Mudau löst Rechtsanspruch auf Betreuungsplatz ein

Kindergartenbedarfsplan fortgeschrieben – Elternbeiträge erhöht

Kindergarten Mudau

Kindergarten Mudau. (Foto: Liane Merkle)

Mudau. (lm) Frühzeitige und zukunftsweisende Planungen, Erweiterungen und Renovationen zahlen sich nun für die Gemeinde Mudau in vollem Umfang aus. Bezogen auf den derzeitigen Meldestand kann somit der Rechtsanspruch für einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem 1. Lebensjahr mit Wirkung zum August dieses Jahres eingelöst werden. Gleiches gilt für Kinder von 3 Jahren bis zum Schuleintritt und für die Betreuung für Kinder unter 3 Jahren in den Kindergärten Mudau und Schloßau. Allerdings wollte sich der Gemeinderat nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern beschloss in seiner jüngsten öffentlichen Sitzung unter der Leitung von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger einen geänderten und erweiterten Kinderbetreuungsplan, dessen Grundlagen wegen verschärfter Bedingungen im personellen und baulichen Bereich einige Neuerungen erfordert, die F. Trabold von der Geschäftsführung der Kirchlichen Kindergärten (Verrechnungsstelle) erläuterte.

So werden im Kindergarten Mudau mit Gesamtkosten in Höhe von 25.900 Euro einzelne Komponenten in der Heizungsanlage mit Umrüstung der Anlage nach den Erfordernissen der Trinkwasserverordnung ausgetauscht, ein Fensteranstrich im gesamten Gebäude vorgenommen und zwei Fenster komplett erneuert. Für die kommenden Jahre will man auch umfangreiche Unterhaltungsarbeiten beim Spielplatz mit Erneuerung der Spielgeräte und Behebung der Vernässung des Spielplatzes durchführen. Ähnliche Unterhaltungsarbeiten sollen auch beim Spielplatz zum Kindergarten Schloßau erfolgen. Bürgermeister Dr. Rippberger: „Bei beiden Spielplätzen sind die geänderten Anforderungen im Hinblick auf die Aufnahme von Kindern unter 3 Jahren zu berücksichtigen“. Bezüglich der Umwidmung der Kleinkindgruppe in Schloßau anlässlich der Aufnahme von Kindern ab dem vollendeten 1. Lebensjahr  in der Kleinkindgruppe sind wegen der erforderlichen Betriebserlaubnis noch bauliche Änderungen erforderlich. Die Nutzungsänderung bezüglich des hinzugekommenen Ruheraumes bedarf dabei einer Baugenehmigung und in diesem Zusammenhang erwartet man Auflagen wegen des Brandschutzes.




Für den Kindergarten Mudau beschloss der Gemeinderat im Rahmen des Kinderbetreuungsplanes 2 Regelgruppen, 1 Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten, 1 Gruppe mit Ganztagesbetreuung, 1 Mischgruppe U3 und Ü3 sowie 1 Kleinkindgruppe U3. In allen vorgenannten Betriebsformen wird auch eine Ganztagsbetreuung angeboten. Für den Kindergarten in Schloßau gilt: 1 Regelgruppe/VÖ-Gruppe (flexibel), 1 Altersgemischte Gruppe (verlängerte Öffnungszeit, U3 und Ü3, 1 Altersgemischte Gruppe (verlängerte Öffnungszeit U3 und Ü3 im Nebengebäude. Außerdem werden die Elternbeiträge für die Jahre 2013/2014 und 2014/15 gem. den Empfehlungen von Gemeindetag und Kirche angepasst.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurden durch die Änderung des Bebauungsplanes „Brückengut III“ deutliche Erleichterungen für Eigenheimbauer festgelegt. Zugelassen ist jetzt nach Vorstellung durch Hauptamtsleiter Herbert Knapp eine zweigeschossige Bebauung unter Beibehaltung der Vorschriften zur Höhenbegrenzung der Gebäude, eine geringfügige Erhöhung der Geschossflächenzahl und eine Klarstellung zur Zulassung von Garagen und Nebenanlagen innerhalb und außerhalb der überbaubaren Grundstücksflächen. Als Dachformen werden bei den Hauptgebäuden nur geneigte Dächer mit einer Dachneigung von mindestens 20 Grad zugelassen. Diese Regelung gilt ausdrücklich nicht für Garagen und sonstige Nebenanlagen.

Wegen erheblicher Beeinträchtigung des Landschaftsbildes lehnte der Gemeinderat im Einvernehmen mit dem Ortschaftsrat von Langenelz einen Antrag auf Aufforstung einer Weihnachtsbaumkultur mit 0,62 Hektar ab. Das betroffene Grundstück liegt im FFH-Gebiet und im Landschaftsschutzgebiet „Elzbachtal“ und schließt an die Bebauung im „Ofenloch“ an. Bereits in früheren Entscheidungen habe der Ortschaftsrat Langenelz die Freihaltung der Tallage betont und eine Ausdehnung von Kulturen bergseits der Landesstraße abgelehnt. Umso mehr gelte dies nun für eine Kultur talwärts der Landesstraße, die zudem in Schutzgebieten liegt, war dem Tenor des Gemeinderatsbeschlusses zu entnehmen.

Unter dem Punkt Bauanfragen war u.a. zu erfahren, dass die Firma UHM beabsichtigt gem. Bauanfrage in der Neuhofstraße (Mischbaufläche) ein Wohnhaus mit Schlosserhalle zu bauen, was in dieser Form durchaus möglich ist, wenn die gesetzlichen Auflagen – vor allem bezüglich Lärmvermeidung – eingehalten werden. Die Firma Aurora wird eine neue Spritzerei (rd. 1.800 qm) mit zwei Kunststoffsilos und Trafostation an den bestehenden Betrieb anbauen.

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