Bau des größten Bio-Energie-Dorf beginnt

Interessenten beim Studium der Plaene des Nahwaermenetzes

Interessenten beim Studium der Plaene des Nahwaermenetzes. (Foto: Liane Merkle)

Seckach. (lm) Seit drei Jahren bereiten zunächst Gemeinde- und Ortschaftsverwaltung und seit Gründung der Genossenschaft „Bürger-Energie Großeicholzheim“ mit Reinhold Rapp, Roland Bangert und Reiner Wetterauer an der Spitze und überdurchschnittlich hohem ehrenamtlichem Einsatz ein Nahwärmenetz vor, das Großeicholzheim zum vermutlich größten Bio-Energie-Dorf Deutschlands werden lässt.

Und endlich steht man in den Startlöchern zum Baubeginn, der eigentlich am 2. Mai erfolgen soll und lediglich noch auf den schriftlichen Zuschussbescheid des Landes Baden-Württemberg für Bio-Energie-Dörfer warten muss. Die mündliche Zusage sei erfolgt, bestätigten Roland Bangert und Reinhold Rapp in der gut besuchten Großeicholzheimer Tenne, die sich bei den Mitgliedern der Genossenschaft, bei den Kreditinstituten, der Gemeinde und den beratenden Planungsbüros Schuler (Bietigheim-Bissingen) sowie Sack & Partner (Adelsheim) für die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit bedankten. Denn nur dadurch könnten die Bagger jetzt schon in Wartestellung verharren.


Den Dankesreigen dehnte Bürgermeister Thomas Ludwig auf Reinhold Rapp und Roland Bangert aus, die sich unzählige Stunden und Nächte ehrenamtlich für das Projekt eingesetzt und es so finanziell im Rahmen gehalten haben, bevor Christian Vockeroth und Joachim Pfrommer vom Ing.-Büro Schuler die Ergebnisse der Submission und die Terminschiene der bevorstehenden Großbaustelle vorstellten. Die Mitglieder der Genossenschaft erfuhren, dass die aqotec GmbH aus Weissenkirchen für ca. 292.000 Euro die Übergabestationen liefern wird, die der Armin Flicker Heizung Sanitär Fachbetrieb aus Fahrenbach für ca. 522.000 Euro einbauen, und der auch die Heizung in der Heizzentrale installieren wird. Die „Schornsteinanlage“ wurde für 10.200 Euro an Kögel Schornsteine GmbH aus Berglen beauftragt, die „technische Wärmedämmung“ für 13.100 Euro an HAWA GmbH Isolierteam aus Fellbach, „Planung, Ausschreibung und Bauleitung“ übernimmt das Ing. Büro Sack & Partner Adelsheim, die „Tiefbauarbeiten“ im Trassenabschnitt 1 für 693.000 Euro Meny Bau GmbH aus Mosbach, Trassenabschnitt 2 für den gleichen Betrag Horst Flicker GmbH & Co aus Limbach-Balsbach. Für den umfangreichen „Rohrleitungsbau“ zeichnen für ca. 1.020.000 Euro die GA Ernergieanlagenbau Süd GmbH aus Fellbach und die isoplus Fernwärmetechnik aus Rosenheim verantwortlich.

Christian Vockeroth erläuterte noch einmal kurz, was genau in dieser Bauphase, die bis 11. November abgeschlossen sein soll passieren wird, bevor er auf die Zeitpläne für die verschiedenen Abschnitte einging, die Reinhold Rapp auf der Internetseite www.bio-energie-dorf.de veröffentlich will. Man warnte die Großeicholzheimer vor, dass diese Großbaustelle sicher einige Unannehmlichkeiten mit sich bringen wird, weil die Gräben in den einzelnen Trassenabschnitten für die umfangreichen Arbeiten (Graben ausheben, Hauptleitung legen – verschweißen – dämmern, Hausanschlüsse legen und in die Häuser fahren) trassenweise komplett erledigt sein müssen, bevor man die Gräben wieder zumachen kann.




Wie Roland Bangert ergänzte, sollen die jeweiligen Anlieger so viel und so rechtzeitig wie möglich durch die Bau ausführenden Firmen informiert werden. Man wolle sich bemühen, die Unannehmlichkeiten auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Weiter wurde deutlich, dass weitere Neukunden noch für kurze Zeit einen Anschlussvertrag unterzeichnen können unter folgenden Anschlussbedingungen zu den im Internet bereits mehrfach aufgeführten Grundkosten: 1. Für den einmaligen zusätzlichen Umbauzuschlag in Höhe von 250 Euro bevor die Wärmeleitung im Bereich des Gebäudes verlegt wird, also bevor der Graben im Bereich des Gebäudes ausgehoben wird. 2. Für Mehrkosten von 1.000 Euro für das Aufschneiden der Wärmeleitung und das nachträgliche Einbauen des T-Stückes bevor die Wärmeleitung im Bereich des Gebäudes isoliert und der Graben wieder verfüllt wird. 3. Die tatsächlichen Mehrkosten, mindestens jedoch 2.500 Euro fallen an, wenn die Wärmeleitung im Bereich des Gebäudes isoliert und der Graben bereits wieder verfüllt ist.

Es liegt in der Natur der Sache, dass weitere Anschlusswillige aus finanziellen Gründen für die gesamte Genossenschaft sehr willkommen seien, aber ihr Interesse so schnell wie möglich bekunden müssten. Erstens aus Kostengründen für sie selbst und zweitens, um den Bauplan zeitlich weiter im Limit halten zu können. Reinhold Rapp und Roland Bangert machten noch einmal deutlich, dass sie für Anfragen und Fragen während der Bauphase jederzeit ansprechbar seien bevor sie die Terminpläne für alle Anwesenden auslegten und die Übergabestation von Joachim Pfrommer „am Objekt“ erläutert wurde. 

Infos im Internet:

www.bio-energie-dorf.de

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