25 Jahre Radio Regenbogen

EU-Kommissar Günther Oettinger gratuliert

Naidoo

(Foto: Agentur)

Schwetzingen. (pm) Mit einem glanzvollen Festakt im historischen Rokoko-Theater des Schwetzinger Schlosses und einer rauschenden Geburtstagsparty in den Zirkelsälen feierte Badens Hitradio Radio Regenbogen seinen 25. Geburtstag. Unter den Gratulanten: Günther Oettinger, EU-Kommissar für Energie und ehemaliger baden-württembergischer Minister-präsident, Dr. Marc Jan Eumann, Nordrhein-Westfalens Staatssekretär für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Landes- und regionale Politiker, darunter die baden-württembergischen Fraktionschefs Peter Hauk (CDU) und Claus Schmiedel (SPD), aus Rheinland-Pfalz Christian Baldauf (CDU-Fraktions-Vize), Prominente aus Unterhaltung und Sport wie Xavier Naidoo, Matze Knop, „Waldi“ Hartmann, Guido Knopp, Hans Meiser sowie Spieler der TSG 1899 Hoffenheim, der Adler Mannheim und der Rhein-Neckar-Löwen und nicht zuletzt Freunde, Kunden und zahlreiche – auch viele ehemalige – Mitarbeiter von Radio Regenbogen.

Im Namen der Gesellschafterversammlung von Radio Regenbogen hieß Beiratsvorsitzender Dr. Björn Jansen (Dr. Haas Mediengruppe / Mannheimer Morgen) die Gäste im Rokoko-Theater willkommen: „Radio Regenbogen ist eine Erfolgsgeschichte, die weit über das Medium Radio hinausreicht“, vielmehr für Unterhaltung und Event-Management auf höchstem Niveau stehe.

Radio, das sind die Bilder, die im Kopf entstehen durch Sprache, Geräusche und Musik. Sky Dumont nahm die Gäste mit seiner markanten Stimme mit auf eine Reise durch 25 Jahre Radio Regenbogen – von den ersten Worten, die der damalige Moderator Andreas Ksionsek auf Antenne schickte über Dramatisches wie einen Geiselnehmer, der über Radio Regenbogen mit der Polizei verhandelte bis hin zu den aktuellen Geburtstagswünschen von Stars wie Bülent Ceylan, Olli Dittrich und Otto Waalkes.




Der Fußball-Kaiser „fast höchstselbst“, sein Alter Ego Matze Knop, hatte es – natürlich – auf den Sport-Moderator unter den Gästen, Waldemar Hartmann, abgesehen: „Waldi, Du auch hier? Hast schon deine drei Weizenbier getrunken?“ um dann Radio Regenbogen mit Bayern-Präsident Uli Hoeneß zu vergleichen: „Immer unter Dampf!“

Für Klaus Schunk, Sprecher der Geschäftsführung und Programmdirektor von Radio Regenbogen war der Blick ins Publikum „ein bewegender Moment“. Er hatte den Sender als Gründungsgeschäftsführer mit aus der Taufe gehoben. Er erinnerte an den wegen einer Einstweiligen Verfügung verzögerten Sendestart, wie es nach nächtlichen Verhandlungen dann doch losgehen konnte und wie es ab 25. März 1988 hieß: „Bei uns funkt’s bunt!“

Schunk streifte die Unternehmensgeschichte und rief in Erinnerung, wie durch Fusion mit Radio Victoria, Radio Ladies First und Schwarzwald-Radio das ursprünglich auf die Kurpfalz beschränkte Radio Regenbogen zum Hitradio für ganz Baden wurde. Weitere Meilensteine: Die Forcierung des baden-württembergischen Jugendradio-Programms Big FM, die Vermarktungs-Allianz mit dem pfälzischen Radio RPR in der Radiocom S. W., die Förderung der Popakademie Baden-Württemberg und die Etablierung der Marke Radio Regenbogen über den Hörfunk hinaus als Event-Veranstalter, beginnend mit der ersten Beachparty 1988 in Heddesheim, in den Jahren danach gefolgt von großen und spektakulären Events wie dem „Ball der Sterne“, Radio Regenbogen & Harald Wohlfahrt PALAZZO, dem „Radio Regenbogen Award“ und der „Arena of Pop“. Wichtig für viele Badener in Not: Kinder unterm Regenbogen, die Hilfsaktion der Hörer von Radio Regenbogen, die bereits über fünf Millionen Euro Hilfsgelder ausgeschüttet hat.

Trotz bester Stimmung bei diesem rauschenden Geburtstagsfest sparte Klaus Schunk auch nicht mit Kritik, denn es ging ihm um nicht weniger als die Zukunft des privaten Rundfunks: „Radio ist kein Auslaufmodell, wie das so genannte Trendforscher oder auch Medienpolitiker oft behaupten. Radio ist mittendrin und dort, wo uns die Menschen haben wollen: On Air, über Satellit bis hin zum Smartphone. Wir machen ein Programm für die Hörer, nicht für Medienpolitiker.“

Im Gegensatz zu den öffentlich-rechtlichen Mitbewerbern könne man nur das ins Programm investieren, was man vorher auch verdient habe. Deshalb formulierte Klaus Schunk – und da sprach er sicherlich auch für andere private Hörfunk-Veranstalter – einige Wünsche an die Medienpolitik: „Schaffen Sie Klarheit, was Sie unter dem Grundversorgungsauftrag der Öffentlich-Rechtlichen verstehen! Der in der Diskussion befindliche ,Freifahrtschein‘ für die Öffentlich-Rechtlichen, der ,Expansions-Saatsvertrag‘ des SWR, gefährdet die Existenz des privaten Rundfunks.“ Schunk wünschte sich „ein klares Bekenntnis zum dualen Rundfunk“.

Sein besonderer Dank galt zuerst den Hörern und den Kunden, „die uns über so viele Jahre die Treue gehalten und uns Vertrauen geschenkt haben“. Ein großes Dankeschön ging auch an die ehemaligen und aktuellen Mitarbeiter von Radio Regenbogen. Stellvertretend bat er diejenigen auf die Bühne, die schon seit 25 Jahren dabei sind: Peter Zinkgraf (EDV), Jürgen Müller (Nachrichten), Cornel Dörflinger (Technik), Michaela Gröning (Studioleitung Freiburg), Prokurist Andreas Ksionsek (Event- und Vertriebschef) sowie Mitgeschäftsführer Gregor Spachmann.

Erinnern Sie sich noch an den Erfolgs-Hit „Lemon Tree“? Bestimmt haben Sie ihn bei Radio Regenbogen zuerst gehört, denn hier ging er zu allererst auf Antenne. Und auch zum 25. gab’s den Welthit: Live und unplugged präsentiert von „Fools Garden“ im Schwetzinger Rokoko-Theater – und das, quasi als Geburtstagsständchen, sogar gemeinsam mit dem Publikum.

Eis und Schnee im Norden Deutschlands und auch der Lufthansa-Streik konnten EU-Kommissar Günther Oettinger nicht davon abhalten, Radio Regenbogen persönlich zum Geburtstag zu gratulieren. Dank Deutscher Bahn schaffte er es rechtzeitig nach Schwetzingen. Oettinger gab seine persönlichen Einblicke in die „beispiellose Erfolgsgeschichte in der deutschen Medienlandschaft“, erinnerte daran, wie die Ministerpräsidenten Bernhard Vogel (Rheinland-Pfalz) und Lother Späth (Baden-Württemberg) seinerzeit den Weg für den privaten Rundfunk frei gemacht hatten und schilderte, wie oft und gerne er selbst Radio Regenbogen hörte und hört, wenn er in Baden ist. Der ehemalige Medien-Politiker sah die große Konkurrenz der Privatradios jedoch nicht in den Öffentlich-Rechtlichen, „sondern in Google und Internet“. Möglicherweise würden künftig Sender wie Radio Regenbogen und der SWR sogar Allianzen bilden, um sich gegen die internationale Übermacht behaupten zu können.Oettingers Dank galt dem „großartigen Team von Radio Regenbogen“ aber auch Klaus Schunk persönlich, der ihm, dem Medienpolitiker Oettinger, „immer ein kluger, glänzender und unverzichtbarer Ratgeber“ gewesen sei. Ein Wunsch hatte der ehemalige Ministerpräsident dann noch: „Eine Wiederauflage des wundervollen ,Ball der Sterne‘, auf dem ich mich mit Helmut Kohl versöhnt habe. Kommt der Ball wieder, bin ich da.“

„Sing Um Dein Leben“, die musikalische Bewegung von Sängerinnen und Sängern um Mentor Xavier Naidoo, die sich bei der Casting-Show „The Voice“ kennengelernt hatten, überraschte das Publikum mit ihren wundervollen Stimmen und nie gehörten Songs wie „Auszubildende der Liebe“, bevor sie mit dem Publikum „Happy Birthday“ auf Radio Regenbogen anstimmten und Xavier Naidoon ein herzhaftes „Weiter so!“ wünschte.

Gastredner Dr. Marc Jan Eumann, nordrhein-westfälischer Staatssekretär für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, dankte Klaus Schunk für „Klartext in der Medienpolitik“, die im Übrigen immer wichtiger werde, wo bereits durch die Digitalisierung doch schon zahlreiche neue Player auf den Markt gekommen wären. Eumann verwies, mit einem Ausflug in Bertolt Brechts „Radiotheorie: Der Rundfunk als Kommunikationsapparat“, auf die zunehmende Notwendigkeit neuer Spielregeln zur Zusammenarbeit zwischen Privaten und Öffentlich-Rechtlichen. Sein „Geburtstagsgeschenk der Medienpolitik“: Die Zulassung regionalisierter Werbung. Und: „Dank der Smartphone-App von Radio Regenbogen kann ich Badens Hitradio sogar in Nordrhein-Westfalen hören.“

25 Jahre Radio Regenbogen, das sind auch „I want it all“, „We will rock you“ und – natürlich – „We are the Champions“: Wenige andere Musiklegenden haben den Musikgeschmack dieser Zeit so intensiv und nachhaltig geprägt wie Freddy Mercury und Queen. Mit diesen legendären Rock-Hymnen und einer bombastischen Show begeisterte das Musical „We Will Rock You“ bislang mehr als 13 Millionen Zuschauer – und jetzt zum Finale des Festaktes das Publikum im Rokoko-Theater, bevor die Gäste draußen in den Zirkelsälen des Schlosses bei Partymusik und köstlichen Leckereien von Michael Lacher (Schloss-Restaurant Schwetzingen) in die Nacht feierten.

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