NABU Schefflenztal erreicht Mitgliederrekord

500 NABU Schefflenztal

NABU-Aktive bei Pflegearbeiten am „Enzianbuckel“ in Seckach (Bild: Frank Laier)

Seckach. (lm) Mit 110 Mitglieder hatte der NABU Seckach- und Schefflenztal im Berichtsjahr 2012 seine bisher höchste Mitgliederzahl erreicht. Deutlich wurde dies im Rahmen der Jahreshauptversammlung in der Grundschule Großeicholzheim, zu der 1. Vorsitzender Christian Thumfart neben zahlreichen Mitgliedern auch Seckachs Bürgermeister Thomas Ludwig und die Schefflenzer Gemeinderäte Hardy Schwalb und Gero Wohlmann begrüßen konnte.

Anschließend ging Thumfart in seinem Rückblick auf die vielfältigen Aktionen und Veranstaltungen der Gruppe ein. Schwerpunkt im abgelaufenen Jahr sei die Verbesserung von Biotopstrukturen in NABU-Schutzgebieten sowie vielfältige Pflegemaßnahmen vor allem in artenschutzrelevanten Flächen gewesen. In diesem Zusammenhang berichtete der 1. Vorsitzende vom Feuchtgebiet „Alter Sportplatz“ in Kleineicholzheim, bei dem durch den Einbau technischer Lösungen die Steuerung verschiedener Wasserstände ermöglicht und so auf die ökologischen Bedürfnisse der Tierwelt und vor allem der Zugvögel berücksichtigt werden kann.




Beim Projekt „Alte Bahnlinie Unterschefflenz“ wurden Gehölze gerodet und Bewuchs entfernt, um wieder offene und besonnte Lebensräume – vor allem für die Zauneidechse sowie wärmeliebende Insekten-, Schmetterling- und Pflanzenarten – zu schaffen. Für das Landschaftsbild wurden 21 Hochstamm-Obstbäume in Streuobstwiesen und Obstbaumreihen gepflanzt sowie weitere Obstbäume an private Interessenten vermittelt. Gemeinsam mit Bürgermeister Rainer Houck von Schefflenz wurden am ehemaligen Rathaus Unterschefflenz 20 Mehlschwalbennester mit den dazu gehörenden Kotbrettern aufgehängt. Im Sulzbacher Talhof wurde für Schleiereulen ein Brutkasten angebracht und beim Landratsamt bei den Neubauarbeiten etwas für Mauersegler getan sowie durch gezielte Pflegemaßnahmen seltenen Pflanzen wie Katzenpfötchen, Kreuz- und Franzenenzian und vielen Orchideen, usw. ein Weiterexistieren ermöglicht werden.

Weiter führte Thumfart berichtete von vielfältiger Zusammenarbeit z.B. mit dem Arbeitskreis „Umwelt – Natur- Energie“ Seckach zur Schaffung eines Fledermausquartiers in einem alten Wasserhochbehälter, von zahlreichen Terminen wegen einer möglichen Flurneuordnung in Schefflenz, einem sehr konstruktiven Treffen mit den Hegeringen der Jäger im Schefflenztal, der Schaffung von neuen Feuchtbiotopen im Klingenwald von Großeicholzheim mit Unterstützung durch die Forstverwaltung und die Gemeinde Seckach und von verschiedenen Nistkastenaktionen, in deren Rahmen über 50 künstliche Nist- und Wohnstätten aufgehängt wurden. Der gesellige Bereich glänzte bei der 18. NABU-Familienfreizeit im Nationalpark Harz.

Frank Laier berichtete als stellvertretender Vorsitzender von seinen Aktivitäten im praktischen Vogelschutz, der Ornithologie sowie im Internet. So wurden entlang der Schefflenz zahlreiche Nisthilfen für Wasseramsel und Gebirgsstelze kontrolliert und gereinigt, wobei ein sehr guter Besatz festgestellt werden konnte. Aufnahme und Markierung sogenannter Horst- und Höhlenbäume wurde fortgesetzt und ziehe mittlerweile Kreise bis weit über das Arbeitsgebiet der NABU-Gruppe hinaus. Weiter konnte Laier von der positiven Entwicklung der Uhupopulation im Neckar-Odenwald-Kreis, von Seltenheiten wie der Weinbergtulpe in Schefflenz und von seinem Engagement in Sachen Windkraft berichten, wo zahlreiche Veranstaltungen zu besuchen und Stellungnahmen abzugeben waren.

Kassiererin Silvia Dorsch beklagte in ihrem Finanzhaushalt ein Minus von 9.000 Euro, weil die für 2012 zugesagten Zuschüsse aus der Naturpark-Förderung noch nicht eingetroffen seien. Dennoch bescheinigte Kassenprüfer Eckhard Bolsch der Schatzmeisterin eine sehr übersichtliche und genaue Kassenführung, so dass die Entlastung von Kasse und Vorstandschaft durch die Mitglieder einstimmig ausfiel.

Unter der Wahlleitung von Bürgermeister Thomas Ludwig wurden 1. Vorsitzender Christian Thumfart, 2. Vorsitzender Frank Laier und Kassiererin Silvia Dorsch einstimmig wiedergewählt. Und dem Punkt „Ausblick und Sonstiges“ wurden die angepeilten Projekte für 2013 mit einer Maßnahmensumme von über 30.000 Euro vorgestellt, bevor die Grußwortredner auf die lobenswerte Arbeit des NABU und die harmonische Zusammenarbeit in vielen Projekten eingingen. 

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