umfangreiches Beweismaterial aufgefunden, unter anderem auch ein Zeitungsausschnitt in dem über die Tat berichtet wurde. Zwei der Verdächtigen legten ein umfangreiches Geständnis ab. Zu ihren Motiven wollten sie sich nicht äußern. Zum Zeitpunkt der Taten standen die Vandalen wohl unter erheblichem Drogen- und Alkoholeinfluss.




Im Verlauf der Ermittlungen konnten den Jugendlichen weitere Taten nachgewiesen werden, welche sie am vergangenen Wochenende in Sinsheim begangen hatten. Hierzu gehören ein versuchter Autodiebstahl, der Diebstahl eines Mofas, der Aufbruch eines Reisebusses, eine Körperverletzung sowie eine Sachbeschädigung. Auf die Spur der Bande kam die Polizei am Dienstagmorgen, als diese am Bahnhof in Osterburken durch massiven Alkoholkonsum auffielen. Bei der anschließenden Kontrolle ergaben sich Indizien für die Täterschaft der Jugendlichen.

Durch die enge Zusammenarbeit der Polizei in Buchen mit den ermittelnden Beamten des Polizeireviers Sinsheim konnte die Tat schnell aufgeklärt werden. Einige der jetzt ermittelten Täter waren auch im vergangen Herbst für eine Serie von Sachbeschädigungen und Graffiti-Schmierereien in Sinsheim verantwortlich. Einer der Jugendlichen war deswegen erst vor kurzem vom Amtsgericht Sinsheim zu drei Wochen Jugendarrest verurteilt worden.

Nach ihrer Vernehmung und ihrer erkennungsdienstlichen Behandlung wurde das Quintett ihren Erziehungsberechtigten überstellt. Sie sehen nun Strafanzeigen und Schadensersatzansprüchen entgegen.

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