Geo-Naturpark tagte auf dem Vulkan

Die Mitgliedskommunen des Geo-Naturparks trafen sich zur Mitgliederversammlung

468 MV Geopark BO

Das Bild zeigt von links: Rolf Meyer, Kreisbeigeordneter Darmstadt-Dieburg, Joachim Bauer, 1. Landesbeamter Rhein-Neckar-Kreis, Martin Wuttke, 1. Landesbeamter Neckar-Odenwald-Kreis, Roland Schwing, Landrat Kreis Miltenberg, Reinhard Diehl, Geschäftsführer Geo-Naturpark, Matthias Wilkes, Landrat Kreis Bergstraße und 1. Vorsitzender des Geo-Naturparks und Bürgermeister Klaus Schölch am Rednerpult. (Foto: Hofherr)

Waldbrunn. (mh) Zur Mitgliederversammlung des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald lud der Vorsitzende des Geo-Naturparks, Landrat Matthias Wilkes (Kreis Bergstraße) in den Bürgersaal Waldkatzenbach, von wo aus man den Gipfel des Katzenbuckels, der höchsten Erhebung der Region, sehen konnte.

Der Erste Landesbeamte des Neckar-Odenwald-Kreises Martin Wuttke, fühlte sich in Vertretung von Landrat Dr. Achim Brötel besonders geehrt, dass Teilnehmer aus drei Bundesländern in die Mitgliedsgemeinde Waldbrunn gekommen waren, um damit den Vulkanhärtling Katzenbuckel als Geeotop des Jahres 2013 zu würdigen.

Bürgermeister  Klaus Schölch freute sich am Ende seiner 16-jährigen Amtstätigkeit den Vorstand, die Bürgermeisterkollegen aus den Mitgliedskommunen und die Mitarbeiter des Geoparks in seinem Heimatort begrüßen zu dürfen, der auf eine lange touristische Tradition zurückblickt. Ohne die Besonderheit des Katzenbuckels wäre der Odenwald ohne eine großartige geologische Besonderheit. Schölch versäumte es auch nicht auf den Lehrpfad „Weg der Kristalle“ und die Mineralienausstellung im Rathaus Strümpfelbrunn hinzuweisen, die in besonderer Art die Geschichte des Vulkans und des Basaltabbaus am Katzenbuckel lebendig und greifbar werden lassen.

Geopark-Geschäftsführer Reinhard Diehl stellte anschließend den Haushaltsplan für 2013 vor. Dabei hob er heraus, dass man 80.000 Euro mehr für projektbezogene Maßnahmen der Mitgliedskommunen bereitstelle. Insgesamt fließen demnach rund eine halbe Million Euro in den Odenwald. Der Haushalt wurde bei einer Enthaltung wie vorgelegt verabschiedet.




Frank Uwe Pfuhl, Geschäftsführer der Fa. LandKonzept, Fachbüro für ökologische Planung und Regionalentwicklung stellte anschließend einen Audio-Führer für das Gersprenz-Tal im Landkreis Darmstadt-Dieburg vor. Diese moderne Variante der Informationsvermittlung erfreut sich wachsender Beliebtheit und wird auf Grund der inzwischen weit verbreiteten Smartphones für eine wachsende Zahl von Projekten genutzt. Hörsequenzen mit allen Informationen könne man so höchst informativ präsentieren und mit Musik oder Hintergrundgeräuschen bereichern, begeistert sich Pfuhl für den Audio-Guide. Mittels eines sogenannten QR-Codes könne der Besucher die Daten direkt per Handy empfangen. Bei Interesse können weitere Mitgliedskommunen Fördergelder aus LEADER-Töpfen und des Naturparks beantragen, berichtet Geschäftsführer Frank Uwe Pfuhl.

Dem Zeitgeist folgend wird derzeit eine eigene Geo-Naturpark-App entwickelt. Damit werden die einzelnen Elemente der Internetseite für den Gebrauch auf Smartphones darstellbar gemacht, erläutert Mitarbeiterin Sandra Diehm. Die Programmierung dieser Software sei von Sponsoren finanziert und belaste somit nicht den Haushalt, so Diehm weiter.

Wichtiges Anliegen des Geo-Naturparks ist die Ausbildung und Fortbildung seiner vor Ort-Begleiter. 16 Geopark-Ranger beteiligten sich laut Sabine Baumgärtel an einer Fortbildung zum barrierefreien Tourismus.  Anhand verschiedener Simulationsübungen habe man die Ranger für die Belange gehandicapter Besucher sensibilisiert. In einem nächsten Schritt soll die komplette Servicekette in der Region Bergstraße-Odenwald überprüft und die Angebote barrierefrei gestaltet werden, um Natur und Landschaft auch für Menschen mit Behinderung möglichst selbstständig erlebbar zu machen

Mit einer regen Diskussion zu den aktuellen Themen endete die Mitgliederversammlung des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald.

Infos im Internet:

www.geo-naturpark.net

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