Für Gesundheitsversorgung auf dem Land kämpfen

Elztal. (pm) Deutlich kritisierende Worte fand Landrat Dr. Achim Brötel bei der vergangenen Sitzung des CDU-Kreisvorstands für das Vorgehen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) in Stuttgart, die den Kreisbeauftragten für den ärztlichen Notfalldienst, Dr. Paul Kalmbach, offensichtlich wegen seines Eintretens für den ärztlichen Notfalldienst in Adelsheim einfach abgesetzt hatte. Auch die übrigen Mitglieder des Kreisvorstands missbilligten die Art und Weise, wie hier ein Kritiker mundtot gemacht werden soll.

„Das Ausbluten des ländlichen Raums erreicht immer neue Dimensionen“, so Brötel bei der Sitzung in Elztal. Nach der geplanten Schließung des HNO-Notfalldienstes zum 31. März und der Überprüfung des augenärztlichen Notfalldienstes solle nun das nächste Angebot wegfallen, nämlich der Notfalldienst in Adelsheim. Alle anderen teilnehmenden Ärzte im Einzugsbereich der Notfalldienstzentrale Adelsheim hätten übrigens die gleiche Meinung wie Dr. Kalmbach, der diese erhalten wollte. Die Führung in Stuttgart wolle offenbar mit aller Macht die gewachsenen Strukturen schließen und scheue auch nicht davor zurück, die Ärzte, die eine andere Meinung vertreten, mit solchen Maßnahmen einzuschüchtern. Ein neuer Kreisbeauftragter sei schon gefunden, so Dr. Brötel, und der liege wohl auf Linie mit der Führung in Stuttgart.




„Das ist ein allzu durchsichtiges Vorgehen“, sagte auch CDU-Kreisvorsitzender Ehrenfried Scheuermann, der wie die anderen Kreisvorstandsmitglieder als Leitragende dieser Maßnahme die Menschen im südöstlichen Kreisgebiet und darüber hinaus sah. Auch Kreisvorstandsmitglied Horst Weber (Ravenstein) fand deutliche Worte und sagte: „Alle Parteien müssen für die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum kämpfen, das ist ein elementarer Bestandteil des täglichen Lebens.“

Neben diesem Thema berichteten Europaabgeordneter Dr. Thomas Ulmer aus seiner Arbeit in Brüssel und Landtagsfraktionsvorsitzender Peter Hauk aus Stuttgart. Ulmer berichtete über seine Federführung bei 2 wichtigen Gesetzesvorhaben, dem zukünftigen CO2-Ausstoß der Automobile ab 2020 und der Neuordnung des Strahlenschutzes. Hauk wies vor allem auf die Kampagne der CDU-Landtagsfraktion „Pro Realschule“ zur Stärkung der Realschule hin. Auch die beruflichen Schulen, ein Garant für eine gute duale Ausbildung, seien im Visier der grün-roten Landesregierung und müssten erhalten werden. Dazu werde man in Kürze weitere Aktionen ins Leben rufen.

Kreisvorsitzender Ehrenfried Scheuermann erinnerte an den kürzlich verstorbenen Ehrenkreisvorsitzenden Robert Hollerbach. Neben organisatorischen Dingen lud er außerdem alle Interessierten zum Jubiläumsabend „40 Jahre CDU Neckar-Odenwald“ am 15. März um 19:30 Uhr in der Nibelungenhalle Walldürn ein.

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