TV Mosbach zeigt Lebenszeichen und siegt

TV Mosbach-Tus Stuttgart 32:30

Fans TVM

Treiben ihre Mannschaft zum Sieg. Mit einem Erfolg in der eigenen Halle zeigten die Landesliga-Handballer aus der Kreisstadt ein Lebenszeichen. (Foto: TVM) 

Mosbach. (pm) Das war Kampf pur, was der TV Mosbach im vorletzten Heimspiel gegen den Tabellenfünften aus der Landeshauptstadt geboten hat. Und der Kampf war erfolgreich, denn am Ende hatten die Kreisstädter mit 32:30 die Nase vorn.

„Wir haben uns heute alle auf das Spiel fokussiert und sind auf

der Platte füreinander eingestanden“ sagte Mannschaftskapitän Jan Schupp nach dem Spiel. Er präsentierte sich als echter Leader, ging voran und auch dahin wo es weh tat und war am Ende mit 8 Treffern der erfolgreichste Werfer der Gastgeber. Sinnbildlich dafür standen seine ersten Aktionen im Angriff: „Ich wollte die Jungs von Anfang an mitreißen und auch dem Gegner zeigen wo es lang geht“, so der 32-Jährige weiter.  Von Anfang an stand die Begegnung Spitz auf Knopf.

Die Führung wechselte ständig zwischen den beiden Kontrahenten hin und her. Für Dirk Förster lagen dafür die Gründe auf der Hand: „Beide Mannschaften haben gut und konsequent verteidigt. Bei uns war in der ersten Hälfte im Angriff der Wurm. Da waren wir zu hastig und haben oft  die Einzelaktion gesucht anstatt unser Spiel aufzuziehen.“  Quintessenz war eine knappe 12:13 Führung der Gäste.




Zu Beginn der 2. Halbzeit konnte man meinen, dass der TV es schafft sich frei zu schwimmen. Vor einer wie der 8. Mann hinter dem Team stehender, ordentlicher Kulisse erwischten die Schupp und Co den besseren Start und gingen 18:15 in Führung, verfielen allerdings danach wieder in der Angriffsmuster der 1. Hälfte.

So kam es wie es kommen musste: Die Mannschaft von Trainer Almir Mekic  glich sehr schnell aus und ging selbst mit 3 Toren in Führung.  Förster brachte dann Mario Grimm für Stefan Hebel auf der Spielmacherposition und Grimm gelang es Ordnung ins Spiel zu bringen. „Mario hat eine bescheidene 1. Halbzeit gespielt, dann aber alles ausgepackt was er kann. Das 2. Gesicht hat mir wesentlich besser gefallen“, freute sich Förster über die Leistungssteigerung des Eigengewächses.

Grimm setzte seine Nebenleute Jan Schupp und den erneut starken Youngster  Lukas Schmid ein oder zeigte sein Spielverständnis mit den Anspielen auf Stefan Heiss. Und da die Abwehr weiterhin stand machten die Hausherren aus einem 20:23 ein 24:23. Von da an war es wieder wie in Halbzeit eins. Keines der beiden Teams konnte sich absetzen, Kopf an Kopf ging es dem Showdown der Schlussminuten entgegen. Und da hatten eigentlich die Gäste die besseren Karten. Nach Zeitstrafen gegen Förster und Lukas Schmid in Minute 53 hatten die doppelte Überzahl und glichen zum 27:27 aus.

In dieser Situation hatte Grimm dann einen genialen Moment und spielte die klebrige Kugel verdeckt an den Kreis zu Stefan Heiss. Der nagelte den Ball zum 28:27 in den Kasten und brachte die Halle zum Brodeln. Stuttgart glich umgehend aus, musste dann aber einen überraschenden Schlagwurf von Fabian Schmid aus dem Kasten kratzen. 29:28 und wieder glichen die Gäste aus.  

Schmids Bruder Lukas wollte seinem Bruder nur einen Angriff später in nichts nachstehen und nagelte den Ball in der gleichen Manier wie sein Großer zum 30:29 ins Gebälk. Der TV fing den nächsten Angriff ab und im Angriff war Heiss nur durch Foul zu bremsen. Die Konsequenz waren Strafwurf für Mosbach und Zeitstrafe für Stuttgart.

Der bis dahin sichere Rene Weimann entschied sich für mehr Spannung als Entspannung und nagelte den Ball über den Kasten.  Machte nichts, denn Mosbach fing erneut den Ball ab und machte das so wichtige 31:29 eine Minute vor Schluss um anschließend erneut den Ball abzufangen.

45 Sekunden vor Ende setzte Manfred Geiger die grüne Karte und beruhigte so das Spiel. Stuttgart ging trotz Unterzahl zur Manndeckung über, konnte aber Treffer Nr. 5 von Lukas Schmid nicht verhindern.  

Am Ende hieß es 32:30 weil der TuS noch einen Strafwurf zugesprochen bekam und diesen auch nutzte.

S Heiss

Angreifer Stefan Heiss ist kurz vor Schluss nur unfair zu stoppen. Doch den fälligen Strafwurf nutzte René Weidmann nicht zur Entscheidung, sodass es bis zum Schluss spannend war. (Foto: TVM) 

Für den TV: Goertz und Wieder im Tor, Schupp 8, Blasmann 2, Filipiak, Hebel 2/1, Grimm 3, Weimann 5, Gehring, L. Schmid 5, Heiss 5, F. Schmid 3, Förster, Jurk

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