FFW Mudau erhält neues Löschfahrzeug

FFW Mudau erhält neues Löschfahrzeug

Festakt mit vielen Ehrengästen

Fahrzeuguebergabe

Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger übergibt dem stellvertretendenAbteilungskommandant Manfred Müller das neue Fahrzeug. Müller vertrat den erkrankten Abteilungskommandant Manfred Hauk. (Foto: Liane Merkle)

Mudau. (lm) Es war ein durchweg freudiger Tag für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, Abteilung Mudau. Zum einen konnte man die Übergabe des neuen Hilfeleistungslöschfahrzeuges HLF 20/16 feiern und zum anderen konnten verdiente und langjährige Kameraden mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen ausgezeichnet werden (s. Extrabericht).

Dem Anlass entsprechend groß war im Rahmen eines Festaktes die Teilnahme von Feuerwehrmitgliedern und Gästen, darunter neben dem Hausherrn Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger auch MdB Alois Gerig, MdL Peter Hauk, Landrat Dr. Achim Brötel und zahlreiche Gemeinde- und Kreisräte. Ein weiterer Willkommensgruß galt Ortsvorsteher Klaus Erich Schork, Vertreter der Kirchen, Kreisbrandmeister Rainer Dietz, Andreas Hollerbach als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, Gesamtkommandant Gerd Mayer, Stellvertretender Abteilungskommandant Manfred Müller und Vertreter der Feuerwehren sowie der mit der Beschaffung des Fahrzeuges befassten Firmen Ziegler und Mercedes Gramling. Für eine gelungene musikalische Umrahmung der Feierstunde sorgte die Klarinettengruppe des Musikvereins Mudau unter der Leitung von Ralph Müller.




„Es geht um die Ausrüstung und die Ausstattung unserer freiwilligen Helfer in allen Lebenslagen mit dem Notwendigen“, betonte Bürgermeister Dr. Rippberger in seiner Einführung. Die Aufgaben der Feuerwehr mit retten, schützen, löschen und bergen seien Aufgaben nicht als Selbstzweck, sondern Aufgaben, die die Feuerwehrangehörigen selbstlos für andere leisten und dies zu jeder Stunde. Mudau verfüge über acht Abteilungen und die gelte es materiell und finanziell zu unterstützen, sagte der Bürgermeister. Man wende sehr viel Geld auf, um die Feuerwehr gut in Schuss zu halten und gut auszurüsten. Dies verlange einer Gemeinde wie Mudau mit einer riesigen Fläche und relativ geringer Einwohnerzahl viel ab, werde aber auch in die Allgemeinheit investiert und sei dadurch gut angelegt. So wurden in Mudau in den vergangenen 10 Jahren 800.000 Euro in Fahrzeuge investiert. Das neue „Flaggschiff“ der Mudauer Wehr hat allein 340.000 Euro gekostet mit einem Gemeindeanteil von 140.000 Euro Ein Dank galt daher besonders dem Landkreis, Land und Bund für die Zurverfügungstellung von insgesamt 200.000 Euro an Zuschüssen und die kooperative Unterstützung bei den verschiedensten Maßnahmen.

Steigende Einsatzzahlen, sinkende Zahl der aktiven Feuerwehrangehörigen und finanziell enge Rahmenbedingungen bei Land, Landkreis, Städten und Gemeinden seien die Grundlage für eine umfassende Umstrukturierung, mit der Kreisbrandmeister Rainer Dietz durch das Landratsamt beauftragt worden war. Diese Konzeption werde seit 2004 in den Wehren vollzogen. Wie Gesamtkommandant Gerd Mayer ausführte, war bei der technischen Ausstattung der wichtige Grundsatz einzubringen, dass die Wehren in Zukunft verstärkt partnerschaftlich zusammenarbeiten werden. Dies bedeute gleichzeitig, dass nicht mehr jede Technik überall vorgehalten werde, sondern dass man sich nachbarschaftlich unterstützt.

Segnung FeuerwehrautoPfarrer Bier segnet das neue Fahrzeug. (Foto: Liane Merkle)

Deutlich wurde dies auch in den weiteren Ausführungen über den Ausstattungsstand der einzelnen Abteilungen. Das neue Fahrzeug Typ Mercedes-Benz Atego 1629 AF ist gerüstet mit einem Löschwassertank (1.900 l), Schaummitteltanz (120 l), Kreiselpumpe FNP 10/2000, 4 Atemschutzgeräte, Wärmebildkamera, 5 Handsprechfunkgeräte, Pneumatischer Teleskoplichtmast und 4 Xenonstrahler, Stromerzeuger, 2 Flutlichtstrahler, Motorsäge, Überdrucklüfter, div. Leitern und natürlich passenden Schläuchen und Strahlrohren.

Ein Dank galt hierbei der Gemeinde mit Orts- und Gemeinderat sowie den jeweils zuständigen Bürgermeistern Dr. Rippberger und dessen Vorgänger Wilhelm Schwender für ihre stete Unterstützung.

Nach der offiziellen Fahrzeugübergabe an die Mudauer Abteilung nahmen die Geistlichen Pfarrer Werner Bier und Pfarrerin Renate Seraphin-Hohmann die Weihe des neuen Fahrzeuges vor. „Es ist nicht nur Wetter bedingt ein klein wenig Weihnachten, sondern eine schöne Bescherung“, nannte Dr. Brötel die feierliche Übergabe des HLF 20/16, das mit Hilfe einer erfreulichen Förderquote von 59,2 Prozent für Mudau beschafft werden konnte. Das sei ebenso toll wie die die Leistung der Feuerwehr in Mudau, wo das Ehrenamt noch etwas wert sei. Obwohl man allgemein im Neckar-Odenwald-Kreis mit über 3.200 freiwilligen Männern und Frauen bei der Feuerwehr noch sehr zufrieden sein könne.

MdB Alois Gerig überbrachte seine persönliche Anerkennung und Wertschätzung für die Feuerwehrleute: „Es ist gut, dass wir sie haben zu unserer Sicherheit“. MdL Peter Hauk lobte die Feuerwehrkonzeption von Kreisbrandmeister Dietz, die es finanziell ermögliche, auch im ländlichen Raum flächendeckend die technischen Voraussetzungen für die großartigen ehrenamtlichen Feuerwehrleute zu finanzieren.

Ortsvorsteher Klaus Erich Schork zeigte sich vor allem dankbar für das neue Fahrzeug, gegenüber den diversen Geldgebern und vor allem gegenüber den heimischen Feuerwehrleuten. Martin Mayer als Vertretung der Firma Ziegler bedankte sich auch im Namen von Mercedes-Gramling für den Auftrag und wünschte den Mudauern alles Gute mit dieser „geballten Technik“. Kreisbrandmeister Rainer Dietz verabschiedete sich offiziell mit einem Dank für die jahrelang hervorragende Zusammenarbeit von den Mudauer Wehren.

Ein gemütliches Beisammensein schloss sich an, ehe die gesamte Bevölkerung am nächsten Tag zu einem „Tag der offenen Tür“ eingeladen war.

 Gaeste Fahrzeuguebergabe

Zahlreiche Gäste waren nach Mudau gekommen, um mit den Floriansjüngern das neue Fahrzeug zu feiern. (Foto: Liane Merkle)

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