Kölner Wallfahrer auf dem Weg nach Walldürn

Pfingstzeit – Wallfahrtszeit – Pilgerzeit

Wallfahrt Koeln

(Foto: privat)

Köln/Walldürn. (ad) Zum 365-sten mal machen sich am Dienstag nach Pfingsten, den  21. Mai 2013, Pilger auf den Wallfahrtsweg von Köln – Porz – Urbach nach Walldürn im Odenwald.

In sieben Tagen legen die Wallfahrer dabei eine Strecke von insgesamt 266 km zurück; an den einzelnen Wallfahrtstagen sind zwischen 33 km und 44 Kilometer Wallfahrtweg zu bewältigen. Der Weg führt dabei aus der Kölner Bucht über die Ausläufer des Siebengebirges und die Höhen des Westerwald zunächst bis nach Limburg an der Lahn; von dort geht es weiter durch den „Goldenen Grund“ über den Taunus und den bayrischen Untermain bis schließlich auf den Höhen des Odenwaldes Walldürn erreicht wird.

Im Verlauf ihrer siebentägigen Pilgerschaft wächst die Pilgergruppe von zunächst 200 Pilgern am ersten Wallfahrtstag auf über 350 Pilger an. Die Herkunft der Pilger ist nicht nur auf die Städte und Gemeinden entlang des Weges beschränkt, sondern reicht weit darüber hinaus ins Ruhrgebiet und an den Bodensee. Die Pilger werden den ganzen Weg von Bussen begleitet, die fußkranken Pilgern als Transportmittel zur nächsten Zwischenetappe der Wallfahrt dienen. Die Verpflegung an den einzelnen Stationen entlang des Wallfahrtsweges wird häufig von ehemaligen Mitpilgern sichergestellt, die sich auf diese Weise der Wallfahrt verbunden fühlen.




Die Übernachtungen erfolgen entweder in Privatquartieren oder in Hotels und Pensionen. Das 13-köpfige Vorbereitungsteam wird während der Wallfahrt durch eine große Anzahl von freiwilligen Helfern unterstützt. Der Ursprung der Wallfahrt in Walldürn liegt nun schon über 670 Jahre zurück. Dort hat im Jahr 1330 der Priester Heinrich Otto während der heiligen Messe den Altarkelch mit dem geweihten Wein umgestoßen. Der Wein ergoss sich auf das Altartuch; auf diesem zeichnete sich daraufhin die Gestalt des gekreuzigten Christus ab.

Eine zentrale Rolle an diesen sieben Tagen der Pilgerschaft nehmen das gemeinsame Beten und Singen ein. Der tägliche Gottesdienst, die kurzen Andachten und besonders die Phasen der Stille während des Laufens, geben den Teilnehmern die innere Ruhe,  die einen Ausgleich und den Abstand zum oftmals hektischen Alltags- und Berufsleben schafft. Jeder Teilnehmer an dieser Fußwallfahrt erlebt diese Tage anders. Für jeden gibt es, neben der Ankunft in Walldürn, ganz besondere Höhepunkte auf dieser Pilgerreise die für ihn intensiv wirken und einen ganz individuellen Bezug darstellen.

Aber auch das Fröhlichsein, das Singen und das Lachen kommen an diesen Tagen nicht zu kurz, dafür sorgt allein schon die rheinländische Mentalität.

Infos im Internet:

www.wallfahrt-koeln-wallduern.de

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