Mordmotiv bleibt weiter unklar

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Ein ehemaliger Zivi der Johannes-Diakonie soll Sabine Jauch äußerst brutal erschlagen haben. Nach monatelangen Ermittlungen einer Sonderkommission wurde der Angeklagte aufgrund seiner DNA identifiziert. (Foto: pm)

Mosbach/Krumbach.  Begleitet von großem Andrang begann heute unter dem Vorsitz von Richter Dr. Ganter vor dem Landgericht in Mosbach die gerichtliche Aufarbeitung des Mordes an der 46-jährigen Sabine Jauch, die an Heiligabend 2011 tot in ihrer Wohnung in Krumbach aufgefunden worden war. Nach mehreren Monaten und der Ausstrahlung bei Aktenzeichen xy wurde im Oktober 2012 eine 23-Jähriger festgenommen, der in einer ersten Vernehmung ein Geständnis ablegte. Kennengelernt haben sich Opfer und Täter im Rahmen ihrer Tätigkeit bei der Johannes Diakonie in Mosbach. Jauch war dort als Ausbilderin, ihr mutmaßliche Mörder als Zivildienstleistender tätig.




Auch beim Prozessauftakt nutzte der 23-jährige Angeklagte sein Aussageverweigerungsrecht und machte lediglich Angaben zur Person.  Nach Verlesung der Anklageschrift stand der Prozesstag vor dem Schwurgericht im Zeichen verschiedener Zeugenvernehmungen. Neben der Aussage des Chefermittlers waren die Ausführungen des Gerichtsmediziners der Uni Heidelberg mit Spannung erwartet worden. Dieser stellte ein äußerst brutales Tatgeschehen dar. Demnach hat der Angeklagte sein Opfer mit einem schweren Werkzeugschlüssel hinterrücks erschlagen. Mindestens zehn heftige Schläge auf den Hinterkopf führten zum Tod von Sabine Jauch.

Zu den Motiven gibt es weiterhin nur Spekulationen. So verwies der Angeklagte laut Verteidigung auf mögliche sexuelle Übergriffe durch das Opfer, während die Ermittler davon ausgehen, dass Sabine Jauch Diebstähle des 23-Jährigen aufdecken wollte. Die Eigentumsdelikte decken sich laut Aussage eines Kripobeamten mit den Ergebnissen einer Hausdurchsuchung in der Wohnung des Angeklagten. Dabei wurde Diebesgut im Wert von Tausenden von Euro aufgefunden.

Der nächste Verhandlungstag findet wegen eines erkrankten Gutachters erst am 08. April 2013 statt.

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