Großes Interesse an Gemeinschaftsschule Adelsheim

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Viele interessierte Eltern waren mit ihren Kindern zum Info-Abend der Gemeinschaftsschule gekommen. (Foto: pm)

Adelsheim. (pm) Zur Informationsveranstaltung der neuen Gemeinschaftsschule in Adelsheim konnte Schulleiterin Veronika Köpfle am vergangenen Freitag rund sechzig Kinder und deren Eltern in der Cafeteria der Schule begrüßen. Sie berichtete über die Genehmigung dieser neuen Schulart an der Martin-von-Adelsheim-Schule, die das Kultusministerium aufgrund des überzeugenden pädagogischen Konzeptes der Schule zum Schuljahr 2013/2014 erteilt hatte.

Bürgermeister Klaus Gramlich hieß die Viertklässler und ihre Eltern seitens der Stadt Adelsheim willkommen und stellte kurz die positive Entwicklung der Schule aus Sicht des Schulträgers vor. So habe sich die Schülerzahl in den Klassen 5 bis 10 – entgegen der sonstigen Entwicklung im Land – in den letzten Jahren nahezu verdoppelt. Für die neue Schulart Gemeinschaftsschule bringe die Schule neben ihrem sehr guten pädagogischen Konzept, die entsprechende Erfahrung als Ganztagesschule und die räumlichen Voraussetzungen mit; dies habe auch Kultusstaatssekretär Dr. Frank Mentrup anlässlich seines kürzlichen Besuchs an der Martin-von-Adelsheim-Schule gewürdigt.




Schulleiterin Köpfle erläuterte die neue Schulform, deren Ziel es ist, jedem Kind den bestmöglichen Schulabschluss zu bieten. Dabei sollen Kinder mit allen Begabungen die Möglichkeit haben, länger gemeinsam voneinander und miteinander zu lernen. Unterschiede werden als Bereicherung gesehen. Die Wissensvermittlung erfolgt individuell auf unterschiedlichen Niveaustufen. Die schulische Entwicklung der Kinder bleibt zunächst offen und erfolgt ohne Vorfestlegung. Die Rahmenbedingungen dafür sind: Kleinere Lerngruppen statt Klassen, individuelles und gemeinsames Lernen, schülerzentriertes und selbstverantwortliches Lernen, Lehrer als Lernbegleiter, Teamarbeit von Schülern und Lehrern, Schulsozialarbeit. Die Leistungsmessung erfolgt in Form von differenzierenden Beurteilungen über den Entwicklungs- und Leistungsstand der Schüler, die den Eltern in sehr kurzen und zeitnahen Intervallen vorliegen. Rektorin Köpfle hob deutlich hervor, dass die Gemeinschaftsschule eine leistungsorientierte Schule ist, die nach dem Bildungsplan der Realschule und mit den gleichen Fächerverbünden unterrichtet wird. Die Prüfung zur Mittleren Reife ist identisch mit der Abschlussprüfung an der Realschule.

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Während die Eltern informiert wurden, konnten die Kinder in der Schule „schnuppern“. (Foto: pm)

Die Schulform Gemeinschaftsschule bietet den Schülerinnen und Schülern viele Vorteile. Sie werden in ihrer Einzigartigkeit wahrgenommen und sie können in angemessener Weise Lerninhalte und Lerntempo mitbestimmen. Dadurch entwickeln sie Freude am Lernen und erhalten die bestmögliche Förderung. In der Diskussion wurde deutlich, dass es für die Eltern gute Gründe gibt, sich für diese Schulform zu entscheiden. Neben den Vorteilen einer wohnortnahen Ganztagesschule wird den Eltern durch regelmäßige Rückmeldungen die Möglichkeit geboten, das schulische Leben ihrer Kinder positiv zu begleiten.

Die Klassenlehrer/Lernbegleiter der jetzigen fünften Klassen Florian Huber und Alexandra Laible berichteten über ihre bisherigen positiven Erfahrungen und die praktische Umsetzung des veränderten Lernens mit Elementen wie Input-Phasen, Wochenplänen für jeden Schüler, Flüsterkultur in den Lernateliers und den zahlreichen Differenzierungs-möglichkeiten. In einer kurzen Videosequenz erlebten die interessierten Eltern und Kinder die neue Form des Lehrens und Lernens hautnah und erfuhren von den jetzigen Schülern, wie diese ihre Schule beurteilen.

Während die Eltern ihre Fragen stellen konnten, lernten die Schüler und Schülerinnen in kleinen Gruppen, geführt von Eltern und Schülern der 5. Klassen, das Schulgebäude und die Arbeit in der Schule kennen. Im Musikraum wurde mit Rhythmusinstrumenten gearbeitet (Frau Albrecht). Im Kreativraum wurden kleine Tiere und Blüten aus Filz gefertigt und Bilder mit der Nähmaschine gestickt (Frau Kalbantner, Frau Zanon). Im Werkraum konnten Herzen oder Blüten aus Draht gelötet werden und das computergesteuerte Fräsen wurde vorgeführt (Herr Huber, Herr Köpfle). Im Aufenthaltsraum der Schüler gab es zahlreiche Spielmöglichkeiten (Frau Biedert, Herr Loser). Im Physikraum der Schule wurden die Bereiche des Faches Naturwissenschaftliches Arbeiten (NWA) durch verschiedene Versuche anschaulich und lebendig (Frau Geerds, Frau Knoblauch, Frau Kissel).

Nach einem intensiven Austausch erhielten die Eltern die Möglichkeit, in kleinen Gruppen mit Schulleitung und Lehren die räumliche Ausstattung der Schule kennen zu lernen und die Lernateliers zu besichtigen.

Die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch und zur Beantwortung individueller Fragen, bot sich anschließend bei einem kleinen Imbiss in der Cafeteria. Viele Eltern zeigten sich beeindruckt von den Angeboten der Gemeinschaftsschule an der Martin-von-Adelsheim-Schule; sie hatten bereits am ersten Info-Abend das gefunden, was sie für die schulische Entwicklung ihres Kindes gesucht hatten.

Die Anmeldetermine für die künftigen 5. Klassen sind am Mittwoch, 20.03.2013, 8.00-16.00 Uhr und Donnerstag, 21.03.2013, 8.00-16.00 Uhr. Darüber hinaus sind jederzeit Info-Gespräche mit der Schulleitung möglich.

Infos im Internet: 

www.gms-adelsheim.de.

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