Jahr der Feuerwehr eröffnet

500 Jahr der Feuerwehr gestartet
(Foto: Grimm)

Mosbach. (mag) Beinahe in Lebensgröße fragen 41 Mitglieder der Feuerwehren und Jugendfeuerwehren im Landkreis auf 80 Quadratmetern Außenfläche eines Linienbusses der Busverkehr Rhein-Neckar: „Wir sind überall – wo bist Du?“.

„Mit dieser Aktion wollen wir neue Mitglieder für unsere Feuerwehren gewinnen“, so der Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende bei der Eröffnungsveranstaltung des Jahres der Feuerwehr im Unteren Rathaussaal in Mosbach. Nach einem Musikstück des Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr Mosbach begrüßte Hollerbach die anwesenden Ehrengäste aus der Politik und den Reihen der Feuerwehr.

Oberbürgermeister Michael Jann ging in seinem Grußwort auf die sechs Phasen der Planung ein: „Begeisterung, Verwirrung, Ernüchterung, Suche nach dem Schuldigen, Bestrafung der Unschuldigen und Auszeichnung eines völlig Unbeteiligten. Ich bin mir aber sicher, dass das bei unseren Feuerwehren nicht so sein wird“. Jann freute sich auf die bevorstehende Hauptveranstaltung am 23.06. in Mosbach und würdigte die Arbeit der Feuerwehrfrauen und -männer im gesamten Landkreis bevor er auf seine Feuerwehr näher einging und feststellen konnte, dass die Abteilungen der Feuerwehr Mosbach perfekt miteinander arbeiten und auch deren Ausstattung sehr gut sei.

„Der Titel ‚Abenteuer in Rot‘ ist doch hoffentlich keine Anspielung auf den Regierungswechsel in Stuttgart?“, fragte sich MdL Georg Nelius und dankte den Feuerwehren im Landkreis für ihren großartigen Einsatz mit einem Zitat des Werbeslogans der Feuerwehr Sidney: „Alle Menschen gleich, aber nur die Besten gehen zur Feuerwehr“.


 


So gerne Landrat Dr. Achim Brötel bereits zu diesem Zeitpunkt das Geheimnis um die anstehende Überraschung gelüftet hätte, hielt er sich zurück und zeigte sich erfreut, dass die Aktion „Abenteuer in Rot“ nach der ersten Veranstaltung 2007 in Buchen jetzt in Mosbach Station macht: „Wir haben allen Grund, unsere Feuerwehren ins rechte Licht zu rücken. Die Bevölkerung nimmt Gefahrensituationen nur als Fernseh- oder Zeitungsbild wahr, ohne groß darüber nachzudenken. Die über 3200 Feuerwehrfrauen und -männer im Neckar-Odenwald-Kreis sind live dabei und begeben sich selbst in Gefahr, um anderen zu helfen.“ Sichtlich berührt sprach er über die Solidarität in der Feuerwehr-Familie und ging kurz auf das Benefizkonzert für die Familie eines viel zu früh verstorbenen Feuerwehrkameraden in Buchen vor zwei Wochen ein.

„Am 23.06. kann jeder ein Mosbach sein eigenes Abenteuer in Rot erleben, Türen eintreten, Feuer legen und auch wieder löschen, eine Rettungshundestaffel und eine Höhenrettungsgruppe und vieles andere Aktionen live erleben“, erläuterte der Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Hollerbach die Hauptveranstaltung in Mosbach. Die abnehmende Verfügbarkeit von Einsatzkräften bereite den Feuerwehr in Zukunft immer mehr Probleme, immer weniger Menschen müssten immer mehr leisten. Deshalb biete das Jahr der Feuerwehr und die anstehenden Aktionen den Rahmen, aktiv zu werden und für die Belange der Feuerwehren im Landkreis zu werben, so Hollerbach weiter. Zu Schluss eröffnete Hollerbach mit einem großen Dank an die beteiligten Sponsoren aus dem Landkreis offiziell das Jahr der Feuerwehr.

Der Oberbürgermeister der Stadt Mosbach, Michael Jann, Landrat Dr. Achim Brötel als Kooperationspartner der BRN, Kreisjugendfeuerwehrwart Nikolaus Klasan, MdL Georg Nelius und Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Andreas Hollerbach zerschnitten symbolisch das Geschenkband, mit dem der Bus verhüllt war und übergaben den Bus wieder seiner Bestimmung. „Die Feuerwehren kommen immer nur zu den Einsatzstellen, jetzt kommen wir auch zur Bevölkerung – mit dem Bus“, freute sich der Kreisjugendfeuerwehrwart und bedankte sich mit einem Gutschein bei Fachgebietsleiter Matthias Grimm, der die Umsetzung der Beschriftung übernommen hatte.

Auf dem Bus sind beinahe lebensgroße Abbildungen von 17 Mitgliedern der Einsatzabteilungen aus Mosbach, Hardheim, Schweinberg, Laudenberg und Buchen und von 24 Jugendlichen der Jugendfeuerwehren aus Walldürn, Mudau, Schloßau, Obrigheim, Unterneudorf, Buchen und Schweinberg.

Nach der Übergabe füllten die anwesenden Mitglieder der Feuerwehren und die Bevölkerung die Stiftskirche in Mosbach, wo Christian Ihrig und Christoph Jüttner von der Psychosozialen Notfallversorgung Neckar-Odenwald-Kreis einen ökumenischen Gottesdienst zu Ehren des Heiligen Florian, des Schutzpatrons der Feuerwehr, gestalteten. Zum Abschluss hatte die Freiwillige Feuerwehr Mosbach in die Feuerwache geladen, um den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.

500 2Jahr der Feuerwehr gestartet
(Foto: Grimm)

Infos im Internet:
www.abenteuer-in-rot.de

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