Für alternative Energieträger geworben

Mosbach. (rt) Die Entstehungsgeschichte und die aktuellen Aufgaben der Modellregion Hohenlohe-Odenwald-Tauber (HOT) machte sich der Bioenergie-Botschafter Gerd Teßmer bei seinem Vortrag im „Wir-Kreis“ zum Thema. Die Vorsitzende des „Wir-Kreises“ Hildegard Rochlitz hatte den früheren Landtagsabgeordneten und Bioenergiebotschafter der HOT verpflichten können.

Gerd Teßmer zeichnete zunächst die Entstehung der HOT nach Anerkennung als einer von zwei  Modellregionen in Baden-Württemberg auf. Einerseits durch das Energie-Einspeisungsgesetz (EEG) der früheren rot-grünen Bundesregierung, andererseits durch den erklärten Willen der drei Landkreise Neckar-Odenwald, Hohenlohe und Main-Tauber einen eigenen Beitrag zur erhöhten Wertschöpfgung in der eigenen Region zu leisten, habe sich die HOT inzwischen zu einem Muster für ganz Badenm-Württemberg entwickelt. Nirgendswo im Land würde ein so hoher Prozentsatz an Energie durch natürliche Energiequellen wie Sonne und Wind und durch nachwachsende Rohstoffe erreicht. Für Gerd Teßmer, einst agrarpolitischer Sprecher seiner Partei im Landtag, hätten sich dadurch die Einnahmechancen von Landwirten in der Region sichtbar verbessert. Auch die Selbsthilfe-Organisation der Bauern, die Maschinenringe, leisteten dazu einen unschätzbaren Beitrag.




Durch Förderung von Energiepflanzen über Getreide und Mais hinaus wie etwa die durchwachsende Sylphie oder Miscanthus, seien der Energieanteil aus eigener regionaler Erzeugung auch weiterhin steigerungsfähig. „Wurde ich vor 15 Jahren für solche Lösungen noch ausgelacht, erklären heute gerade die Zweifler von gestern diese Energieträger als notwendig und zukunftsfähig“, so Ex-MdL Gerd Teßmer.

Dem Redner ging es bei seinem Vortrag aber auch darum aufzuzeigen, was der einzelne selbst als Beitrag leisten könne. Sei es die Anschaffung von Solaranlagen auf dem hauseigenen Dach, sei es die finanzielle Beteiligung von Windparks oder sei es auch nur durch ordnungsgemäße Verwertung des eigenen Grünguts oder durch ideelle Unterstützung von neuen Projekten alternativer Heizungs- und Stromerzeugungssysteme. Der große Vorteil der kreisübergreifenden HOT sei es nun mal, so Teßmer am Ende seiner Ausführungen, dass die HOT eine wegweisende beratende Aufgabe übernommen habe und nicht auf Profit ausgerichtet sei. „Wir, die HOT, helfen der Landwirtschaft und den Bewohnern unserer Region mit eigenen Ressourcen Geld vor Ort zu halten und Wertschöpfung zum eigenen Vorteil zu nutzen, eine für den ländlichen Raum völlig neue „Win-Win-Situation“.     

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