Kröten, Frösche und Molche wandern

Autofahrer werden um vorsichtige Fahrweise gebeten

Kroeteneimer beuster

Viele Helfer des NABU und des BUND sind bald unterwegs, um die Kröten sicher über die Straßen zu bringen. Die Verkehrsteilnehmer werden daher um Rücksichtnahme gebeten. (Foto: NABU/Beuster)

Neckar-Odenwald-Kreis. (lra) Die Amphibienwanderung hat in diesen ersten frühlingshaften Tagen bereits begonnen. Insbesondere bei den Erdkröten ist der Ortswechsel zwischen den Winterquartieren und den Laichgewässern besonders ausgeprägt. Das Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis bittet die Autofahrer während der Amphibienwanderungen um erhöhte Vorsicht.

„Besonders im Frühjahr und im Frühsommer kommt es an stark befahrenen Straßen in der Nähe von Teichen und Seen zu wahren Amphibien-Massakern“, betont die Naturschutzfachkraft des Landratsamtes, Peter Bussemer: „Die Kröten, Frösche und Molche, die in dieser Zeit oft massenhaft von oder zu ihren Laichplätzen unterwegs sind, schaffen es nicht, die Straße zu überqueren. Für Autofahrer bedeutet das eine Gefährdung durch die schmierige Fahrbahn, für die Amphibien jedoch oft das Auslöschen der gesamten Population“. Was besonders dramatisch ist in Anbetracht der Tatsache, dass fast alle einheimischen Amphibienarten heute in der Roten Liste Baden- Württembergs verzeichnet sind und damit ohnehin zu den im Bestand bedrohten Tierarten gehören. Ursachen für die zunehmende Gefährdung sind vor allem der Verlust an Landlebensräumen und Laichplätzen, aber auch die Zerschneidung der Wanderstrecken durch Verkehrswege.




Seit Jahren stehen ehrenamtliche Naturschützer in dieser Zeit in Alarmbereitschaft. An den Rändern verkehrsreicher Straßen werden Krötenschutzzäune errichtet und über einen Zeitraum von mehreren Wochen täglich betreut. Ehrenamtliche Naturschützer und Behörden arbeiten beim Schutz der Amphibien eng zusammen.

Die Hauptwanderwege der Kröten sind durch Warnschilder mit dem Symbol einer Kröte gekennzeichnet. Der Fuß sollte hier auch mit Rücksicht auf die Krötenschützer vom Gaspedal genommen werden, die über einige Wochen hinweg die wandernden Tiere an den Zäunen absammeln und auf die andere Straßenseite bringen. Die Helfer sind mit reflektierenden Warnwesten bekleidet, damit sie frühzeitig erkannt werden. Die Warnschilder und Geschwindigkeitsbeschränkungen sollten in jedem Fall beachtet werden.

Informationen zum Amphibienschutz an Straßen erteilt Peter Bussemer, Naturschutzfachkraft beim Landratsamt unter Telefon 06261/84-1734.

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