„Realschulen nicht schlechtreden!“

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) SPD Landtagsabgeordneter Georg Nelius: „Die CDU versucht mit ihrer Kampagne, die Gemeinschaftsschule gegen die Realschule auszuspielen, habe aber als frühere Landesregierung zu wenig für die Realschule getan.“

Georg Nelius MdL kritisiert die „Informationskampagne Realschule Plus“ der CDU: „Hier will eine  Partei Ängste aufbauen, um zukünftige notwendige Veränderungen zu verhindern.“ Nelius weist die Behauptungen der CDU als absurd zurück: Niemand wolle die Realschulen abschaffen, niemand wolle die Gymnasien abschaffen. Dies werde auch durch eine ständige Wiederholung nicht wahrer. „Die Landesregierung betrachtet die Realschulen als bewährten Bestandteil des baden-württembergischen Schulwesens. Ihre engagierten Lehrerinnen und Lehrer genießen viel Vertrauen bei den Eltern und den Unternehmern“, so auch Kultusminister Andreas Stoch, SPD.

Die Realschulen erhielten das Angebot, sich zur Gemeinschaftsschule weiterzuentwickeln – vollkommen freiwillig und durch Beschlüsse der Schule und des Schulträgers.

Auch Kultusminister Stoch stellte klar, dass die Realschule entgegen den CDU-Behauptungen selbstverständlich Unterstützung erhalte. Die Landesregierung habe für dieses Schuljahr erstmals überhaupt einen zusätzlichen Pool von 1,5 Lehrerwochenstunden pro Zug zugewiesen. Die Schulen können damit je nach Bedarf in einzelnen Fächern Klassen teilen oder Gruppen bilden, um einzelne Kinder gezielt zu fördern. Darüber hinaus sollen ab dem kommenden Schuljahr zwei weitere Stunden in den achten Klassen hinzukommen, um die Kompetenzanalyse über die überfachlichen Stärken und Schwächen der einzelnen Mädchen und Jungen umsetzen zu können.




Für beide Vorhaben werden insgesamt 200 Deputate eingesetzt. Demgegenüber habe die CDU in ihrer Regierungszeit Realschulen allein gelassen und ihnen keine weiteren Ressourcen zugewiesen. „Das Kultusministerium reagiert mit dieser zusätzlichen Unterstützung auf die großen Herausforderungen für die Realschulen und will das individualisierte Lernen weiter ausbauen und mit weiteren Stellenzuweisungen fördern“, so die Einschätzung von Georg Nelius.

Die Behauptung, die Gemeinschaftsschulen seien erheblich bevorzugt, wird zurückgewiesen. Die Gemeinschaftsschulen erhielten zwar derzeit mehr zusätzliche Stunden. Da sie aber durchweg Ganztagsschulen sind, müsse aber gesehen werden, dass die jetzige Zuweisung Stellen für den Ganztagsbetrieb, die Inklusion sowie für die Pilotphase umfasse.

Die Realschule sei neben der Gemeinschaftsschule die Schulart mit der größten Leistungsbreite ihrer Schülerinnen und Schüler, hebt Nelius hervor. Das Statistische Landesamt hat jetzt festgestellt, dass rund 20 Prozent der Schüler in den fünften Klassen eine Empfehlung für die Werkrealschule erhalten hatte. Hier spiele der Drang der Eltern eine große Rolle, für ihre Kinder einen Realschulabschluss zu ermöglichen. Rund 17 Prozent der Schülerinnen und Schüler verfügen über eine Gymnasialempfehlung. Diese Heterogenität sei auch dem Ministerium bekannt. Ihre Lehrerinnen und Lehrer seien schon seit vielen Jahren gewohnt, mit einer zunehmend heterogenen Schülerschaft zu arbeiten, unterstreicht SPD-Landtagsabgeordneter Nelius.

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