Frank Fischer war ein Volltreffer

Kulturkommode startet gelungen ins Programmjahr

von Martin Hammer

Kulturkommode Fischer

(Foto: Michael Pohl)

Osterburken. Über einen äußerst gelungenen Start in ihr neues Programmjahr konnten sich die Programmverantwortlichen der Kulturkommode Osterburken bei ihrer Veranstaltung mit dem Kabarettisten Frank Fischer freuen. Die Tatsache, dass die Plätze im Saal der Alten Schule schon im Vorfeld ausverkauft waren, machte einmal mehr deutlich, dass Kabarettveranstaltungen beim Osterburkener Publikum äußerst beliebt sind und die Veranstalter mit der Verpflichtung Frank Fischers wieder einen Volltreffer gelandet hatten.

Mag der Mainzer Kabarettist vielleicht noch nicht so medienpräsent sein, steht sein aktuelles Programm „Angst und andere Hasen“ doch denen seiner bekannteren Kollegen in nichts nach – oder besser gesagt: derart niveauvolle Unterhaltung ist längst nicht in allen einschlägigen TV-Formaten zu finden. Nicht umsonst wurde Fischer bereits vielfach mit Kabarettpreisen ausgezeichnet. Seine Art mit dem Publikum zu kommunizieren, die Wiedergabe seiner Beobachtungen aus dem Alltag, die durch seine Interpretation zur Skurrilität werden, sorgten wie überall auf seiner Tour auch in Osterburken für Begeisterung.




Das Thema „Phobien“ ist dabei der rote Faden, aus dem Frank Fischer seine Geschichten spinnt. Das beginnt damit, dass er den Zuhörern in der ersten Sitzreihe für ihren Mut, bei einer Kabarettveranstaltung so weit vorne zu sitzen, Schokolade anbietet – nur um kurz darauf von seiner Angst vor vergifteten Süßigkeiten zu berichten. Neben einigen bekannten Ängsten bringt Fischer dem Publikum aber auch eher außergewöhnliche Phobien näher – natürlich jeweils mit Beispielen, welche die Lachmuskeln ein ums andere Mal strapazieren.

Die Grenze zwischen Kabarett und Comedy ist bei Frank Fischer fließend – die Kritik an vielem in seiner Umwelt ist so humorvoll verpackt, dass man sich häufig erst im zweiten Moment darin wiedererkennt. Und für Alltagserscheinungen, über die man sich selbst vielleicht gar keine Gedanken machen würde, hat er Lösungsvorschläge, die in ihrer Absurdität so genial sind, dass man sich wundert, nicht schon längst selbst darauf gekommen zu sein.

Fischer sprüht vor Ideen und Gedanken, er weiß, wie man Sicherheitshinweise in Flugzeugen interessanter macht oder sich für unangemessene Einkaufsbeigaben von Apothekern effektiv revanchieren kann. Gekonnt improvisiert er auch, als er über einen allen bekannten Radiowerbespot spricht und lässt damit kein Auge trocken. Die Bandbreite seiner Themen ist so unerschöpflich, wie es die Anzahl der möglichen Phobien zu sein scheint und die Gagdichte dabei häufig so dicht gedrängt, dass einem kaum Zeit zum Luft holen bleibt.

„Vielleicht haben sie heute Abend eine Angst gefunden, die zu ihnen passt – ich schenke sie ihnen“, so Frank Fischer am Ende seines Programms. Was er den begeisterten Zuschauern in Osterburken auf jeden Fall geschenkt hatte, war ein sehr unterhaltsamer Abend mit Angriffen auf das Zwerchfell, die mit Sicherheit keinem Angst machen mussten.

 

Infos im Internet:

www.kulturkommode.de

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de



Artikel empfehlen: