Wanderungen zwischen Elz und Neckar

Geheimtipp für Wanderer

500 Bick auf den Katzenbuckel

Blick auf den Katzenbuckel. (Foto: Alfred Koppe) 

Odenwald. (pm) Das neue Wanderbuch von Rainer Türk  „Wanderungen zwischen Elz und Neckar“ beschreibt Wanderungen in einer Region des Odenwaldes, die für viele Wanderer als Geheimtipp gilt. Die Hochfläche zwischen Elz und Neckar, auch „Hinterer Odenwald“ oder „Hoher Odenwald“ genannt, die von einer Vielzahl von engen und reizvollen Gebirgstälern durchzogen wird, hat dank ihrer Abgeschiedenheit viel von ihrer Ursprünglichkeit bewahren können. Naturnahe Wanderwege führen zu zahlreichen kultur-historischen und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten.

Der Katzensteig, ein anspruchsvoller und abwechslungsreicher Wanderweg, führt hinauf zur höchsten Erhebung des Odenwaldes, zum Katzenbuckel (626 m). Der dortige Aussichtsturm bietet einen traumhaften „Rund-um-Blick“ über die Höhen des Odenwaldes.

Die abgelegenen Täler und die tiefen Wälder waren in früheren Zeiten wegen ihrer Unzugänglichkeit beliebte Rückzugsgebiete für Bettler, Zigeuner und Räuberbanden. Die Hölzerlipsbande hatte hier Anfang des 19. Jahrhunderts einige ihrer zahlreichen Verstecke. Mitte des 19. Jahrhunderts war die Armut der kleinen Bauern so groß, dass viele ihre Heimat verlassen mussten, um nach Amerika auszuwandern. Ober- und Unterferdinandsdorf nannte man im Volksmund „Bettelmanns Umkehr“, da kein Bettler hier Almosen erwarten konnte. Galmbach und Rineck sind weitere Beispiele für aufgelassene Dörfer jener Zeit.

In den kleinen Ortschaften, die verstreut in den Tälern oder auf der Hochfläche liegen, findet der Wanderer zahlreiche Spuren der Vergangenheit: Kapellen, Kirchen, Burgen und Schlösser, prächtige Renaissancebauten, Fachwerkhäuser, Mühlen und Gutshöfe. Sie erinnern an frühere Jahrhunderte und eine wechselvolle Geschichte. Sie sind verbunden mit Sagen und Legenden und geben Einblicke in das Leben früherer Zeiten. Hierzu zählen auch die zahlreichen Feldkreuze, Bildstöcke und Grenzsteine. Die von der Hochebene steil abfallenden Klingen wie die Wolfsschlucht, die Margaretenschlucht oder die Eisigklinge sind für den Wanderer ein besonderes Naturerlebnis. Dies sind nur wenige Beispiele für die in dem Wanderbuch von Rainer Türk erörterte Thematik.




Besonders nutzerfreundlich ist die Präsentation der einzelnen Wanderungen. Gleich am Anfang findet der Leser eine Skizze des Streckenverlaufes der Wanderung mit Angaben zur Markierung sowie touristischer Sehenswürdigkeiten. Es folgt ein Höhenprofil mit Kilometrierung der Strecke. Dies ermöglicht, den Schwierigkeitsgrad der Wanderung mit einem Blick abzuschätzen. Anschließend werden die einzelnen Erlebnisbereiche der Strecke aufgeführt und ausführlich beschrieben. Danach erfolgt auf nur einer Doppelseite eine kurze aber prägnante Beschreibung des Streckenverlaufs, bei der jeder Markierungswechsel und jeder Abzweig genau angegeben sind. Die Wanderstrecke ist dabei in Etappen unterteilt und jede Etappe mit Kilometer-, Zeit- und Höhenangabe versehen.

Durch die Trennung der Beschreibung der Erlebnisbereiche und der Sehenswürdigkeiten von der Beschreibung des Streckenverlaufs, ist die Konzentration des Lesers immer auf das für ihn im Moment Notwendige gerichtet: entweder auf den Streckenverlauf oder auf die Darstellung der jeweiligen Sehenswürdigkeit.

Lassen Sie sich zu erlebnisreichen Wanderungen im badischen Odenwald zwischen Elz und Neckar einladen! Dieses Buch gibt Ihnen Tipps und alle wichtigen Hinweise für gelungene und genussreiche Wanderungen. Erhältlich ist das Buch im Buchhandel, sowie auf den Geschäftsstellen des Naturparks Neckartal-Odenwald, des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald, des Odenwaldklubs sowie bei vielen Verkehrsämtern.

Verlag: Hubert Brunnengräber, 64653 Lorsch, Eichendorffstraße 22, Telefon 06251-54122, www.brunnengraeber-online.de, ISBN 978-3-9815299-2-0, Format 11 x 20 cm, 144 Seiten, 102 Fotos, 52 Zeichnungen, Preis 14,80 €

500 Felsenhaus einst Unterschlupf der Hoelzerlips Bande

Felsenhaus – einst Unterschlupf der Hölzerlips-Bande.jpg (Foto: Hubert Brunnengräber)


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